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Heiner Goebbels

Heiner Goebbels, geboren 1952 in Neustadt/Weinstraße, lebt in Frankfurt am Main.
Der Komponist und Regisseur gehört zu den wichtigsten Exponenten der zeitgenössischen Theater- und Musikszene. Seine Kompositionen werden von Ensembles und Orchestern weltweit gespielt, seine Hörstücke gehören zum festen Repertoire deutschsprachiger Rundfunksender, seine spartenübergreifenden Projekte sind auf zahlreichen internationalen Festivals zu Gast.

Heiner Goebbels studierte Soziologie und Musik in Freiburg im Breisgau und Frankfurt am Main, war Mitbegründer des „Sogenannten Linksradikalen Blasorchesters“ und spielte als Musiker im „Goebbels/Harth-Duo“ und in der experimentellen Rockgruppe „Cassiber“; er veröffentlichte ca. 20 CDs.
Nach zahlreichen Kompositionen für Theater und Film begann er Mitte der 1980er Jahre „Hörstücke“, meist nach Texten von Heiner Müller, zu komponieren. Seit Ende der 1980er Jahre folgten Kompositionen für Ensemble und „szenische Konzerte“ (z. B. Der Mann im Fahrstuhl, Die Befreiung des Prometheus). Seit Anfang der 1990er Jahre begann er mit Orchesterkompositionen (Junge Deutsche Philharmonie, Berliner Philharmoniker, composer-in-residence beim Lucerne Festival, composer-in-residence bei den Bochumer Symphonikern u. a.).
Seit Mitte der 1990er Jahre liegt der Schwerpunkt seiner Arbeit auf eigenen Musiktheater-Stücken (z.B. mit dem Ensemble Modern), die er selbst inszeniert und die weltweit zu vielen Theater- und Musik-Festivals eingeladen werden. In ihnen stehen Text, Bild, Musik, Licht, Bewegung und Szene in einem schwebenden, gleichwertigen Verhältnis.
Unter seinen Arbeiten finden sich auch Soundinstallationen (z. B. für das Centre Pompidou, Paris) und zahlreiche Kollaborationen mit Videokünstlern und Choreographen.
Heiner Goebbels ist seit 1999 Professor am Institut für Angewandte Theaterwissenschaft an der Justus-Liebig-Universität in Gießen, das er seit 2003 leitet, und Professor an der European Graduate School in Saas-Fee. Goebbels ist Mitglied der Akademie der Künste, Berlin und der Akademie der darstellenden Künste. Seit Herbst 2006 ist Goebbels Präsident der Hessischen Theaterakademie als Verbund von vier Hochschulen und neun Theatern der Region Rhein-Main.
Heiner Goebbels wurde 2010 zum Intendanten und künstlerischen Leiter der Ruhrtriennale 2012-2014 berufen.

Auszeichnungen:
2012 Ibsen-Preis
2010 Kunstpreis Rheinland-Pfalz
2006 Preis zum Welttheatertag des Internationalen Theaterinstituts
2005 GRAND PRIX DE LA CRITIQUE in der Kategorie “Beste ausländische Produktion”; Bühnenpreis Opus für die beste Inszenierung; Preis in der Kategorie “Bester Regisseur” der Zeitung POLITIKA (Belgrad); GRAND PRIX “Mira Trailovic” beim BITEF FESTIVAL (Belgrad)
2004 Grammy-Nominierung; Herald Angel Award at the Edinburgh International Festival
2003 Deutscher Kritikerpreis, Sparte “Musik”
2002 World Silvermedal of the New York Festivals; Prix Marulic; Goethe-Medaille der Stadt Frankfurt
2001 European Theater Prize – New Theatrical Realities (Taormina); Herald Angel Award of the Edinburgh International Festival; Grammy-Nominierung in der Kategorie “Beste klassische zeitgenössische Komposition”
1998 Preis der spanischen Theaterkritiker 'Beste ausländische Produktion”
1997 Hörspiel des Jahres der Akademie der darstellenden Künste
1996 Prix Italia; Radio-Ostakino-Preis, Moskau
1993 Hessischer Kulturpreis
1992 Prix Italia; Karl-Sczuka-Preis des SWF (Donaueschinger Musiktage)
1991 Prix Futura
1990 Karl-Sczuka-Preis des SWF (Donaueschinger Musiktage)
1989 Berliner Hörspielpreis /Akademie der Künste
1988 Goldene Ehrennadel der Deutschen Schallplattenkritik
1986 Prix Italia
1985 Deutscher Schallplattenpreis; Hörspielpreis der Kriegsblinden
1984 Karl-Sczuka-Preis des SWF (Donaueschinger Musiktage)
1983 Brüder Grimm Preis des Landes Berlin
1981 Deutscher Schallplattenpreis

erstellt am 17.4.2012

Heiner Goebbels
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