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09. November 2017 bis 02. April 2018 - Deutsches Architekturmuseum, Schaumainkai 43, Frankfurt

© Wolfgang Leeb, 2011

SOS Brutalismus – Rettet die Betonmonster!

In Frankfurt wurden seit 2010 drei markante Zeugnisse des Betonbrutalismus abgerissen. Das Historische Museum und das Technische Rathaus sind ebenso aus dem Stadtbild verschwunden wie der AfE-Turm der Goethe-Universität. Auch in anderen Städten und Weltregionen sind brutalistische Bauten vom Abriss bedroht. Das Deutsche Architekturmuseum widmet der bedrohten Gattung eine umfangreiche Ausstellung.

 

Die weltweite Verbreitung der Betonarchitektur in den 1960er und 70er Jahren demonstriert die Schau anhand von zwölf Schautafeln. Jede Tafel steht für eine Weltregion und zeigt exemplarische Betonbauten. Erstaunlich ist, dass der Brutalismus in allen politischen Systemen gedeihen konnte: Im Deutschland, Westeuropa und Nordamerika ebenso wie in der UdSSR, im ehemaligen Jugoslawien ebenso wie in Japan, Israel und dem Nahen Osten.

Ergänzt wird die Präsentation durch großformatige Kartonmodelle brutalistischer Bauten. Studenten der TU Kaiserslautern bildeten beispielsweise die 1972 in London fertiggestellte Wohnanlage „Robin Hood Gardens“ nach, die derzeit abgerissen wird. Kleinere Betongussmodelle betonen die skulpturale und formale Qualität brutalistischer Architektur. Weitere Schautafeln illustrieren besondere Aspekte des Brutalismus. Da geht es um Beton als Werkstoff, Kirchenbauten aus Beton, aber auch um Social-Media-Kampagnen, die sich für den Erhalt brutalistischer Bauten einsetzen. (el)

 

Foto: Fritz Wotruba, Dreifaltigkeitskirche, Wien-Mauer, Österrreich, 1971–1976


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erstellt am 10.6.2015