Filmtrailer sind in erster Linie dazu da, die Menschen ins Kino zu locken. In ihrer über hundertjährigen Geschichte boten sie sich nicht nur als reißerische Werbung für einen Film dar, sondern auch als eine eigene Kunstform. Kai Mihm geht ihren verschiedenen Ausprägungen nach.

Film

Nach dem Film ist vor dem Trailer

Kleine Geschichte eines unterschätzten Filmformats: der Vorschau

Von Kai Mihm

Der Kinosommer ist offiziell eröffnet. Traditionell startet die Saison in den USA Ende Mai, am Feiertagswochende des Memorial-Day. Und wenngleich dieses Jahr mit den „Avengers” und den „Tributen von Panem” zwei aufwändige Blockbuster bereits Anfang Mai für Furore sorgten, bilden sie im Gesamtbild doch eher eine Art Vorhut für „Men in Black 3”, „Prometheus”, „The Expendables 2” und vor allem „The Dark Knight Rises”. Um nur ein paar wenige der Hollywood-Extravaganzas zu nennen, die in diesem Jahr um die Gunst des Publikums buhlen.
Angesichts dieser immer unüberschaubaren Flut an Filmen in kaum mehr begrenzten „Saisonzeiten” bekommt ein Format eine stetig wachsende Bedeutung, um sich von der Konkurrenz abzuheben: die Vorschau. Wenngleich diese Art der Werbung beinahe so alt ist wie das Kino selbst, haben sich Form, Bedeutung und Einsatzgebiete der Trailer im Lauf der Jahrzehnte stark verändert.
Man muss gar nicht weit zurückblicken, um die rasante Entwicklung nachzuvollziehen. Noch bis Mitte der neunziger Jahre gab es bestensfalls zwei Vorschauen zu einem Film, die sich denn auch lediglich in der Zusammensetzung der darin wiedergegebenen Handlungsszenen voneinander unterschieden. Dagegen kann man bei heutigen Großproduktionen gar nicht mehr sicher sein, welche der zahllosen Teaser, Trailer und zwischendurch eingestreuten „Featurettes” man schon gesehen hat. Bei „The Avengers” zum Beispiel muss man sich zwischen nicht weniger als 14 verschiedenen Clips zurechtfinden.
Die Kampagnen starten inzwischen lange vor dem Kinostart eines Films und folgen, wie Tad Friend in einer exzellenten Reportage im „New Yorker” darlegte, einer Drei-Akt-Dramaturgie: Eine Jahr vor dem Start kommt der erste Teaser, gepaart mit gezielt gestreuten Internet-Gerüchten oder „geleakten” Videos vom Set; etwa vier Monate vor der Premiere bringt man den Haupttrailer heraus (weitere können folgen); und ab fünf Wochen vor dem Startdatum heizt man das Publikum noch einmal mit einer Armada immer kürzer werdender TV-Spots auf.
Beim „Simpsons Movie” ging man so weit, bereits einen Clip zu bringen, noch bevor das erste Bild überhaupt gezeichnet war: „Das war meines Wissens der erste und einzige Film, bei dem wir den Produktionsbeginn mit einem eigenen Teaser bekannt gaben”, so Pam Levine, damals Marketing-Vorstand von 20th Century Fox, in einem Interview.
Wenn solche langfristigen Kampagnen die feine Balance zwischen Anstachelei und nervtötendem Overkill halten, erzeugen sie bis zum Starttermin eine Mischung aus Vertrautheit, Neugierde und lustvoller Massenhysterie. Und gerade auch das Formelhafte des Formats mit seinen immer gleichen Schnittfolgen und Musikeinsätzen macht dabei durchaus einen Teil des Charmes aus. Dem Kauf einer Kinokarte kann (und will) man sich am Ende selbst als vermeintlich abgebrühter Kinoprofi kaum mehr entziehen.

Es ist schon erstaunlich: Während herkömmliche Produktwerbung, egal wie gut gemacht, die Menschen vor allem nervt, fiebert man Filmwerbung regelrecht entgegen. Wer erinnert sich nicht an die Kinobesuche, vor allem aus Kindertagen, bei denen man verspätet in den dunklen Saal eilte und frustriert feststellten musste, dass der Block mit den Vorschauen schon fast vorüber war.
Trotz der medialen Omnipräsenz von Stars und Spezialeffekten hat sich an der enormem Beliebtheit nichts geändert, im Gegenteil: Von den Milliarden Videos, die jährlich im Internet angeschaut werden, rangieren Trailer, so die Recherche eines amerikanischen Kritikerverbands, auf Platz 3. Plattformen wie Apple, Moviefone, IGN oder AOL reißen sich um die Exklusivrechte für die neusten Vorschauen. Kein Wunder: Allein 2011 belief sich die Zahl der Klicks auf 5,3 Milliarden. Lediglich Nachrichten- und Amateurvideos erreichen höhere Werte.

Vom Rausschmeißer zum Anreißer

Das war nicht immer so. In den Filmtheatern der frühen 1910er-Jahre wurden Trailer nicht vor, sondern nach dem Film gezeigt (daher die englische Bezeichnung als „Anhänger”) und sollten die Zuschauer nicht anlocken, sondern vielmehr aus dem Kino verscheuchen: Sie bestanden aus kurzen Texthinweisen auf das Programm der folgenden Woche, signalisierten das Ende der Vorstellung und schufen Platz für neues, zahlendes Publikum. Nachdem amerikanische Schausteller schon 1912 das Prinzip des „Teasers”, also eines kurzen, spannenden Ausschnitts, als Zuschaueranreiz entdeckt hatten („Wird die Heldin den Sturz in die Löwengrübe überleben?”), begann man bei Paramount im Jahr 1916, konkrete Vorschauen für die eigenen Filme zu produzieren – die dann auch vor dem Hauptprogramm liefen.
Einen ersten Boom erlebte der Trailer jedoch erst, als die Studios Anfang der Zwanziger eigene Filmtheater eröffneten und ein vitales Interesse an guten Box-Office-Ergebnissen entwickelten. Der neue Markt ließ Firmen entstehen, die sich allein auf die Produktion und Verbreitung von Trailern und anderen Werbemitteln spezialisierten. Eine Art Monopolstellung nahm dabei die 1919 gegründete Firma National Screen Service (NSS) ein, die bis Ende der 60er Jahre für fast alle großen Studios die Werbung organisierte. Den Schnitt der Vorschauen übernahm dabei meist der Cutter des zu bewerbenden Films, dennoch sahen über Jahrzehnte hinweg fast alle NSS-Trailer gleich aus: eine streng lineare Aneinanderreihung möglichst bombastischer Filmszenen und Großaufnahmen der Stars, von einer Erzählerstimme in reißerischem Jahrmarktsjargon mit jeder Menge Superlativen angepriesen – im Prinzip also kein allzu großer Unterschied zu dem, was man auch heute wieder vorgesetzt bekommt. Ein skurriler Unterschied zu den aktuellen Konventionen: Vor allem Komödien-Stars nannte der Sprecher in plumper Vertraulichket häufig beim Vornamen – der Kinoabend als eine Art Besuch bei den alten Freunden Dean und Jerry oder Rock und Doris.

Nicht zuviel Story, bitte!

Eine der am häufigsten geäußerten Kritikpunkte an Trailern lautet, sie verrieten zuviel vom Inhalt. Umso erstaunlicher die Aussage seitens der Macher, dass dies einen simplen Grund habe: die Mehrzahl der Zuschauer will es so. „Der durchschnittliche Kinogänger ist nicht so gut informiert, und er liest auch keine Filmzeitschriften,” so Phil Daccord, dessen Firma unter anderem die Trailer zu „The Departed” und „Children of Men” produzierte, „Diese Leute nutzen allein Trailer, um sich zu informieren.” Und sein Kollege Mark Woollen fügte in einem Interview mit dem US-Magazin „Premiere” hinzu: „In diesem Geschäft wird sehr akribisch recherchiert, worauf das Publikum anspringt. Und es hat sich gezeigt, dass die Leute einfach wissen wollen, ob es sich lohnt, extra einen Babysitter zu engagieren und 50 Dollar für Tickets, Parkhaus und den ganzen Kram auszugeben.”
Tatsächlich wirken die Klagen über zu viel Story seit dem Internet und seinen allgegenwärtigen „Spoiler”-Warnungen wesentlich präsenter. Die Geeks und Filmfreaks scheinen hier die Meinung der schweigenden Masse wortstark zu übertönen. Auch die moderne „Event”-Kultur dürfte erheblich dazu beizutragen, dass man sich als Cinephiler den großen Tag des Kinobesuchs nicht durch zuviel Vorabwissen verderben lassen will. Das führt zu einem gewissen Pardoxon: einerseits möchte man die eigene Neugierde befriedigen und giert den aktuellsten Trailern entgegen, andererseits ärgert man sich, wenn man dann im Kino sitzt und die besten Szenen dank ausgiebigem Vorschau-Anschauens keine echte Wirkung mehr entfalten.

Unvorstellbar sind heute jene noch in den frühen 80er-Jahren üblichen, vierminütigen Trailer, die wie Nacherzählungen des kompletten Films daherkamen – ohne dass Cinephile dagegen protestiert hätten. Ging man damals vielleicht doch eher ins Kino, um selbst bei Blockbustern die dramaturgischen Details jener Geschichte zu erfahren, die einem die Vorschau bereits in Kurzform erzählt hatte? Oder ganz kulturpessimistisch gedacht: Wollte man früher die Feinheiten des „wie” und „warum” ergründen, während man sich heute vom Wissen um ein paar Oberflächenreize den Spaß am ganz Film verderben lässt?

Kunst und Kommerz

Tatsächlich gab es schon immer Filmemacher, die mit den narrativen Konventionen und Klischees des Formats brachen. Einer der ersten war der blutjunge Orson Welles. Den Trailer zu seinem Regiedebüt „Citizen Kane” von 1941 muss man aus heutiger Sicht ähnlich revolutionär nennen wie den Film selbst. Welles zeigt darin keinen einzigen Filmausschnitt, sondern führt als Off-Sprecher den Zuschauer in den Backstage-Bereich des Sets; im nonchalanten Stil eines Radiosprechers und mit augenzwinkernd eingestreuten Werbefloskeln stellt er dort sämtliche Hauptdarsteller und ihre Rollen vor. Damit setzte Welles auf Jahrzehnte eine Art Trend bei anderen Regie-Exzentrikern. Otto Preminger zum Beispiel rief bei der Vorschau zu „Anatomy of a Murder” (1959) höchstselbst die Hauptdarsteller in den Zeugenstand eines Gerichtssaals und schwor sie auf den Dreh ein. Alfred Hitchcock ließ bei „Fenster zum Hof” (1954) James Stewart den Part des Sprechers übernehmen und die Charaktere der Geschichte vorstellen – mit Szenen, die im Film selbst gar nicht vorkommen. Legendär auch die Vorschau zu „Psycho” (1960), in der Hitchcock persönlich den Zuschauer durch Bates' Motel führt. Viel origineller noch war seine Idee, für den Trailer zu „Cocktail für eine Leiche” (1948) eine Szene zu drehen, die vor der eigentlichen Handlung des Films spielt: darin sieht man das spätere Mordopfer mit seiner Verlobten bei einem romantischen Treffen. „That's the last time she ever saw him alive,” heißt es dazu aus dem Off, „and it's the last time you'll ever see him alive.”
Solche Vignetten sind natürlich amüsant, aber auch ein wenig eitel. Vor allem aber vermitteln sie kaum einen Eindruck von der Atmosphäre des Films, für den sie werben. Die besten Trailer aber sind letztlich jene, die wie eine kunstvolle Miniatur des Originals wirken, eine atmosphärisch komprimierte Kurzversion des angepriesenen Werks, bei der die Fantasie des Zuschauers dazu angeregt wird, die Lücken zu füllen.
Ähnlich wie bei Vorspännen und Plakaten, deren Ästhetik und Funktion in den 60er Jahren von Grafik-Künstlern wie Saul Bass grundlegend erneuert wurde, entfernte man sich zur gleichen Zeit auch bei den Vorschauen von althergebrachten Konventionen. Andrew Kuehns Trailer zu John Hustons „Die Nacht des Leguan” (1964), für die er eigens (und als erster Trailer-Produzent) einen Jazz-Score komponieren ließ und anstelle kompletter Szenen zu zeigen, auf schnelle, assoziative Schnittfolgen setzte, wurde für die neue Herangehensweise ebenso wegweisend wie Pablo Ferros wahnwitzig montierter, surreal anmutender Trailer zu Stanley Kubricks „Dr. Strangelove” (1969). Heute gesehen, wirken beide Clips näher am Experimentalfilm als an Werbung – und doch bringen sie die Stimmung und die Eigenwilligkeit der Filme brillant auf den Punkt.
Der Trailer zu dem Thriller „Femme Fatale” (2002) zeigt in zweieinhalb Minuten praktisch den gesamten Film im Ultraschnellvorlauf, am Ende heißt es dann „You just saw the new film from Brian De Palma … You didn't get it? Try again!”. Ein ironisches Spiel mit Atmosphäre, Erwartungen und Irritationen der Wahrnehmung, wie es auch der Film selbst betreibt.

Ein Meister war in dieser Hinsicht schon immer Jean-Luc Godard. Er unterwandert den kommerziellen Impetus des Formats, indem er die „Bandes d'annonces” seiner Filme eher wie Filmpoeme oder spielerische Kurzfilme gestaltet. Den Trailer zu „Masculin Feminin” etwa inszenierte er 1966, 15 Jahre vor MTV, als unverschämt gut gelauntes Musikvideo, unterlegt mit einem Song des damals schwer angesagten Yéyé-Pop. Zu „Film Socialisme” (2010) realisierte er ganz zeitgemäß fünf verschiedene Trailer in verschiedenen Stilen (wobei der erste wie eine Kopie des oben erwähnten „Femme-Fatale-Trailers wirkt), wirft dabei aber vor allem Fragen auf, anstatt wirklich etwas über den Film zu verraten. In solchen Momenten wird das Format am ehesten zu einer eigenen Kunstform, die auch ohne den Film als „Anhängsel” bestehen kann.

Trailer 2012 – zurück zu den Jahrmarktswurzeln?

Dass ein Regisseur heute die volle künstlerische Kontrolle über die Gestaltung der Trailer hat (oder sich dafür inzeressiert), ist eher die Seltenheit. Meist beschränkt das Input sich auf die Bitte, nicht zuviele Wendungen zu verraten. In der Regel beauftragt das Studio mehrere Firmen gleichzeitig, wählt das gelungenste Produkt aus und lässt dann von der internen Marketingabteilung den Feinschliff vornehmen. Oft ordnen sich sogar die Filmemacher den marktstrategischen Überlegungen unter. Beim „Simpsons Movie”, so Tad Friend, wollte der Regisseur eine bestimmte Szene aus dem Trailer streichen. Die Marketingleute von Fox sagten „Okay, wir können das rauslassen. Dann werden die Kinos zu 3/4 gefüllt sein und das Publikum wird sich über den Gag unglaublich amüsieren. Oder aber wir können vor den Kinos Warteschlangen um den ganzen Block haben, bei denen die eine Hälfte zur anderen sagt: 'Wartet nur, bis ihr diese eine Szene seht!'”. Die Szene blieb.
Diese Art „Trailer Moment” findet sich seit Jahren in fast allen Vorschauen. Sei es der herabstürzende Kopf der Freiheitsstatue bei „Cloverfield”, die Welle bei „A Perfect Storm”, das sich gen Himmel biegende Paris bei „Inception” oder das einstürzende Footballstadion bei „The Dark Knight Rises”: Man soll sich als Zuschauer nicht mehr an eine Story erinnern, sondern ein Schlüsselbild verinnerlichen. Natürlich war beispielsweise auch Kubrick ein Meister dieser Taktik, man erinnere sich an Kidman und Cruise vor dem Spiegel bei „Eyes Wide Shut”, oder an den Trailer zu „The Shining”, der nichts weiter zeigt als die Blutströme aus den Fahrstühlen. Aber an diese radikale Konzentration auf ein prägendes Bild kommen die zeitgenössischen „Money Shots” weder ästhetisch noch in ihrem künstlerischen Ethos heran.
Auch wenn man heute anstelle pathetischer Off-Erzähler meist auf Zwischentitel setzt, wirken moderne Trailer wieder ähnlich normiert, wie vor der großen Trailer-Revolution in den Sechzigern. Man muss nur die Vorschau zu Ridley Scotts „Alien”-Prequel „Prometheus” mit jener des ersten „Alien” (Gestaltung: Andrew Kuehn) vergleichen: Der alte Trailer war ein meisterhaft geschnittener, rasend schneller Fiebertraum, ohne jeden Dialog, dafür mit einer nervenzerrenden Tonspur. Ein verstörend kunstvoller Trailer für einen verstörend kunstvollen Film. Bei „Prometheus” hingegen folgt man dem üblichen Schema aus Story-Exposition, sich steigerndem Schnitttempo und einer Reihe bombastischer „Trailer-Momente” zum Abschluss. Das sieht alles gut aus, könnte aber auch Werbung für jeden anderen Sci-Fi-Movie sein.
Die Neuerungen liegen heute nicht in der Machart, sondern in der Vermarktung der Werbung. Bei „Prometheus”, „Twilight: Breaking Dawn” und dem Remake von „Total Recall” kündigte man die Trailer mit eigenen Teasern an! Die Vorschau zu Stallones „Expendables 2” wurde von dem Darsteller Terry Crews in einem speziellen Teaser mit der aggressiven Attitüde eines Jahrmarkts-Anreißers angekündigt – womit das Format im Grunde wieder bei seinen Ursprüngen angelangt wäre.

Geradezu rührend mutet es heute an, dass George Lucas 1999 seine Fans in die Kinos lockte, weil der Trailer zu „Episode 1” exklusiv vor „Rendezvous mit Joe Black” gezeigt wurde. Zum Vergleich: Sony Pictures veranstaltete im Februar weltweite Special Screenings, um die Uraufführung der neuen „Spider-Man”-Vorschau gebührend zu feiern. Einst kündeten Trailer von kommenden Attraktionen, heute werden sie selbst zur Attraktion stilisiert. Der Erfolg gibt den Strategen recht. Die „Prometheus”-Vorschau generierte innerhalb weniger Tage knapp 30 Millionen Klicks.
Aber ganz gleich ob avantgardistisch oder konventionell, reißerisch oder subtil, zunächst einmal ist jeder Trailer ein Versprechen und das Format selbst, wenn man so will, eine Art Utopie vom Kino: In der Vorschau ist jeder Film perfekt.
Umso ernüchternder wirkt es meist, wenn man einen besonders aufputschenden Trailer noch einmal anschaut, nachdem man den Film gesehen hat. Die Lücken sind inzwischen gefüllt, und anstatt die Phantasie anzukurbeln, erkennt man auf einmal die falschen Suggestionen der willkürlich verknüpften Ausschnitte. Was vorher eine Gänsehaut verursachte, wirkt dann oftmals schal und manipulativ. Anders gesagt: Nach dem Film ist vor dem nächsten Trailer. Natürlich wird das ein ganz großartiges Kunstwerk. Schließlich gehen wir auch ins Kino, um belogen zu werden.

Kai Mihm

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erstellt am 19.8.2012

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