Konzert | Ausstellung | Lesung | Gespräch | Theater | 1. Mai 2017 - bundesweit

Francfort en français / Frankfurt auf Französisch

Mai 2017


Der Ehrengastauftritt Frankreichs auf der Frankfurter Buchmesse bildet zwar den Höhepunkt eines französischen Kulturjahrs in ganz Deutschland mit einem vielfältigen und spartenübergreifenden Programm, das gemeinsam mit dem Institut français Deutschland umgesetzt wird. Aber im gesamten Jahr 2017 werden mehr als 450 Veranstaltungen unter dem Label „Francfort en français / Frankfurt auf Französisch“  bundesweit stattfinden: Theater, aktuelle Musik, Bildende Kunst, Kino, Literaturbegegnungen und vieles mehr mit 250 beteiligten Künstlern und französischsprachigen Autoren. Vom 11. bis zum 15. Oktober 2017 ist Frankreich dann Ehrengast der 69. Frankfurter Buchmesse. Anders als vor 27 Jahren steht dann im Mittelpunkt des Ehrengastauftritts die französische Sprache und natürlich die französischsprachige Literatur.

 

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Symposium | 25. Mai 2017 10:00 Uhr - Goethe-Uni, Campus Westend, Seminarhaus SH 5.101, Frankfurt am Main

Israel, die PLO und die deutsche Linke 1967 – 2017

Internationale Tagung 25.-26. Mai 2017


Am 5. Juni 1967 begann der Sechstagekrieg, den Israel gegen Ägypten, Jordanien und Syrien führte. Nach sechs Tagen hatte Israel Jerusalem eingenommen und weitere große Geländegewinne erzielt, so dass die Gegner einem Waffenstillstand zustimmten. Der Krieg gilt als Wendepunkt in der Wahrnehmung Israels durch Teile der westdeutschen Linken. 1969 solidasierte sich der SDS mit dem arabischen Kampf gegen Israel. Israelkritik wurde zu einem wichtigen Argument in linken Diskursmilieus.

Inwiefern vermischten sich womöglich Israelkritik und Antisemitismus? Wäre nicht stärker zu differenzieren zwischen den einzelnen Akteuren und Gruppen, ihren jeweiligen Einstelllungen und Handlungen? Und wäre nicht auch zu analysieren, wie sich antiisraelische Aktionen und Anschläge in der Bundesrepublik auf das deutsch-israelische Verhältnis auswirkten?

 

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Lesung | 30. Mai 2017 20:00 Uhr - Romanfabrik, Hanauer Landstr. 186 (Hof), Frankfurt am Main

Maren Kames

Salon Fluchtentier: Maren Kames & Thorsten Krämer

Die 1984 geborene und in Berlin lebende Maren Kames gewann 2013 den 21. Open Mike. In ihrem Debütband „Halb Taube halb Pfau“ (Secession Verlag, 2016) bezieht sie Klangcollagen ein, die sich mittels moderner mobiler Telefongeräte aufrufen lassen. Dem 1971 geborenen Wuppertaler Thorsten Krämer wurden für seine literarische Arbeit unter anderem das Rolf-Dieter-Brinkmann-Stipendium der Stadt Köln zugesprochen. In seinem zuletzt erschienen Band „The Democratic Forest“ (Brueterich Press, 2016) wählte Krämer Fotografien von William Eggleston zu Orten seiner Gedichte und durchreist Egglestons umfangreiche Arbeiten. Dabei stellt er sich der Frage: „Wie reisen Dichter, wie Fotografen?“

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Vortrag | 31. Mai 2017 19:30 Uhr - Buchhandlung Weltenleser, Oeder Weg 40, 60318 Frankfurt am Main

Coco Chanel, 1928

Die Femme Dandy von Stendhal bis zum Club Casanova

Vortrag von Dr. Isabelle Stauffer

 

Obwohl das Dandytum im Prinzip männlich ist, begleitet die Femme Dandy seine Geschichte von der Mitte des 19. Jahrhunderts an. Weibliches Dandytum im 19. Jahrhundert braucht jedoch eigenes Geld und eine unangreifbare soziale Position, um das Leben in ein Kunstwerk zu überführen. Im 20. und 21. Jahrhundert werden den Femmes Dandy durch die Bohème sowie dank der Emanzipation der Frauen und der Homosexuellen neue Möglichkeiten eröffnet. Starkult, Massenkonfektion und Camp formen das postmoderne Dandytum und ermöglichen neue Erscheinungsformen. Die Reise durchs weibliche Dandytum beginnt mit Stendhal und geht über Théophile Gautier, Charles Baudelaire, Jules Barbey D’Aurevilly, Rachilde, Franziska zu Reventlow, Coco Chanel und die Popliteratur bis zu den Drag Kings.

 

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Festival | 12. Juni 2017 10:00 Uhr - an diversen Orten in Frankfurt am Main

Anne Frank, 1940

Anne-Frank-Tag

 Am 12. Juni 1929 wurde Anne Frank in Frankfurt geboren. Heute – mehr als 70 Jahre, nachdem sie von den Nazis ermordet wurde – gilt sie als die berühmteste Frankfurterin. In diesem Jahr wäre Anne Frank 88 Jahre alt geworden. Mit dem Anne-Frank-Tag möchte die Stadt Frankfurt am Main an Anne Frank erinnern und die Botschaft ihres weltberühmten Tagebuchs ins Zentrum des Gedenkens und des Engagements stellen.

Das Programm umfasst unter anderem die Aufführung einer Monooper des russischen Komponisten Grigori Frid aus dem Jahr 1966, Führungen durch die Westend-Synagoge, eine Führung durch Frankfurt auf den Spuren von Anne Franks sowie ein Podiumsgespräch mit Lena Gorelik (Schriftstellerin), Melissa Müller (Journalistin) und Lion Wasczyk (Schauspieler).

 

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Film | 12. Juni 2017 18:30 Uhr - Kino Orfeo's Erben, Hamburger Allee 45, Frankfurt am Main

Die Tunisreise

Der Maler Paul Klee hat, zusammen mit den Malern August Macke und Louis Moilliet, 1914 eine Reise nach Tunesien unternommen, die ihn nachhaltig beeinflusste. Nun folgt der tunesische Filmemacher und Maler Nacer Khemir in dem Film von Bruno Moll den Spuren Klees und lädt ein zu einer Entdeckungsreise in den Maghreb, hinein in die arabische Kultur.

 

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Vortrag | 20. Juni 2017 20:00 Uhr - Hessisches Literaturforum, Waldschmidtstr. 4, Frankfurt am Main

Paul Celan, 1938

Paul Celan – Dichter im Hier und Jetzt

Vortrag von Barbara Wiedemann


Paul Celan wurde 1920 in Czernowitz (Bukowina) als Sohn deutschsprachiger Juden geboren. 1942 wurden seine Eltern in ein deutsches Lager in der Ukraine deportiert und ermordet, er selbst musste Zwangsarbeit in Rumänien leisten. Nach seiner Entlassung im Februar 1944 zog Celan nach einigen Zwischenstationen 1948 nach Paris, wo er bis zu seinem Freitod 1970 lebte.

Celans Gedichte zeigen einen der Gegenwart Zugewandten. Ausgangspunkt ist das Hier und Jetzt: Österreichische Vergangenheitsvergessenheit ebenso wie die Atombewaffnung der Bundeswehr, der Krieg in Israel und der Antisemitismus von rechts und links im Mai '68, Kritiken und Plagiatvorwürfe mit antisemitischen Nuancen, Psychiatrieaufenthalte, Ereignisse in der Familie und Gespräche mit Zeitgenossen, aber auch aktuelle Lektüren.

 

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Konzert | Lesung | Gespräch | 22. Juni 2017 20:00 Uhr - an diversen Orten in Frankfurt am Main

Ilma Rakusa

Frankfurter Lyriktage 2017

22. Juni bis 1. Juli 2017


Die 5. Frankfurter Lyriktage versammeln Stimmen der deutschsprachigen und internationalen Gegenwartslyrik. Die 36 Lesungen und Gespräche geben einen Überblick über die Vielfalt der Lyrikszene von heute. Unter anderem werden Nora Gomringer, Jan Wagner, Marcus Roloff und Jan Kuhlbrodt ihre Texte präsentieren.

Gleich zu Beginn der Lyriktage steht die Situation von geflüchteten Dichtern im Fokus. Am 30.06. stellt die britische Autorin Lavinia Greenlaw ihre Dichtung dem deutschen Publikum vor, gefolgt von einer Gesprächsrunde zur Poesie aus der Türkei und Syrien. Daneben gibt es Veranstaltungen zur französischen (23.06.) und russischen Lyrik (26.06.). 

Den Abschluss bildet am 01.07. die „Frankfurter Lyriknacht“ im gerade erst wiedereröffneten Haus der Evangelischen Akademie Frankfurt, für die unter anderem Nico Bleutge, Ursula Krechel, Steffen Popp und Ilma Rakusa ihre Teilnahme zugesagt haben.

 

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Ausstellung | 6. April 2017 bis 31. Mai 2017 - f³ – freiraum für fotografie, Waldemarstraße 17, 10179 Berlin

© Nancy Borowick

Nancy Borowick: A Life In Death

Der neue Ausstellungsort „f³ – freiraum für fotografie“ präsentiert Ausstellungen internationaler Autorenfotografie. Initiatorin ist die Gesellschaft für Humanistische Fotografie (GfHF). Eröffnet wird der Ausstellungsort mit Nancy Borowicks Langzeitreportage „A Life In Death“ über das Leben ihrer an Krebs erkrankten Eltern. Die Fotografin begleitete sie über mehrere Jahre hinweg mit der Kamera. Nancy Borowick wurde 1985 in den USA geboren. Sie ist Absolventin des International Center for Photography (ICP) in New York und schloss ihr Studium der Anthropologie und Fotografie am Union College ab.

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Vortrag | Führung | 8. März 2017 bis 7. Juni 2017 - Deutsches Architekturmuseum, Schaumainkai 43, Frankfurt

Foto: Jessica Schäfer

stadt plus

Vorträge mit Ausstellungsrundgang im Architekturmuseum
mittwochs, 19 Uhr, ein halbe Stunde Vortrag, danach Ausstellungsrundgang
 

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Ausstellung | 18. Februar 2017 bis 25. Juni 2017 - MMK 1, Domstraße 10, 60311 Frankfurt am Main

Claudia Andujar, „Marcados“

Claudia Andujar: Morgen darf nicht gestern sein

Das Frankfurter Museum für Moderne Kunst (MMK) widmet der 1931 in der Schweiz geborenen, in São Paulo lebenden Fotografin Claudia Andujar eine umfangreiche Ausstellung. Seit Beginn der 1970er Jahre engagiert sich Andujar für die Yanomami, ein indigenes Volk, das im Amazonasgebiet im Norden Brasiliens lebt. Ihr Einsatz gipfelte Anfang der 1980er in einer Impfkampagne. Sie sollte die Volksgruppe vor Krankheiten schützen, die von Goldminenarbeitern ins Amazonasgebiet eingeschleppt wurden. Für die Impfkampagne porträtierte Claudia Andujar zahlreiche Yanomami. Die ursprünglich rein dokumentarischen Schwarzweißaufnahmen sind das Herzstück der Schau.

 

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Ausstellung | 3. Mai 2017 bis 30. Juni 2017 - Kai Middendorff Galerie, Niddastr. 64, 60329 Frankfurt a. M.

Franziska Kneidl. Passengers

Die Malerin Franziska Kneidl überrascht einmal mehr: Nach den mit Farbe bearbeiteten poetisch-sinnlichen Folienarrangements, die sie über Hula-Hoop-Reifen befestigte und damit ihre Malerei in die dritte Dimension brachte, steigert sie nun den Auftritt ihrer Figuren.

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Ausstellung | 26. April 2017 bis 2. Juli 2017 - Opelvillen Rüsselsheim, Ludwig-Dörfler-Allee 9, 65428 Rüsselsheim

© Tamara Grcic

Tamara Grcic: Have you been here before?

Die 1964 geborene Frankfurter Künstlerin Tamara Grcic zeigt in Rüsselsheim eine poetische Soundinstallation. Grcic hat Menschen unterschiedlicher Herkunft gebeten, ein Zimmer oder ein Haus zu beschreiben, das für sie Bedeutung hat. Zudem bat die Künstlerin ihre Gesprächspartner, ein Lied in ihrer Muttersprache zu singen. Syrisch, Äthiopisch, Russisch, Hebräisch, Griechisch und Deutsch sind nur einige der vertretenen Sprachen.

Aus dem gesammelten Tonmaterial hat Grcic dreizehn Tonstücke arrangiert, die nun die Räume der Opelvillen füllen. Die Tonsequenzen werden nicht übersetzt, und sie überlagern sich oft. Die Türen zwischen den einzelnen Räumen bleiben offen, so dass die Stimmen quasi wandern. Die Tonstücke fügen sich zu einem abstrakten Hörerlebnis, denn nur wenige Fragmente sind dem Besucher verständlich. Grcic ließ zudem farbige Folien vor die Fenster der Opelvillen hängen. So entsteht insbesondere im Sonnenlicht eine geradezu rauschhafte Farbstimmung, die den Besucher aus dem Alltag heraustreten lässt. (el)


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Ausstellung | 19. Mai 2017 bis 7. Juli 2017 - Deutscher Wetterdienst, Frankfurter Straße 135, 63067 Offenbach

Gerhard Lang, Cloud Walk 10

Gerhard Lang: NUBI TEMPORA Wolkenlandschaft

Gerhard Lang beschreibt sein Werk als „poetisierte Wissenschaft“. Im Sinne der Spaziergangswissenschaft nach Lucius Burckhardt arbeitet der Künstler mit der Methode des „minimalen Eingriffs“. 1963 geboren, lebt Gerhard Lang in Schloss-Nauses und London. Er studierte an der Kunsthochschule in Kassel und an der Slade School of Fine Art in London. Seit 1992 Lehrtätigkeit an Kunsthochschulen und Hochschulen für Architektur im In- und Ausland. Seine Arbeit präsentiert er regelmäßig in Vorträgen und auf Konferenzen.

 

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Konzert | 10. Mai 2017 bis 9. Juli 2017 - in Deutschland

Locomondo auf Tour

Vielen Kinobesuchern mag noch die Version des klassischen Liebeslieds „Frangosyriani“ im Ohr sein, die Fatih Akin 2009 in seinem Kinofilm „Soul Kitchen“ für den Soundtrack verwendet hat. Das Rembetiko-Stück aus dem Jahre 1935 stammt von Markos Vamvakaris (1905-1972), dem Bouzouki-Pionier, oft gehört beim „Griechen nebenan“. Locomondo unterlegte es mit einem Reggaerhythmus und machte zu einem Ohrwurm – und in Griechenland zu einem Sommerhit. Die acht Musiker um den vielsprachigen Frontmann Markos Koumaris verbinden Reggae, Ska, Dub, Rock und karibischen Sound mit traditionellen griechischen Musikelementen. Nun tourt die Band im Mai erneut durch Deutschland. (bick)

 

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Ausstellung | 18. Mai 2017 bis 10. August 2017 - Brückenstraße/Gutzkowstraße, Frankfurt-Sachsenhausen

Frankfurter Kunstsäule: Zeichnungen von Daniel Hartlaub

Im Herzen der Brückenstraße in Frankfurt-Sachsenhausen entsteht im Mai 2017 die Frankfurter Kunstsäule. Zwischen Altem Friedhof, Kinderspielplatz und Gutzkowstraße aufgestellt, bietet die Litfaßsäule Raum für Positionen der Gegenwartskunst. Dreimal im Jahr wird ein anderer Künstler sein Werk auf der Säule platzieren, die sowohl direkt bemalt, als auch mit unterschiedlichem Material beklebt werden kann. Den Anfang macht Daniel Hartlaub, der mit seiner Arbeit den Standort der Kunstsäule thematisieren will. Ein musikalischer Beitrag von Jan Peter Schwalm ergänzt die Präsentation.

 

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Ausstellung | 10. Juni 2017 bis 10. September 2017 - Kunstmuseum Basel

Otto Freundlich: Kosmischer Kommunismus

10. Juni bis 10. September 2017

Die erste Station dieser Retrospektive war das Kölner Museum Ludwig, das überaus gute Kritiken dafür einheimsen konnte, denn die gelungene Ausstellung konnte einen tiefen Einblick in das Werk dieses ungewöhnlichen Abstrakten bieten, der, obwohl er mit den wichtigsten Künstlern seiner Zeit bekannt war, stets seinen eigenen Weg ging. Seit 1924 in Paris lebend wurde Otto Freundlich, geb. 1878, zuerst als Deutscher in Frankreich interniert, dann 1943 von den Nazis in einem Transport von 1000 Juden deportiert und vermutlich am 9. März im KZ Lublin-Majdanek ermordet. Als „entartet“ diskreditiert setzte das Regime 1937 die Skulptur „Großer Kopf“ auf dem Titelblatt des Ausstellungsführers zur Propagandaschau „Entartete Kunst“. Bei der Vorbereitung der Retrospektive wurde durch Fotovergleich festgestellt, dass auf der Tour der Kopf durch eine negativ überzeichnete Skulptur ersetzt worden war. Seine leuchtend farbigen Gemälde und Gouachen haben zum Glück diese hässliche Zeit überlebt und lohnen eine intensive Betrachtung.

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erstellt am 09.9.2010