Konzert | Ausstellung | Lesung | Gespräch | Theater | 1. Juni 2017 - bundesweit

Francfort en français / Frankfurt auf Französisch

Juni 2017


Der Ehrengastauftritt Frankreichs auf der Frankfurter Buchmesse bildet zwar den Höhepunkt eines französischen Kulturjahrs in ganz Deutschland mit einem vielfältigen und spartenübergreifenden Programm, das gemeinsam mit dem Institut français Deutschland umgesetzt wird. Aber im gesamten Jahr 2017 werden mehr als 350 Veranstaltungen unter dem Label „Francfort en français / Frankfurt auf Französisch“  bundesweit stattfinden: Theater, aktuelle Musik, Bildende Kunst, Kino, Literaturbegegnungen und vieles mehr mit 250 beteiligten Künstlern und französischsprachigen Autoren. Vom 11. bis zum 15. Oktober 2017 ist Frankreich dann Ehrengast der 69. Frankfurter Buchmesse. Anders als vor 27 Jahren steht dann im Mittelpunkt des Ehrengastauftritts die französische Sprache und natürlich die französischsprachige Literatur.

 

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Konzert | Lesung | Gespräch | 22. Juni 2017 20:00 Uhr - an diversen Orten in Frankfurt am Main

Foto: Alexander Paul Englert

Frankfurter Lyriktage 2017

22. Juni bis 1. Juli 2017


Die 5. Frankfurter Lyriktage versammeln Stimmen der deutschsprachigen und internationalen Gegenwartslyrik. Die 36 Lesungen und Gespräche geben einen Überblick über die Vielfalt der Lyrikszene von heute. Unter anderem werden Nora Gomringer, Jan Wagner, Marcus Roloff und Jan Kuhlbrodt ihre Texte präsentieren.

Gleich zu Beginn der Lyriktage steht die Situation von geflüchteten Dichtern im Fokus. Am 30.06. stellt die britische Autorin Lavinia Greenlaw ihre Dichtung dem deutschen Publikum vor, gefolgt von einer Gesprächsrunde zur Poesie aus der Türkei und Syrien. Daneben gibt es Veranstaltungen zur französischen (23.06.) und russischen Lyrik (26.06.). 

Den Abschluss bildet am 01.07. die „Frankfurter Lyriknacht“ im gerade erst wiedereröffneten Haus der Evangelischen Akademie Frankfurt, für die unter anderem Nico Bleutge, Ursula Krechel, Steffen Popp und Ilma Rakusa ihre Teilnahme zugesagt haben.

 

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Lesung | 27. Juni 2017 18:00 Uhr - Goethe-Uni Frankfurt, Campus Westend, Hörsaalzentrum, Audimax (HZ1&2)

Michael Kleeberg

Michael Kleeberg: Besserem Verständniss. Ein Making-of

6. Juni | 13. Juni | 20. Juni | 27. Juni | 4. Juli 2017


Der 1959 geborene Schriftsteller, Essayist und Übersetzer Michael Kleeberg ist im Sommersemester 2017 Dozent der Frankfurter Poetikvorlesungen. Er wird zwischen dem 6. Juni und dem 4. Juli an fünf aufeinanderfolgenden Dienstagen über das literarische Schreiben, seine literarischen Orientierungspunkte und seine poetologischen An- und Einsichten sprechen.

 

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Gespräch | 28. Juni 2017 19:00 Uhr - Großer Saal der BHF-Bank, Bockenheimer Landstraße 10, Frankfurt am Main

Heiko Maas

Demokratie und Populismus im digitalen Zeitalter

Ein Gespräch zwischen Heiko Maas und Michel Friedman


In den USA ist ein Populist zum Präsidenten gewählt worden, und in vielen europäischen Staaten wird die Berichterstattung vor Wahlen von Spekulationen über das Abschneiden populistischer Parteien beherrscht. Gleichzeitig nehmen insbesondere im Internet Hassparolen, die Verbreitung von Fake News und der Einsatz von Bots zu. Dies führt zu einem gesellschaftlichen Klima von Verunsicherung und Gewalt. Viele fragen sich besorgt, welchen Einfluss das Internet auf Meinungsbildungsprozesse und demokratische Werte hat. Der Publizist und Moderator Michel Friedman diskutiert mit dem Bundesminister der Justiz und für Verbraucherschutz Heiko Maas über die Gefahr des Populismus und die Bedrohung demokratischer Werte im digitalen Zeitalter.

 

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Lesung | Gespräch | 29. Juni 2017 19:30 Uhr - Holzhausenschlösschen, Justinianstraße 5, Frankfurt am Main

Hermann Burger

Hermann Burger zum 75. Geburtstag

Am 10. Juli 2017 wäre der Schweizer Schriftsteller Hermann Burger 75 Jahre alt geworden. In Frankfurt wird sein Geburtstag vorab gefeiert, und es wird seiner gedacht. Über das Circensische, das Cimetrische, das Cigaristische im Werk von Hermann Burger sprechen: Der Literaturwissenschaftler und Herausgeber der achtbändigen Burger-Werkausgabe Dr. Simon Zumsteg und Hanne Kulessa. Dazu: Texte von Hermann Burger, Zaubereien von Luis Winckelmann und eine Fotografieausstellung von Isolde Ohlbaum. Zum Ausklang des Geburtstagsfestes lädt das Schweizerische Generalkonsulat Frankfurt am Main zu einem Empfang.

 

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Lesung | 6. Juli 2017 18:00 Uhr - Haus der Kulturen der Welt, John-Foster-Dulles-Allee 10, 10557 Berlin

Fiston Mwanza Mujila

9. Internationaler Literaturpreis – Haus der Kulturen der Welt 2017

Fest der Shortlist & Preisverleihung: Do, 6. Juli 2017, ab 18 Uhr


Das Haus der Kulturen der Welt und die Stiftung Elementarteilchen verleihen zum neunten Mal den Internationalen Literaturpreis für übersetze Gegenwartsliteraturen an ein Duo aus Autor und Übersetzer. 

Der Internationale Literaturpreis 2017 geht an den Autor Fiston Mwanza Mujila und die Übersetzerinnen Katharina Meyer und Lena Müller für den Roman „Tram 83“ und seine Übertragung aus dem Französischen.

 

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Lesung | Gespräch | 27. Juli 2017 14:30 Uhr - Literarisches Colloquium Berlin e.V. Am Sandwerder 5, 14109 Berlin

Sommerfest Babelsprech.International

Mehr als zwanzig junge internationale Lyriker treten am 27. und 28. Juli 2017 beim Sommerfest Babelsprech.International auf und verwandeln Villa und Garten des Literarischen Colloquiums Berlin unter dem Motto „Die Lyrik ist tot, es lebe die Lyrik“ in einen intermedialen und interdisziplinären Parcours – mit Lautpoesie, Videoinstallationen und Musik, Lesungen und Diskussionen.

 

 

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Ausstellung | 3. Mai 2017 bis 30. Juni 2017 - Kai Middendorff Galerie, Niddastr. 64, 60329 Frankfurt a. M.

Franziska Kneidl. Passengers

Die Malerin Franziska Kneidl überrascht einmal mehr: Nach den mit Farbe bearbeiteten poetisch-sinnlichen Folienarrangements, die sie über Hula-Hoop-Reifen befestigte und damit ihre Malerei in die dritte Dimension brachte, steigert sie nun den Auftritt ihrer Figuren.

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Ausstellung | 26. April 2017 bis 2. Juli 2017 - Opelvillen Rüsselsheim, Ludwig-Dörfler-Allee 9, 65428 Rüsselsheim

© Tamara Grcic

Tamara Grcic: Have you been here before?

Die 1964 geborene Frankfurter Künstlerin Tamara Grcic zeigt in Rüsselsheim eine poetische Soundinstallation. Grcic hat Menschen unterschiedlicher Herkunft gebeten, ein Zimmer oder ein Haus zu beschreiben, das für sie Bedeutung hat. Zudem bat die Künstlerin ihre Gesprächspartner, ein Lied in ihrer Muttersprache zu singen. Syrisch, Äthiopisch, Russisch, Hebräisch, Griechisch und Deutsch sind nur einige der vertretenen Sprachen.

Aus dem gesammelten Tonmaterial hat Grcic dreizehn Tonstücke arrangiert, die nun die Räume der Opelvillen füllen. Die Tonsequenzen werden nicht übersetzt, und sie überlagern sich oft. Die Türen zwischen den einzelnen Räumen bleiben offen, so dass die Stimmen quasi wandern. Die Tonstücke fügen sich zu einem abstrakten Hörerlebnis, denn nur wenige Fragmente sind dem Besucher verständlich. Grcic ließ zudem farbige Folien vor die Fenster der Opelvillen hängen. So entsteht insbesondere im Sonnenlicht eine geradezu rauschhafte Farbstimmung, die den Besucher aus dem Alltag heraustreten lässt. (el)


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Ausstellung | 29. Juni 2017 bis 2. Juli 2017 - European School of Design, Hamburger Allee 45 (im Hof), Frankfurt

© Line Krom

TANNER Dialog I: Line Krom und Norman Hildebrandt

Eröffnung: Donnerstag, 29. Juni 2017 um 19 Uhr


Zum Auftakt der neuen Ausstellungsreihe „TANNER Dialog“ präsentiert der Kunsthistoriker Ekkehard Tanner Zeichnungen von Line Krom und Norman Hildebrandt. Beide Künstler setzen sich mit der Sinnhaftigkeit der vom Effizienzgedanken beherrschten Verhältnisse auseinander. Ihr Unbehagen am Kunstbetrieb bringen sie auf je unterschiedliche Weise zum Ausdruck. So entgrenzt Krom die Gattung Zeichnung an sich, wohingegen Hildebrandt der klassischen Auffassung seines Mediums treu bleibt.

Dabei untersucht Krom in sinnlich nachvollziehbarer Weise, welche Auswirkungen Sparmaßnahmen auf die Trägerstrukturen von Kunst haben. Während Krom also das Kultursystem kritisch hinterfragt, entzieht sich Hildebrandt dessen als restriktiv empfundenen Zwängen, um neue Plattformen der Sichtbarmachung auszuloten. In seinem impulsiven zeichnerischen Werk geht es Hildebrandt darum, die Dinge nicht von ihrer Oberfläche her zu sehen, sondern emotional zu durchdringen.

 

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Ausstellung | 19. Mai 2017 bis 7. Juli 2017 - Deutscher Wetterdienst, Frankfurter Straße 135, 63067 Offenbach

Gerhard Lang, Cloud Walk 10

Gerhard Lang: NUBI TEMPORA Wolkenlandschaft

Gerhard Lang beschreibt sein Werk als „poetisierte Wissenschaft“. Im Sinne der Spaziergangswissenschaft nach Lucius Burckhardt arbeitet der Künstler mit der Methode des „minimalen Eingriffs“. 1963 geboren, lebt Gerhard Lang in Schloss-Nauses und London. Er studierte an der Kunsthochschule in Kassel und an der Slade School of Fine Art in London. Seit 1992 Lehrtätigkeit an Kunsthochschulen und Hochschulen für Architektur im In- und Ausland. Seine Arbeit präsentiert er regelmäßig in Vorträgen und auf Konferenzen.

 

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Konzert | 10. Mai 2017 bis 9. Juli 2017 - in Deutschland

Locomondo auf Tour

Vielen Kinobesuchern mag noch die Version des klassischen Liebeslieds „Frangosyriani“ im Ohr sein, die Fatih Akin 2009 in seinem Kinofilm „Soul Kitchen“ für den Soundtrack verwendet hat. Das Rembetiko-Stück aus dem Jahre 1935 stammt von Markos Vamvakaris (1905-1972), dem Bouzouki-Pionier, oft gehört beim „Griechen nebenan“. Locomondo unterlegte es mit einem Reggaerhythmus und machte zu einem Ohrwurm – und in Griechenland zu einem Sommerhit. Die acht Musiker um den vielsprachigen Frontmann Markos Koumaris verbinden Reggae, Ska, Dub, Rock und karibischen Sound mit traditionellen griechischen Musikelementen. Nun tourt die Band im Mai erneut durch Deutschland. (bick)

 

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Film | 12. Juli 2017 bis 15. Juli 2017 - Garten des Städel Museums, Schaumainkai 63, 60596 Frankfurt am Main

Sommerkino im Städel Garten

Sommerkino

In diesem Jahr lädt das Frankfurter Städel Museum bereits zum fünften Mal zum Sommerkino ein. Die Filmauswahl dreht sich diesmal um Fotografie – das Städel zeigt zeitgleich eine Ausstellung der Düsseldorfer Becher-Klasse. Michelangelo Antonionis „Blow-Up“ setzt die kultgewordene Paranoia eines Fotografen im London der „Swinging Sixties“ in Szene. Wim Wenders schickt in „Palermo Shooting“ einen Erfolgsfotografen auf Sinnsuche, während Christopher Nolan in „Memento“ den Kampf gegen das Vergessen mithilfe von Polaroids inszeniert.

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Ausstellung | 18. Mai 2017 bis 10. August 2017 - Brückenstraße/Gutzkowstraße, Frankfurt-Sachsenhausen

Frankfurter Kunstsäule: Zeichnungen von Daniel Hartlaub

Im Herzen der Brückenstraße in Frankfurt-Sachsenhausen entsteht im Mai 2017 die Frankfurter Kunstsäule. Zwischen Altem Friedhof, Kinderspielplatz und Gutzkowstraße aufgestellt, bietet die Litfaßsäule Raum für Positionen der Gegenwartskunst. Dreimal im Jahr wird ein anderer Künstler sein Werk auf der Säule platzieren, die sowohl direkt bemalt, als auch mit unterschiedlichem Material beklebt werden kann. Den Anfang macht Daniel Hartlaub, der mit seiner Arbeit den Standort der Kunstsäule thematisieren will. Ein musikalischer Beitrag von Jan Peter Schwalm ergänzt die Präsentation.

 

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Ausstellung | 1. Juni 2017 bis 27. August 2017 - Frankfurter Kunstverein, Markt 44, 60311 Frankfurt am Main

© Melanie Bonajo

Melanie Bonajo: Single Mother Songs from the End of Nature

Die 1978 geborene niederländische Künstlerin Melanie Bonajo hat den Frankfurter Kunstverein in eine psychedelische Landschaft verwandelt. In fünf aufwendig gestalteten Räumen nimmt der Besucher auf mitunter plüschigen Sitzgelegenheiten Platz, um Bonajos Videofilme zu sehen. Der Ausstellungsbesuch erfordert Zeit. Fast alle Filme sind länger als dreißig Minuten.

Der Film „Economy of Love“ ist in eine pinkfarben schimmernde Höhle integriert. Junge New Yorker Amateur-Sexarbeiterinnen erzählen darin von unkonventionellen Liebespraktiken und ihrer Einstellung zum Körper. Bild und Tonspur gehen dabei zuweilen getrennte Wege. So sieht man eine Gruppe von sieben nackten Männern und Frauen, die sich schrittweise übereinander legen. Ihre Körper sind angemalt. Zusammen bilden sie schließlich einen Regenbogen.

 

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Ausstellung | 10. Juni 2017 bis 10. September 2017 - Kunstmuseum Basel

Otto Freundlich: Kosmischer Kommunismus

10. Juni bis 10. September 2017

Die erste Station dieser Retrospektive war das Kölner Museum Ludwig, das überaus gute Kritiken dafür einheimsen konnte, denn die gelungene Ausstellung konnte einen tiefen Einblick in das Werk dieses ungewöhnlichen Abstrakten bieten, der, obwohl er mit den wichtigsten Künstlern seiner Zeit bekannt war, stets seinen eigenen Weg ging. Seit 1924 in Paris lebend wurde Otto Freundlich, geb. 1878, zuerst als Deutscher in Frankreich interniert, dann 1943 von den Nazis in einem Transport von 1000 Juden deportiert und vermutlich am 9. März im KZ Lublin-Majdanek ermordet. Als „entartet“ diskreditiert setzte das Regime 1937 die Skulptur „Großer Kopf“ auf dem Titelblatt des Ausstellungsführers zur Propagandaschau „Entartete Kunst“. Bei der Vorbereitung der Retrospektive wurde durch Fotovergleich festgestellt, dass auf der Tour der Kopf durch eine negativ überzeichnete Skulptur ersetzt worden war. Seine leuchtend farbigen Gemälde und Gouachen haben zum Glück diese hässliche Zeit überlebt und lohnen eine intensive Betrachtung.

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erstellt am 09.9.2010