25. Januar 2018 19:00 Uhr - Goethe-Universität, Campus Westend, Hörsaalzentrum, Saal HZ 5, Theodor-W. Adorno-Platz 1, 60323 Frankfurt am Main

Ulrike Guérot, Foto: P. Kammann

Ein Kompass für Europa

Frankfurter Lieux de Mémoires und europäische Horizionte


Ulrike Guérot, Expertin für Europapolitik und Demokratieforschung von der Donau-Universität Krems (Österreich) und aktuelle Alfred-Grosser-Gastprofessorin für Bürgergesellschaftsforschung, wird in ihren Ausführungen auf die aktuelle Sorge um die Zukunft Europas und der Europäischen Union eingehen. Im Jahr 2017 sei viel passiert, was die Sorgen schüre, bilanziert sie: „Ein Rechtspopulismus, der bereits seit der Finanzkrise gor, entlud sich an der Flüchtlingsproblematik. Die Europäische Union zeigte sich beim Krisenmanagement handlungsunfähig sowie durch massive Demokratiedefizite geprägt. Die Antwort auf die Malaise hieß klar und laut vernehmbar 'Take Back Control' und stürzte Europa mit dem Brexit über Nacht in die Orientierungslosigkeit.“

 

„Europa“, sagt Guérot, „erhielt einen Pulsschlag von einigen Bürgerinnen und Bürgern, von einem Kanzlerkandidaten Martin Schulz, aber besonders durch Emmanuel Macron.“ Doch es wäre naiv zu glauben, dass Europa damit gerettet sei. Eine Neuausrichtung der europäischen Idee sei nötig, es brauche einen neuen Kompass. Und dieser Kompass ließe sich bewusst an Momenten der Frankfurter Geschichte einnorden. Welche dies sind und für welche richtungsweisenden europäischen Impulse sie stehen, das wird Ulrike Guérot in ihrem Vortrag darlegen.

 

Eintritt frei

 

Gespräch mit Ulrike Guérot


erstellt am 10.6.2015