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bis 11. Februar 2018 - Museum Giersch der Goethe-Universität, Schaumainkai 83, Frankfurt am Main

Eric Isenburger: Jula, 1929

Von Frankfurt nach New York – Eric und Jula Isenburger

Eric Isenburger (1902-1994) gehört zu einer Generation jüdischer Künstler, die nach 1933 aus Deutschland fliehen mussten und in Vergessenheit gerieten. Das Museum Giersch der Goethe-Universität widmet dem gebürtigen Frankfurter nun eine Retrospektive. Etwa 110 Exponate zeigen Eric Isenburgers Weg von Frankfurt nach New York samt wichtiger Zwischenstationen und Wien, Berlin und Frankreich. Der erste Saal ist Isenburgers lebenslanger Gefährtin, Muse und Modell, der Ausdruckstänzerin Jula Isenburger (1908-2000), gewidmet. In allen Lebens- und Schaffensphasen porträtierte Isenburger seine Frau.

 

Seinen künstlerischen Durchbruch erlebte Eric Isenburger in Berlin, wo er 1931 mit Jula eintraf. Der Galerist Wolfgang Gurlitt zeigte im Januar 1933, kurz vor der Machtergreifung der Nationalsozialisten, eine größere Anzahl von Eric Isenburgers Gemälden. Seinen Berliner Erfolg konnte Eric Isenburger nicht auskosten. Schon Ende März 1933 flohen die Isenburgers nach Paris. 1937 zogen sie nach Nizza, 1939 in das südfranzösische Städtchen Grasse. Isenburgers Malerei wandelte sich in diesen Jahren. Seine Porträts, Interieurs, Landschaften und Stillleben hellten sich auf.

 

Dass Eric und Jula Isenburger 1941 über Lissabon nach New York fliehen konnten, war Freunden, Fürsprechern und Verwandten zu verdanken. Die Flucht rettete Eric und Jula das Leben. Während Jula Isenburger in den USA nicht mehr an ihre Laufbahn als Tänzerin anknüpfen konnte, war Eric bis ins hohe Alter künstlerisch aktiv – und auch erfolgreich. (el)

 

Abb.: Eric Isenburger, Jula, 1929, Öl auf Leinwand, Privatsammlung, Foto: Uwe Dettmar © Shmuel Elen, Israel


Weitere Informationen zur Ausstellung


erstellt am 10.6.2015