Auszug

Kamîl, der Dorftrottel

Von Alawiyya Sobh, aus dem Arabischen von Leila Chammaa

Die Freude an der Duldsamkeit aber hatte auch ihre Grenzen. Dann nämlich, wenn Nabîha in der Fleischerei auftauchte und Abu Jûssuf sie, lüstern seinen Schnurrbart zwirbelnd, buchstäblich mit den Augen vernaschte.
»Immer hereinspaziert, Verehrteste!«, säuselte er sichtlich erfreut, das Messer in der Hand. »Stets zu Diensten, schöne Frau! Was darf’s denn Gutes sein? Dir erfülle ich doch jeden Wunsch mit dem allergrößten Vergnügen!«
Nabîha, jene Dame, die, nichts für ungut, das Bettlaken ordentlich in die Ritze zu stopfen pflegte, damit es, nichts für ungut, auch ja nicht wieder rausflutschte, ließ sich nicht zweimal auffordern, ihre Bitte zu äußern.
»Mir ist nach einem Stück Lende, nichts für ungut. Ja, genau, von da unten, nichts für ungut. Es kann aber auch von woanders sein. Auf jeden Fall soll’s junges, zartes Fleisch sein, nichts für ungut. Aber da bist du ja der Fachmann. Du weißt am allerbesten, wo die appetitlichsten Stellen sitzen, nichts für ungut. Ja, stich mit deinem Messer ruhig noch tiefer rein, nichts für ungut. Und lass unbedingt das Fett dran. Schließlich will ich nachher auch mit Genuss reinbeißen, nichts für ungut.«
Umm Jûssuf brauchte Nabîhas »nichts für ungut« nur zu hören, und schon kriegte sie Zustände. Wutschäumend lief sie im Haus auf und ab und platzte schließlich, wenn sie es nicht mehr aushielt, in die Metzgerei hinein.
»Na, Abu Jûssuf«, sagte sie mit übertrieben sanfter Stimme als fürsorgliche Ehefrau, »brauchst du was? Kann ich irgendetwas für dich tun?«
»Herrgott noch mal!«, brüllte er sie, mitten aus seinem Flirt gerissen, mit erhobenem Beil an. »Du raubst mir noch den letzten Nerv! Zum Teufel mit dir! Hab ich dich vielleicht gerufen? Nein! Also verschwinde und lass mich gefälligst arbeiten!«
Wütend zog sich Umm Jussuf zurück. Die Sache ließ ihr keine Ruhe. Doch eines Tages geschah etwas, das wie Balsam für ihre Seele war. Kamîl, der Dorftrottel, stellte die verhasste Rivalin in aller Öffentlichkeit bloß. Und mit ihr vier, fünf andere Frauen, denen sie schon von weitem anmerkte, dass sie auf Abu Jûssuf scharf waren.
»Tja!«, sagte sie hämisch zu ihrem Mann. »Es war mir schon immer klar, dass Nabîha keinen Anstand besitzt! Schließlich bin ich ja nicht blind!«
Kamîl hatte plötzlich eine seltsame Angewohnheit entwickelt. Sobald ihm bestimmte Frauen aus dem Ort, darunter auch Nabîha, auf dem Dorfplatz über den Weg liefen, ließ er in null Komma nichts die Hose fallen und fasste sich, in dreckstarrender Unterhose vor ihnen stehend, ans Glied.
»K.k.k.k.k.kkomm her!«, stotterte er laut, sodass jeder es hören konnte. »W.w.w.willst du nicht w.w.w.w.wwieder mal m.m.m.m.m.mmit mmmir spppielen?«
Verschwinde, du Scheißkerl!«, keiften die Angesprochenen ihn an. »V.v.v.v.v.vverschwinde!«, wiederholte er. »Pfui Teufel!«, fluchte Abu Jûssuf verächtlich, als seine Frau ihm brühwarm erzählte, welcher Schande Nabîha bezichtigt wurde. Aber es schmälerte, anders als von Umm Jûssuf beabsichtigt, sein Interesse an der Berüchtigten nicht. Ganz im Gegenteil. Seither blitzte in seinen Augen bei jeder Begegnung mit ihr erst recht die Wollust auf. Die Tatsache, dass Umm Jûssuf ihr mangelnden Anstand attestierte, schürte sein Verlangen nach der Dame Nichts-für-ungut nur umso mehr. Insgeheim rieb er sich siegesgewiss die Hände, denn das Objekt seiner Begierde war, nach dem Vorfall zu urteilen, keineswegs so schwer zu erobern, wie er immer gedacht hatte. Von der wählerischen Sorte, so folgerte er, schien sie nicht gerade zu sein, wenn schon Kamîl bei ihr gelandet war. Kamîl, dieser zerlumpte, nach Verwesung stinkende Penner vom Friedhof, dem ständig der Sabber in langen Fäden aus dem Mund hing und der so hohl im Kopf war, dass er alles, was man ihm sagte, wie ein Echo zurückwarf und dabei völlig bekloppt in den Himmel guckte, als suchte er da oben etwas. Da Nabîha sich offensichtlich nicht zu gut war, es mit so einem Widerling zu treiben, würde sie ihn, den attraktiven Abu Jûssuf, bestimmt nicht von der Bettkante stoßen. Immerhin hatte er oft genug im Geschäft kundgetan, dass er mit dem Geld, das er regelmäßig von seinem Sohn aus Saudi-Arabien bekam, allemal in der Lage war, sich für schlappe fünf Dollar eine Zeitehe mit der schönsten Witwe oder Geschiedenen weit und breit zu leisten. Selbstherrlich schwang er solche Reden, sogar in Gegenwart seiner Frau. Und die verbat sich das nicht etwa, sondern fand daran auch noch Gefallen. Nicht nur das. Nein, sie prahlte selbst bei jeder Gelegenheit mit ihrem Mann. Damit, dass er so überaus beliebt und dass er mit seiner jugendlichen Frische und seinen strahlend blauen Augen einfach unwiderstehlich sei. Und seine Äußerungen, redete sie sich ein, seien ja nur im Scherz so dahingesagt. Schließlich würde er sich mit seinem ausgeprägten Ehrgefühl und Stolz die Frauen schon vom Leib zu halten wissen, auch wenn er sich gelegentlich von der einen oder anderen angezogen fühlte.
Unerschütterlich an diesem Glauben festhaltend, wiegte sie sich in Sicherheit und ließ keine Zweifel aufkommen, wohl aus Angst, bei gründlicherem Nachdenken vielleicht zu einem anderen Schluss zu gelangen. Dem nämlich, dass Abu Jûssuf nicht nur dummes Geschwätz von sich gab, sondern es bitter ernst meinte. Nabîhas Mutter dagegen, die, nach einem Schlaganfall ans Bett gefesselt, im Souterrain lag, den sie zusammen mit ihrer Tochter bewohnte, traute ihrer Wahrnehmung sehr wohl. Sie wusste, dass sie sich in jener Nacht nichts eingebildet, sondern gehört hatte, was in Wirklichkeit passierte. Sie wusste genau, was zwischen ihrer Tochter und Kamîl vonstatten ging. Um Einhalt zu gebieten, hatte sie versucht, Kopf und Hand zu heben, und aus Leibeskräften gerufen:
»Nabîîîhaaaa!«
Vergeblich. Sie bekam keine Antwort.
Jene wälzte sich nämlich, von der Kranken nur durch ein Fenster getrennt, nebenan im Hof – mit Kamîl.
Kurz vorher hatte sie noch auf der Steinbank am Straßenrand neben dem Eingang zum Kellerraum gesessen. Eine Hand nachdenklich an der Wange, lauschte sie dem Quaken der Frösche, das durch die friedliche Nacht hallte und in das sich gelegentlich störend von drinnen das Ächzen ihrer Mutter mischte. Getaucht in tiefe Dunkelheit, das Gemüt von dem ewig tristen Alleinsein getrübt, gärte in Nabîha das Verlangen nach einer zärtlichen Berührung, und sei es nur ein leichtes Tätscheln am Rücken, als Kamîl vom Friedhof daherkam. Kaum hatte sie ihn gesehen, muss ihr wohl der Teufel etwas eingeflüstert haben. Ein verführerischer Gedanke schoß ihr durch den Kopf.
»Ach, du bist es, Kamîl!«, begrüßte sie ihn, als er zum Himmel stinkend und mit triefendem Speichel vor ihr stehen blieb. »Mann, hast du mir einen Schreck eingejagt!«
»Schreck eing.g.g.g.g.ggejagt«, grinste er, sich den verlausten Kopf und Körper kratzend.
»Komm mit!«, forderte sie ihn auf.
»M.m.m.mitk.k.k.k.k.kkommen?« »Ja, komm mit«, wiederholte sie und nahm ihn an die Hand.
»Aber sei still. Psst!«
Auf Zehenspitzen schlich sie, ihn im Schlepptau, die Treppen hinab quer durch den vom ohrenbetäubenden Schnarchen ihrer Mutter bebenden Raum in einen dunklen Winkel, wo sie ihm in Windeseile die Kleider vom Leib riss. Die Sachen angewidert auf den Boden schleudernd, stieß sie Kamîl ins Badezimmer, folgte ihm hinein, zog hinter sich schnell die knarrende Holztür zu und schloss von innen ab.
»So, jetzt kommt der ganze Dreck mal runter!«, bestimmte sie. »Stell dich da hin!«,
»Verflucht noch mal!«, keuchte sie, vom anstrengenden Schrubben außer Atem. »Wie kann man nur so stinken! Sag mal, wäschst du dich denn nie?«
»V.v.v.v.v.vverflucht.«
»Pst. Sei still! Meine Mutter hört uns noch.«
»M.M.M.M.MMutter hört uns n.n.n.noch.«
»Ruhig! Sei still!«, befahl sie und kniff ihm kräftig in die Seite. »Psst!«
»Psssssssssst.«
»Ja doch, du Mistkerl! Sei leise! Flüstern sollst du. Flüstern!« »F.f.f.f.f.f.fflüstern.«
»Menschenskind, flüstern habe ich gesagt!«
Mit grobem Griff wischte sie ihm den Speichel von den Lippen und sich die Hand am Kleid ab. Als Zeichen, dass er ja keinen Mucks von sich geben solle, legte sie ihm warnend den Zeigefinger an den Mund. Dann kniete sie sich vor ihm hin und reinigte sein Glied mit Schwamm und viel Seife.
»Das haben Kawâkib und Dîba auch gemacht. Aber die Schlampe von Nagîba hat mich nicht gebadet, als sie mit mir gespielt hat«, stotterte er kichernd.
»Du darfst nie irgendjemandem erzählen, dass ich dich ausgezogen und gebadet habe. Und auch nicht, dass wir zusammen gespielt haben. Hörst du!
Ich bringe dich um!« »B.b.b.b.b.b.bbringe d.d.d.d.d.d.ddich um.«
»Ja, genau. Ich bringe dich um. Dann werfe ich dich in ein Grab und schütte dich mit Erde zu. Und dann gute Nacht.«
»G.g.g.g.g.ggute N.N.Nacht.«
»Ja, dann wirst du für immer schlafen. Aber vorher spielen wir noch ein bisschen miteinander.«
»Spielen w.w.wie mit D.D.D.D.D.DDiba und K.K.K.K.K.KKawakib und N.N.Nagiba und . . .«
Alle anderen Namen blieben ihm unausgesprochen in der Kehle stecken, als Nabîha ihm mit einer Ladung kaltem Wasser aus der roten Plastikkanne den Schaum vom Kopf spülte. »Du frierst ja! Nicht so schlimm. Gleich wird dir ganz warm, Kamîl.«
»G.g.g.g.g.gganz w.w.warm, K.K.K.K.KKamil.«
»Ja, ich wärme dich gleich schon auf«, versprach sie, während sie ihn abtrocknete, schlang ihm dann das nasse Badetuch um und führte ihn an der Hand hinaus. Im Hof unter freiem Himmel auf der Bank ausgestreckt und das Kleid bis über die Brust hochgezogen, strich ihr die angenehm kühle Septemberluft um Beine und Unterleib.
»Komm her!«, zerrte sie ihn an sich und riss ihm das Frotteetuch vom Körper. Kichernd legte er sich auf sie. »Hier, nimm das, Kamîl«, flüsterte sie, den Kopf leicht angehoben, und schob ihm die Brust in den Mund. »Ja, gut so, Kamîl. Und jetzt lutschen.« »Ja, saug! Ein bisschen kräftiger. Noch kräftiger!« »K.k.k.k.k.k.kkräftiger!«
»Ja! Aber red nicht so laut, Mensch! Meine Mutter wacht noch auf!« »Schneller, Mann! Streng dich an!«, schimpfte sie und gab ihm einen Klaps auf den Hinterkopf. »Nimm sie zwischen die Zähne und beiß zu. Ja, gut! Nicht so doll! Ja, so ist gut, Kamîl! Ja, Kamîl, weiter, mach weiter!«
»Fester! Gut! O, ja! Ja, mehr! Weiter!«
»Und jetzt fass da hin!«
Hechelnd führte sie sich seine Hand zwischen die Schenkel.
»Ja, genau, dahin. Und jetzt die Finger bewegen.« »F.F.F.F.F.F.FFinger b.b.b.b.b.b.bbewegen!« »Ja, verflucht! Beweg die Finger. Stell dich doch nicht so blöd an! Reiben sollst du! Jetzt reib doch endlich! Ja so, immer rauf und runter, rauf und runter!«
»O, ja, gut! Weiter, weiter!«
»Mensch, Kamîl!«, staunte sie mit großen Augen, als sie sein Glied in die Hand nahm. »Der ist ja riesig! Du hast ja wirklich was zu bieten! Und ich dachte immer, du hast nichts in der Hose!«
»Schieb ihn da rein, Kamîl!«
»D.d.d.d.d.d.dda rein.« »Ja, nun mach schon! Du sollst ihn reinschieben! Weiter! Noch mehr!«
»N.N.noch mehr.«
»Ja, Mensch, tiefer!«
»W.w.w.w.w.wwie bei N.N.Nagîba?«
»Ja, doch, ganz rein, komm!«
Von dem Wortwechsel und Gestçhne wachte die Mutter auf und rief, kaum hatte sie die Augen aufgeschlagen, ihre Tochter. Die aber reagierte nicht. Erst sorgte sie noch dafür, dass sie von Kamîl bekam, was sie wollte, warf ihm dann die Kleider wieder über, riss die Haustür auf und stieß ihn hinaus auf die Straße. »Verschwinde!«, schrie sie ihm hinterher. »Und wenn du nur ein Wort darüber verlierst, bringe ich dich um.«
Kamîl hat auch tatsächlich nie ein Wort darüber verloren. Doch er tat etwas anderes. Sobald er ihr, Nagîba, Kawâkib oder Dîba unterwegs begegnete, knöpfte er auf der Stelle die Hose auf. »K.k.k.k.k.kkomm!«, rief er aufgeregt. »Ich w.w.w.w.wwill sp.p.pielen, w.w.w.w.w.wwie letztes M.M.Mal!«
»Was machst du da, Kamîl?«, erkundigte sich ein Mann, als er einmal, wild mit den Armen fuchtelnd, auf dem Platz vor der Moschee stand.
»Ich f.f.f.f.f.ffliege ein F.F.Flugzeug.«
»Wirklich? Wohin soll’s denn gehen? Wo wirst du landen?«
»Ich f.f.f.f.f.ffliege zu K.K.K.K.K.KKawâkib und D.D.D.D.DDîba und N.N.Nagîba und N.N.Nabîha g.g.g.g.ggenau auf d.d.d.d.dden P.P.P.P.PPopo. Soooooo schön g.g.g.g.ggroß sind d.d.die!«, wieherte er vor Lachen und machte eine obszöne Geste.
Im Laufe des Krieges legte sich Kamîls Sprachstörung. Das Stottern ließ allmählich nach, er konnte sich ungehemmter und flüssiger ausdrücken. Durch die vielen Menschen, die nun auf der Flucht vor Zerstörung und Tod aus Beirut in den Ort kamen, hatte er nämlich auf einmal so viel Gelegenheit zu reden wie nie zuvor. Ständig im Austausch mit Leuten, mauserte er sich bald vom einsamen Vagabunden zum umschwärmten Alleinunterhalter.

Alle liebten ihn und rissen sich darum, ihn für einen geselligen Abend auf ihrem Balkon zu gewinnen. Kamîl, die reinste Stimmungskanone, konnte jeden zum Lachen bringen. Und dafür wurde er überall großzügig beköstigt. Leib und Seele vom guten, regelmäßigen Essen gestärkt, wurde er zunehmend selbstsicherer und gesprächiger. Zwei Dinge aber blieben unverändert. Nach wie vor kratzte er sich unablässig Kopf und Körper. Und nach wie vor zog er sich andauernd die rutschende Hose hoch.
Derweil schwitzte Nabîha in böser Vorahnung Blut und Wasser. Doch unweigerlich trat das Befürchtete ein. Eines Tages erzählte Kamîl zur allgemeinen Belustigung, wie er sich mit ihr vergnügt hatte, worauf sie die Nerven verlor und ihn verdrosch.
»Das ist eine gemeine Lüge, Abu Jûssuf!«, stritt sie alles heulend ab. »Von diesem Schwachkopf soll ich mich zu so etwas haben verleiten lassen? Ausgerechnet ich? Ich, die nicht einmal unreine Gedanken hat? Ich versinke doch schon im Boden, wenn mir nur mal aus Versehen ein zweideutiges Wort rausrutscht. Und da soll ich mir so eine ungeheuerliche Schande leisten? Und noch mit diesem widerlichen Kamîl? Großer Gott, nein!
«Geheult hat sie ebenfalls, als Abu Jûssuf sie auf Zeit heiratete. Aber auch in der bewussten Nacht, kaum war Kamîl wieder aus dem Haus, allerdings nicht vor Glück, sondern vor Zorn.
Sie stürzte sich auf ihre Mutter, weil diese ihr mit ihrem Rufen genau im unpassendsten Moment in die Quere gekommen war.
»Du treibst mich noch in den Wahnsinn, Mama!«, schrie sie unter Tränen und fiel prügelnd über sie her. »Du bist an allem schuld!«, schluchzte sie, ihr wahllos auf Gesicht, Brust, Bauch und Beine schlagend. »Du hast mich so weit gebracht, dass ich es nötig habe, mich so einem Dreckskerl hinzugeben! Du hast mir mein Leben verpfuscht! Wann habe ich endlich meine Ruhe vor dir? Wann krepierst du endlich? Sag! Wann?«
Wie von Sinnen brüllte sie die Wehrlose an und verlor schließlich ganz die Beherrschung. In blindem Zorn packte sie deren Kopf und schlug ihn mit aller Wucht auf den Boden, immer und immer wieder, bis sie, von den Tränen der Misshandelten aufgerüttelt, einhielt.

Auszug, mit freundlicher Genehmigung des Suhrkamp Verlags, Berlin.

erstellt am 30.1.2012

Alawiyya Sobh, Foto: Wolfgang Becker
Alawiyya Sobh, Foto: Wolfgang Becker

Audio-Auszug aus: Alawiyya Sobh, Marjams Geschichten
Lesung im Rahmen der Arabischen Literaturtage v. 20.1.2012 im Literaturhaus Frankfurt

Der deutsche Textauszug wurde gelesen von Stéphane Bittoun.

Originalauszug gelesen von Alawiyya Sobh

Alawiyya Sobh
Marjams Geschichten
Aus dem Arabischen
von Leila Chammaa
Suhrkamp Verlag, Berlin

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Indem sie die Tragik ebenso wie Lebensgier, Hoffnung und Sehnsucht einer Vielzahl meist weiblicher Gestalten im Laufe dreier Generationen vergegenwärtigt, entwirft Alawiyya Sobh, konzentriert auf Beirut, ein schmerzendes, kraftvoll und freizügig gehaltenes »Schlachtengemälde« des Nahen Ostens. Mit Marjams Geschichten hat sie großes Aufsehen in der arabischen Welt erregt.