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30. November 2017 20:00 Uhr - Alte Oper, Opernplatz, Frankfurt am Main

Arabella Steinbacher

Mozart pur

Arabella Steinbacher, Violine / Nils Mönkemeyer, Viola / Mozarteumorchester Salzburg


Rund 23.000 Seiten Notentext sind von Mozart überliefert worden, darunter 50 Sinfonien, die nach wie vor zu den Hits des Konzertbetriebs gehören. Trotz immer wiederkehrenden Mozart-Jahren und regelmäßigen Mozart-Festivals ist die Publikumsbegeisterung für Mozarts Musik ebenso wie die interpretatorische Bemühung darum umgebrochen – beides bedient die Konzertreihe „Mozart pur“, die am 30. November in der Alten Oper startet. Auf dem Programm stehen neben zwei Sinfonien (Nr. 34 C-Dur und Nr. 40 g-Moll), die das Mozarteumorchester unter der Leitung von Constantinos Carydis aufführen wird, die Sinfonia concertante für Violine, Viola und Orchester Es-Dur KV 364, eines der beliebtesten Stücke Mozarts, die die Geigerin Arabella Steinbacher und der Bratschist Nils Mönkemeyer interpretieren werden.

 

1779 in Salzburg entstanden, griff die Sinfonia concertante auf zwei der damals besonders beliebten Instrumente Geige und Bratsche und kombinierte sie zu einem Stück zwischen Sinfonie und Solokonzert. Tatsächlich sind die Solopartien ganz besonders mit dem Orchesterpart abgestimmt: bei gleicher Melodie wird die Bratsche von tiefen, die Violine dagegen von hohen Streichern begleitet, und auch den Wechsel der Soloinstrumenten entspricht ein Wechsel zwischen den Violinen und Bratschen des Orchesters, der von den Bläserpaaren übernommen wird. Die Solopartien gehen immer wieder ineinander über, so auch bei der Kadenz, die Mozart ausgeschrieben hat und an der sich die Interpreten halten, denn zwei Solisten können nicht übereinstimmend improvisieren.

 

Wenn Arabella Steinbacher, die seit ihrem Debut 2004 in Paris als Star des Konzertbetriebs gehandelt wird, und Nils Mönkemeyer, der als einer der weltweit renommiertesten Bratschisten gilt, die Sinfonia concertante spielen, treffen zwei Mozart-Virtuosi aufeinander. Steinbacher hat schon Mozarts Violinkonzerte 3, 4 und 5 aufgenommen und Mönkemeyer seinerseits wurde gerade für sein „Mozart with friends“-Album mit dem Echo für die „Kammereinspielung des Jahres“ ausgezeichnet. Die Steinbacher/Mönkemeyer-Interpretation verspricht ein musikalisches Ereignis zu werden – und das um so mehr, als sie vom Mozarteumorchester begleitet werden, das auf Mozarts Erbe gewissermaßen verpflichtet ist und das von Constantinos Carydis, einem subtilen, auf Klarheit und Phrasierungsdetails versessenen Dirigenten, geleitet wird. Ein schöner Auftakt der „Mozart pur“-Reihe! (sab.)

 

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erstellt am 10.6.2015