Konzert | Ausstellung | Lesung | Gespräch | Theater | 1. September 2017 - bundesweit

Francfort en français / Frankfurt auf Französisch

September 2017


Der Ehrengastauftritt Frankreichs auf der Frankfurter Buchmesse bildet zwar den Höhepunkt eines französischen Kulturjahrs in ganz Deutschland mit einem vielfältigen und spartenübergreifenden Programm, das gemeinsam mit dem Institut français Deutschland umgesetzt wird. Aber im gesamten Jahr 2017 werden mehr als 350 Veranstaltungen unter dem Label „Francfort en français / Frankfurt auf Französisch“ bundesweit stattfinden: Theater, aktuelle Musik, Bildende Kunst, Kino, Literaturbegegnungen und vieles mehr mit 250 beteiligten Künstlern und französischsprachigen Autoren. Vom 11. bis zum 15. Oktober 2017 ist Frankreich dann Ehrengast der 69. Frankfurter Buchmesse. Anders als vor 27 Jahren steht dann im Mittelpunkt des Ehrengastauftritts die französische Sprache und natürlich die französischsprachige Literatur.

 

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Lesung | 21. September 2017 19:30 Uhr - Holzhausenschlösschen, Justinianstraße 5, Frankfurt am Main

Lou Andreas-Salomé

Aus dem Briefwechsel zwischen Rainer-Maria Rilke und Lou Andreas-Salomé

1897 begegneten sich die Schriftstellerin Lou-Andreas Salomé (1861-1937) und der 21-jährige Dichter Rainer Maria Rilke (1875-1926) zum ersten Mal. Rilke verliebte sich auf der Stelle in die 14 Jahre ältere Frau, die ihm, wie Sigmund Freud es nannte, „Muse und sorgsame Mutter“ wurde.? Die beiden führten einen leidenschaftlichen Briefwechsel, dem der junge Dichter viele Gedichte beilegte, weil nur sie es ihm ermöglichten, seine brennende Liebe in Worte, in Poesie zu fassen. Die Briefe werden gelesen von Birgitta Assheuer und Justus Pfankuch. Hanne Kulessa hat den Abend konzipiert.

 

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Konzert | 24. September 2017 16:00 Uhr - Wallonisch-Niederländische Kirche, Französische Allee 12, 63450 Hanau

Georg Philipp Telemann

Telemann und Händel: Zwei barocke Europäer

Zum 250. Todestag von Georg Philipp Telemann

Der Komponist Georg Philipp Telemann hat zahlreiche Spuren im Rhein-Main-Gebiet hinterlassen. Von 1712 bis 1721 war er Frankfurts städtischer Musikdirektor. Bis zu seinem Weggang nach Hamburg hat Telemann wohl den Großteil seines instrumentalen Œuvres verfasst. In einem überwiegend Telemann gewidmeten Programm bildet die „Wassermusik“ Händels eine ideale Ergänzung, weil sie viele Gemeinsamkeiten, aber auch die individuellen Unterschiede in der Sprache der beiden Komponisten hörbar werden lässt.

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Lesung | Gespräch | 25. September 2017 20:00 Uhr - Die Fabrik, Mittlerer Hasenpfad 5 (im Hof), 60598 Frankfurt

Asfa Wossen Asserate

Asfa-Wossen Asserate: Die neue Völkerwanderung

Asfa Wossen Asserate, Bestseller-Autor („Manieren“) und profunder Kenner der Situation in Afrika, hat ein neues Buch über den Kontinent geschrieben, das er im Gespräch mit Florian Koch vorstellt. „Wer Europa bewahren will, muss Afrika retten“ so sein eindringlicher Appell an die europäischen Staaten, ihre Afrikapolitik grundlegend zu ändern.

 

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Lesung | Gespräch | 28. September 2017 19:30 Uhr - kunstbühne portstrasse, Hohemarkstr. 18, 61440 Oberursel

Stefan Weidner

Ibn Arabi. Der Übersetzer der Sehnsüchte

Liebesgedichte aus dem arabischen Mittelalter


Der Kölner Islamwissenschaftler Stefan Weidner hat – erstmals vollständig – die mittelalterliche arabische Lyrik Ibn Arabis in ein Deutsch auf der Höhe unserer Zeit übersetzt. Seine Verse stehen in der Tradition der sufistischen Mystik. Ihr Thema ist die Liebe. Moderiert von Malte Kleinjung, wird Weidner aus den Sehnsuchts-Gedichten auf Arabisch und Deutsch rezitieren und in die Raffinessen der arabischen Dichtkunst einführen. Musikalisch begleitet ihn der syrische Ud-Spieler Majd Salloom, der orientalische und andalusische Klänge mischt.

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Vortrag | 5. Oktober 2017 19:00 Uhr - Deutsche Nationalbibliothek, Adickesallee 1, 60322 Frankfurt am Main

Walther Rathenau

Walther Rathenau. Leben und Werk eines konservativen Liberalen

Vortrag von Wilhelm von Sternburg


Geboren vor 150 Jahren, wurde der spätere Außenminister der Weimarer Republik Walther Rathenau zum Repräsentanten eines neuen Bürgertums, das den wirtschaftlichen Aufbruch Deutschlands und den Weg der europäischen Staatenwelt in den Ersten Weltkrieg entscheidend mitbestimmen sollte. Dabei blieb er stets ein Außenseiter – auch als Jude in einer Gesellschaft mit latentem und bald virulentem Antisemitismus. Als Walther Rathenau 1922 von Rechtsradikalen auf offener Straße niedergeschossen wurde, versammelte sich das demokratische Deutschland zum letzten Mal zu einem massenhaften Protest gegen den rassistischen Wahn und die Stimmen der Gewalt, die die deutsche Republik schließlich zerstören sollten.

 

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Lesung | Gespräch | 10. Oktober 2017 20:00 Uhr - Hessisches Literaturforum, Waldschmidtstr. 4, Frankfurt a. M.

Alban Nikolai Herbst

Alban Nikolai Herbst: Meere

2003 erscheint Alban Nikolai Herbsts Künstler- und Liebesroman „Meere“. Er schildert darin die Amour Fou zwischen dem Bildhauer Fichte und der deutlich jüngeren Irene. Es ist eine Beziehung, die von Grenzüberschreitungen gezeichnet ist. Kurz nach dem Erscheinen wird das Buch verboten, eine ehemalige Lebensgefährtin Herbsts hatte geklagt. Vierzehn Jahre später erscheint das Buch doch wieder in seiner ursprünglichen Form, nachdem 2008 zunächst eine gekürzte Version publiziert worden war. Es ist an der Zeit, den Roman noch einmal in seiner Urfassung vorzustellen.

 

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Veranstaltung beendet

Film | 16. September 2017 bis 17. September 2017 - Kino im Deutschen Filmmuseum, Schaumainkai 41, Frankfurt

Filmstill Maria Lang

Die Filmemacherin Maria Lang (1945–2014)

Eine erweiterte Werkschau

Im September 2014 starb Maria Lang. Hinterlassen hat sie ein schmales Œuvre ungewöhnlicher Filme und Schriften. Im Mittelpunkt der Werkschau stehen ihre Filme. Hinzu kommen Arbeiten anderer Regisseure, denen sie sich verbunden fühlte: Ute Aurand, Chantal Akerman, Ula Stöckl, Angelika Levi, Renate Sami, Recha Jungmann. Maria Lang studierte 1981-85 an der Deutschen Film- und Fernsehakademie Berlin. Anfang der 1970er Jahre war sie aktiv in der Homosexuellen Aktion Westberlin und Mitbegründerin des Lesbischen Aktions-Zentrums.

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Ausstellung | bis 26. Oktober 2017 - Stiftung Neue Synagoge - Centrum Judaicum, Oranienburger Str. 28/30, Berlin

Greta Zelener © Lukas Schmid, ELES

#Babel 21. Migration und Jüdische Gemeinschaft

Die von Dmitrij Belkin kuratierte Ausstellung #Babel 21. Migration und Jüdische Gemeinschaft porträtiert zwölf junge Menschen im Alter von 23 bis 36 Jahren mit ihren internationalen Migrationsbiografien. Die Porträtierten erzählen in Videointerviews, Texten und anhand von persönlichen Gegenständen von ihren vielschichtigen Herkünften und Identitäten und reflektieren zugleich ihr jüdisches Selbstverständnis – in Deutschland und in Europa.

Die in der Ausstellung gezeigten Videointerviews gruppieren sich um fünf Gedankenräume: Familie, Migration, Heimat, Religion und Vielfalt. Eine Brücke zur aktuellen Migrationsdebatte schlägt die Ausstellung, indem sie mit Mo'men Ahmed einen 26-jährigen geflüchteten Iraker gleichberechtigt aufnimmt. Die Schau bietet interessante und kontroverse Einblicke in eine plurale, sich durch Migration wandelnde jüdische Gemeinschaft in Berlin und Deutschland. (el)

 

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Film | 11. Oktober 2017 bis 28. Oktober 2017 - Kino im Deutschen Filmmuseum, Schaumainkai 41, Frankfurt

(c) Rudolf Thome

Hommage an Rudolf Thome

Eine kleine Retrospektive widmet sich dem deutschen Regisseur Rudolf Thome und bietet damit einen kleinen Einblick in sein großartiges, doch stilles und daher weniger bekanntes Werk. Seit den sechziger Jahren drehte Thome 28 Langfilme.

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Vortrag | 6. September 2017 bis 6. Dezember 2017 - Deutsches Architekturmuseum, Schaumainkai 43, Frankfurt

Foto: Felix Torkar

STADTplus

Mit der Reihe STADTplus präsentiert das Deutsche Architekturmuseum einmal mittwochs im Monat einen Kurzvortrag zu Themen, die Frankfurt bewegen. Erweitert wurde das Angebot um eine Führung durch die jeweils aktuelle Ausstellung.

 

6. September 2017, 19 Uhr

Die Stadt + Die Detektive

Wie Privatermittler in Frankfurt arbeiten

Marcus Lentz, Geschäftsführer der Detektei Lentz & Co. GmbH

 

4. Oktober 2017, 19 Uhr

Die Stadt + Der Feminismus

Wie die Frauenbewegung Frankfurt bewegt

Dörthe Jung, Sozialwissenschaftlerin und Autorin

 

1. November 2017, 19 Uhr

Die Stadt + Der Beton

Was vom Brutalismus übrig blieb

Daniel Bartetzko und Karin Berkemann, Magazin moderneREGIONAL

 

6. Dezember 2017, 19 Uhr

Die Stadt + Die wahre Altstadt

Wie Bürger Alt-Sachsenhausen verändern (könnten)

Steen Rothenberger, Mittelständler

 

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Ausstellung | 9. September 2017 bis 14. Januar 2018 - Fotografie Forum Frankfurt, Braubachstr. 30–32, Frankfurt

© Bruno Barbey / Magnum Photos

Bruno Barbey »Passages«

Der französische Fotograf Bruno Barbey wurde 1941 in Marokko geboren und verbrachte dort die ersten zwölf Jahre seines Lebens. Heute lebt Barbey in Paris und kann auf eine langjährige und erfolgreiche Laufbahn als Fotojournalist zurückblicken. Das Fotografie Forum Frankfurt widmet Bruno Barbey nun eine umfangreiche Retrospektive. 100 Schwarzweiß- und Farbfotografien aus fünf Jahrzehnten sind zu sehen.

 

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Ausstellung | Vortrag | 19. August 2017 bis 1. Mai 2018 - Rathenauplatz und weitere Orte in Frankfurt am Main

Denkmal der grauen Busse

Gedenken an NS-„Euthanasie“-Opfer


Das reisende „Denkmal der Grauen Busse“ erreicht Frankfurt am Main. Nach Berlin, Köln oder München ist Frankfurt die 20. Station des 70 Tonnen schweren Beton-Busses. Bis Mai 2018 wird das Denkmal auf dem Rathenauplatz der Opfer der sogenannten „Euthanasie – Aktion T4“ gedenken. Grau gestrichene ehemalige Postbusse beförderten 1940/41 Patienten mit psychischen Krankheiten und geistigen Behinderungen in Tötungsanstalten wie Hadamar. Mit einer begleitenden Veranstaltungsreihe über die medizinhistorischen Ereignisse und die Ideologie der Nationalsozialisten von „unwertem“ Leben wird an den organisierten Massenmord erinnert.

 

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erstellt am 09.9.2010