Film

Die Revolution findet trotzdem statt. Das Kino von Pier Paolo Pasolini

Donnerstag, 9. Juli 2015, Lecture 20:15 Uhr; Filmbeginn: ca. 21:15 Uhr, Filmmuseum Frankfurt,

Cesare Casarino: „Nation, Pigs und Cha-cha-chain Pasolini‘s Mamma Roma“

Cesare Casarino, Direktor des Department of Cultural Studies and Comparative Literature an der University of Minnesota, zeigt auf, wie Pasolini in Mamma Roma (1962) „das nationalkulturelle Projekt für gescheitert“ erklärt. (bick)
Gezeigt wird: Mamma Roma, I 1962, 106 min.

Vorangegangene Vorträge der Reihe sind hier zu sehen.

Deutsches Filmmuseum
Das Kino von Pier Paolo Pasolini

Vortrag

Goethes Ehe. Die Lebensgemeinschaft mit Christiane Vulpius

Am Dienstag, 14. Juli 2015, 19 Uhr, Frankfurter Goethe-Haus / Freies Deutsches Hochstift, Großer Hirschgraben 23-25, 60311 Frankfurt am Main

Vortrag von Prof. Dr. Wolfgang Frühwald
 
Als Christiane Vulpius am 12. Juli 1788 Goethe eine Bittschrift ihres Bruders Christian überreichte, nahm eine Lebenspartnerschaft ihren Anfang, die Goethe schon bald als eine Gewissensehe erfahren und gegen den Standesdünkel der Weimarer Hofgesellschaft  verteidigt hat. Die von Legenden, Klatsch und Hochmut umstellte Geschichte von Goethes Lebensgemeinschaft mit Christiane erzählt die Befestigung der Künstlerexistenz im bürgerlichen Leben, aber auch die Geschichte einer Frau, der diese Befestigung gelungen ist.

Wolfgang Frühwald ist emeritierter Professor für Neuere Deutsche Literaturgeschichte an der Universität München.

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Lola Shoneyin
Lesung

Lola Shoneyin: Die geheimen Leben der Frauen des Baba Segi

Am Dienstag, 14. Juli 2015, 19:30 Uhr, Haus des Buches, Braubachstraße 16, Frankfurt am Main

Weltempfänger-Salon
Ilija Trojanow moderiert und übersetzt. Ursula Illert liest den deutschen Text

Aus den verschiedenen Perspektiven der sehr unterschiedlichen Frauen schildert Lola Shoneyin das Leben im polygamen Haushalt des Baba Segi. Dies gelingt auf ebenso schonungslose wie subtile Weise, mit viel Sprachgefühl und Humor. Die nigerianische Autorin wurde für den LiBeraturpreis 2015 nominiert.

Weitere Informationen
Buchkritik: »Die geheimen Leben der Frauen des Baba Segi«

Filmscreening

Carlo, Keep Swingin’

Am Donnerstag, 16. Juli 2015, 20:15 Uhr, Deutsches Filmmuseum, Schaumainkai 41 , 60596 Frankfurt am Main

Elizabeth Oks Film »Carlo, Keep Swingin’ erzählt von einem Raum der kreativen Freiheit, des Widerstands und vor allem des Jazz. 1952 gründet der Musiker und Theoretiker Carlo Bohländer in einem Frankfurter Kellergewölbe das »Domicile du Jazz« (den späteren Jazzkeller). Internationale und nationale Größen wie Albert & Emil Mangelsdorff, Dizzy Gillespie, Jutta Hipp, Chet Baker geben sich dort die Klinke in die Hand.  Mit dem Jazzkeller, seinen Jazztheorien und Schriften hat Carlo Bohländer viele Musiker beeinflusst. 

Weitere Informationen und Trailer

Pop-Up-Ausstellung

Volker Reiche – Maler und Zeichner

17. – 19. Juli 2015, Jüdisches Museum, Untermainkai 14/15, 60311 Frankfurt am Main

Der Maler und Zeichner Volker Reiche zeigt Entwürfe für seinen Comic „Manu und Saul“, der während des Umbaus des Jüdischen Museums Frankfurt im Großformat auf dem Bauzaun zu sehen sein wird. Daneben werden auch Reiche neue malerische Arbeiten präsentiert, die sich sozialkritisch mit unserer Zeit auseinandersetzen.

Am Sonntag, 19. Juli, 16 Uhr führt Volker Reiche durch seine Ausstellung.

Jüdisches Museum

Dante Alighieri
Literatur

War Dante ein katholischer Rebell?

Am Donnerstag, 23. Juli 2015, 19:30 Uhr, Haus am Dom, Domplatz 3, 60311 Frankfurt 
am Main

Mit Stefana Sabin

Ein kanonischer Dichter, zu­gleich der berühmteste Exil­schriftsteller des Mittel­alters: Dante Alighieri. Als Lokalpoli­tiker geriet er in Kon­flikt mit dem Papst in Rom und mit der Stadtregierung in Flo­renz und wurde verbannt. Im Exil schrieb er nicht nur die Göttliche Komödie, sondern entwarf auch eine Staats­theo­rie, die die Trennung von staatlicher und kirchlicher Macht vorsah. In ihrem Buch beschreibt Stefana Sabin den Lebensweg Dantes und setzt sein politisches Denken im Kontext seines dichterischen Werks. War er ein katholischer Rebell, der sich gegen die Autorität des Papstes wandte?

Haus am Dom

Lesung

Matthias Göritz: »Shanghai Blues«

Am Samstag, 25. Juli 2015, 20.30 Uhr, Fabrikhof, Ortsstraße 129, 98701 Böhlen / Thüringer Wald

Zu Beginn der 12. Böhlener Schreibwerkstatt mit Matthias Göritz liest der 1969 geborene Lyriker, Übersetzer und Romancier aus seiner Erzählung »Shanghai Blues«. In der Edition Faust ist »Shanghai Blues« zusammen mit 20 Fotoarbeiten von Vanja Vukovic aus der Shanghai-Serie »Plastic Invader« erschienen.

Weitere Informationen
Shanghai Blues in der Edition Faust

erstellt am 09.9.2010

Haus der Kulturen der Welt

Internationaler Literaturpreis 2015

136 Originaltitel, übersetzt aus 23 Sprachen, haben deutschsprachige Verlage 2015 für den Internationalen Literaturpreis – Haus der Kulturen der Welt eingereicht. Am 1. Juni 2015 wurde die Shortlist bekanntgegeben. Der Internationale Literaturpreis – Haus der Kulturen der Welt 2015 geht an das Preisträger-Duo Amos Oz und seine Übersetzerin Mirjam Pressler.

Preisverleihung & Lange Nacht der Shortlist: Mi 8. Juli 2015

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Führung in Frankfurt-Höchst

Klangkunst im im Peter-Behrens-Bau: Christina Kubisch

18. und 25. Juli 2015

Im Gegensatz zur Dokumentation der Architektur und des Lichteinfalls ist über die Klangwelt, die den Peter-Behrens-Bau akustisch prägte, wenig bekannt. Was hat der Architekt gehört, als er vor Ort seine ersten Ideen entwarf? Die Arbeit „Listening to a Building” von Christina Kubisch ist der Versuch, in Form einer Klanginstallation dem Behrens-Bau diese fehlende akustische Ebene zurückzugeben. Die Klanginstallation kann nur im Rahmen einer Führung und nach vorheriger Anmeldung am 18. oder 25. Juli besucht werden.

Anmeldung erforderlich!

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Ausstellung in Frankfurt

Laster des Lebens. Druckgraphik von William Hogarth

Bis 6. September 2015, Städel Museum, Frankfurt am Main

Siebzig druckgraphische Werke des englischen Malers, Kupferstechers und Radierers William Hogarth sind in der Graphischen Sammlung des Kunstinstituts zu sehen. Sie zählen zum alten Bestand der Städelschen Sammlung und werden wegen ihrer hohen Lichtempfindlichkeit nur selten ausgestellt.

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Installationsansicht Karsten Bott
Ausstellung in Frankfurt

Karsten Bott: Gleiche Vielfache

Bis 13. September 2015, Fahrtor 2 (Römerberg), 60311 Frankfurt am Main

Im Historischen Museum Frankfurt zeigt Karsten Bott (geb. 1960) in Vitrinen und Regalen Objekte aus seiner gewaltigen Sammlung von Alltagsgegenständen, die er als „Archiv für Gegenwarts-Geschichte“ bezeichnet. Bei der titelgebenden Installation „Gleiche Vielfache“ geht es ihm darum, Variationen gleicher Dinge zu präsentieren, seien es Kaffeebecher oder Zahnbürsten, Videokassetten, Eierverpackungen. Ebenfalls zu sehen ist die Installation „Von Jedem Eins“ – in raumhohen Wandregalen thematisch zusammengestellte Arrangements von Alltagsgegenständen aus beiden Hälften des vergangenen Jahrhunderts. Botts Ausstellung ist vor allem eine Zeitreise, die zuweilen bizarre, zuweilen melancholisch stimmende Entdeckungen ermöglicht. (el)

Historisches Museum Frankfurt