Konzert | Ausstellung | Lesung | Gespräch | Theater | 1. Juli 2017 - bundesweit

Francfort en français / Frankfurt auf Französisch

Juli 2017


Der Ehrengastauftritt Frankreichs auf der Frankfurter Buchmesse bildet zwar den Höhepunkt eines französischen Kulturjahrs in ganz Deutschland mit einem vielfältigen und spartenübergreifenden Programm, das gemeinsam mit dem Institut français Deutschland umgesetzt wird. Aber im gesamten Jahr 2017 werden mehr als 350 Veranstaltungen unter dem Label „Francfort en français / Frankfurt auf Französisch“  bundesweit stattfinden: Theater, aktuelle Musik, Bildende Kunst, Kino, Literaturbegegnungen und vieles mehr mit 250 beteiligten Künstlern und französischsprachigen Autoren. Vom 11. bis zum 15. Oktober 2017 ist Frankreich dann Ehrengast der 69. Frankfurter Buchmesse. Anders als vor 27 Jahren steht dann im Mittelpunkt des Ehrengastauftritts die französische Sprache und natürlich die französischsprachige Literatur.

 

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Lesung | Gespräch | 27. Juli 2017 14:30 Uhr - Literarisches Colloquium Berlin e.V. Am Sandwerder 5, 14109 Berlin

Sommerfest Babelsprech.International

Mehr als zwanzig junge internationale Lyriker treten am 27. und 28. Juli 2017 beim Sommerfest Babelsprech.International auf und verwandeln Villa und Garten des Literarischen Colloquiums Berlin unter dem Motto „Die Lyrik ist tot, es lebe die Lyrik“ in einen intermedialen und interdisziplinären Parcours – mit Lautpoesie, Videoinstallationen und Musik, Lesungen und Diskussionen.

 

 

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Lesung | Gespräch | 17. August 2017 19:30 Uhr - Haus am Dom, Domplatz 3, 60311 Frankfurt am Main

Abb.: weissbooks.w

Nachrichten aus dem gelobten Land

Bei der Soirée werden die gesammelten Briefe der Anuta Sakheim aus Tel Aviv an ihren Sohn in New York vorgestellt: „Nachrichten aus dem gelobten Land“ – Dokumente einer Liebe in finsteren Zeiten, entstanden nach der Flucht aus Deutschland im Jahr 1933.

Die Moderation des Abends übernimmt Lisa Straßberger von der Katholischen Akademie Rabanus Maurus. Mitgestalten werden den Abend aber auch Marion Tiedtke (Chefdramaturgin Schauspiel Frankfurt), Alice von Lindenau (Schauspielerin) sowie DW Dreysse von der Initiative 9. November.

 

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Lesung | 18. August 2017 20:00 Uhr - Brentano-Bad (Haupteingang Rödelheimer Parkweg), Frankfurt am Main

Tilman Spreckelsen

Tilman Spreckelsen: Der Nordseeschwur

Der FAZ-Redakteur Tilman Spreckelsen liest im Frankfurter Brentano-Bad aus seinem neuen Theodor-Storm-Krimi „Der Nordseeschwur“.

Der Sturm der Freiheit bricht sich Bahn – zum großen Sängerfest strömen Tausende 1844 nach Bredstedt bei Husum. Aber Rechtsanwalt Theodor Storm und sein Schreiber Peter Söt wissen, dass dort gefährliche politische Reden gehalten werden. Über die erbitterten Kontroversen zwischen Deutschen, Dänen und Friesen berichten Spitzel bis nach Kopenhagen, Wien und Berlin. Dann, mitten auf dem Fest, ein Mord. Wer ist darin verstrickt – etwa auch Theodor Storm selbst?

 

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Lesung | 25. August 2017 19:00 Uhr - Evangelische Kirche Hochstadt, Hauptstr.4, 63477 Maintal

Maren Kames

7. Hochstädter Lyriknacht

Die Hochstädter Lyriknacht in Erinnerung an Horst Bingel gibt es seit 2010. Mehrere namhafte Lyriker, aber auch jugendliche Debütanten stellen ihre Gedichte vor. Die Lesungen werden von Musik begleitet, und in der Pause bleibt bei einem kleinen Imbiss ausreichend Zeit für Gespräche.

Es lesen: Michael Buselmeier, Carolin Callies, Maren Kames, José F. A. Oliver, Alexander Pfeiffer, Lisa Goldschmidt und Louisa Arndt. Harry Oberländer moderiert.

 

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Ausstellung | 18. Mai 2017 bis 10. August 2017 - Brückenstraße/Gutzkowstraße, Frankfurt-Sachsenhausen

Frankfurter Kunstsäule: Zeichnungen von Daniel Hartlaub

Im Herzen der Brückenstraße in Frankfurt-Sachsenhausen entsteht im Mai 2017 die Frankfurter Kunstsäule. Zwischen Altem Friedhof, Kinderspielplatz und Gutzkowstraße aufgestellt, bietet die Litfaßsäule Raum für Positionen der Gegenwartskunst. Dreimal im Jahr wird ein anderer Künstler sein Werk auf der Säule platzieren, die sowohl direkt bemalt, als auch mit unterschiedlichem Material beklebt werden kann. Den Anfang macht Daniel Hartlaub, der mit seiner Arbeit den Standort der Kunstsäule thematisieren will. Ein musikalischer Beitrag von Jan Peter Schwalm ergänzt die Präsentation.

 

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Film | 21. Juli 2017 bis 13. August 2017 - Haus am Dom, Domplatz 3, 60311 Frankfurt am Main

Filmstill „Ich, Daniel Blake“

Open-Air-Kino auf dem Dach

Täglich um 20.30 Uhr werden auf der Dachterrasse des Frankfurter Hauses am Dom aktuelle Spielfilme und Dokumentationen gezeigt.

Den Auftakt macht die französische Komödie „Frühstück bei Monsieur Henri“. Gezeigt werden auch der Film „Vor der Morgenröte“ von Maria Schrader, der Episoden aus dem Leben des Dichters Stefan Zweig im Exil zeigt, der Debütfilm „Mustang“ von Deniz Gamze Ergüven über fünf Schwestern in der anatolischen Provinz, die Tragikomödie „Paterson“ von Jim Jarmusch und Ken Loachs Sozialdrama „Ich, Daniel Blake“.

Von der amerikanischen Bürgerrechtsbewegung erzählt die Doku-Collage „I Am Not Your Negro“, über die Selbstreflexionen des Kommunikationsdesigners Stefan Sagmeister berichtet „The Happy Film“ und über Antworten auf den globalen ökologischen Kollaps „Tomorrow – die Welt ist voller Lösungen“.

 

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Ausstellung | 1. Juni 2017 bis 27. August 2017 - Frankfurter Kunstverein, Markt 44, 60311 Frankfurt am Main

© Melanie Bonajo

Melanie Bonajo: Single Mother Songs from the End of Nature

Die 1978 geborene niederländische Künstlerin Melanie Bonajo hat den Frankfurter Kunstverein in eine psychedelische Landschaft verwandelt. In fünf aufwendig gestalteten Räumen nimmt der Besucher auf mitunter plüschigen Sitzgelegenheiten Platz, um Bonajos Videofilme zu sehen. Der Ausstellungsbesuch erfordert Zeit. Fast alle Filme sind länger als dreißig Minuten.

Der Film „Economy of Love“ ist in eine pinkfarben schimmernde Höhle integriert. Junge New Yorker Amateur-Sexarbeiterinnen erzählen darin von unkonventionellen Liebespraktiken und ihrer Einstellung zum Körper. Bild und Tonspur gehen dabei zuweilen getrennte Wege. So sieht man eine Gruppe von sieben nackten Männern und Frauen, die sich schrittweise übereinander legen. Ihre Körper sind angemalt. Zusammen bilden sie schließlich einen Regenbogen.

 

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Ausstellung | 30. Juli 2017 bis 3. September 2017 - Parkanlage Bürgerhaus Mörfelden, Blumenstr./Ecke Parkstr.

Felix Rombach, Portal, 2011

20. Skulpturenpark Mörfelden-Walldorf

Eröffnung: Sonntag, 30. Juli 2017, 11 Uhr


In diesem Jahr stehen Künstler und Künstlerinnen einer zumeist jüngeren Generation – Absolventen und Studierende der renommierten Akademien und Hochschulen in Frankfurt (Städelschule), Offenbach (HfG), Düsseldorf, Karlsruhe und Nürnberg – im Zentrum der Open-Air-Skulpturenschau. Zu entdecken sind zehn Positionen der Skulptur, Plastik, Installation und Objektkunst von Jules Andrieu, Lars Karl Becker, Merja Herzog-Hellstén, Isabell Hofmann, Peter Müller, Emilia Neumann, Marco Poblete Young, Felix Rombach, Waldemar Scheck und Lukas Sünder. Am Eröffnungstag spricht Isa Bickmann zu den Werken der ausstellenden Künstler und Künstlerinnen.

 

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Ausstellung | 10. Juni 2017 bis 10. September 2017 - Kunstmuseum Basel

Otto Freundlich: Kosmischer Kommunismus

10. Juni bis 10. September 2017

Die erste Station dieser Retrospektive war das Kölner Museum Ludwig, das überaus gute Kritiken dafür einheimsen konnte, denn die gelungene Ausstellung konnte einen tiefen Einblick in das Werk dieses ungewöhnlichen Abstrakten bieten, der, obwohl er mit den wichtigsten Künstlern seiner Zeit bekannt war, stets seinen eigenen Weg ging. Seit 1924 in Paris lebend wurde Otto Freundlich, geb. 1878, zuerst als Deutscher in Frankreich interniert, dann 1943 von den Nazis in einem Transport von 1000 Juden deportiert und vermutlich am 9. März im KZ Lublin-Majdanek ermordet. Als „entartet“ diskreditiert setzte das Regime 1937 die Skulptur „Großer Kopf“ auf dem Titelblatt des Ausstellungsführers zur Propagandaschau „Entartete Kunst“. Bei der Vorbereitung der Retrospektive wurde durch Fotovergleich festgestellt, dass auf der Tour der Kopf durch eine negativ überzeichnete Skulptur ersetzt worden war. Seine leuchtend farbigen Gemälde und Gouachen haben zum Glück diese hässliche Zeit überlebt und lohnen eine intensive Betrachtung.

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Ausstellung | 22. Juni 2017 bis 10. September 2017 - Städel Museum, Schaumainkai 63, 60596 Frankfurt am Main

Odilon Redon, Pégase captif, 1889

Géricault bis Toulouse-Lautrec

Französische Lithografien des 19. Jahrhunderts


Das Städel Museum zeigt rund neunzig Lithografien aus der hauseigenen Graphischen Sammlung. Zuletzt wurden die kostbaren und lichtempfindlichen Blätter 1989 im Städel präsentiert. Inzwischen sind einige Neuerwerbungen hinzugekommen.

Die Schau macht die rasante künstlerische Weiterentwicklung der Lithografie im 19. Jahrhundert nachvollziehbar. Das älteste Blatt stammt aus dem Jahr 1818. Théodore Géricault stellt darauf Soldaten der napoleonischen Armee dar, die vom gescheiterten Russland-Feldzug zurückkehren. Francisco de Goya ist mit einer späten Lithografie aus dem Jahr 1825 vertreten. Sie zeigt eine Stierkampfszene in Bordeaux.

Eugène Delacroix gilt als Vertreter einer sinnlichen, düsteren Romantik. Das Städel zeigt unter anderem seine Illustrationen zu Shakespeares Dramen „Macbeth“ und „Hamlet“ sowie einige „Faust“-Lithografien aus den 1820er Jahren. In der Ausstellung begegnet man einer lithografischen Fassung von Édouard Manets berühmtem Gemälde „Die Hinrichtung Kaiser Maximilians“ sowie sechs weiteren Blättern Manets. Ins 20. Jahrhundert weisen die schon fast surrealistischen Lithografien von Odilon Redon.

 

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erstellt am 09.9.2010