B i o S o ni e – Erinnerung als Klang

Hier ein kurzer Audio-Ausschnitt aus dem Stück:
BioSonie

Was erinnern wir akustisch? Und Wie kann das überhaupt erinnert werden? Gibt es eine Kunst, die dieser Möglichkeit Rechnung trägt? Welches andere MenschenBild vermittelt sich dadurch, oder besser; wird dadurch erzeugt? Haben Räume auch „klingende“ Erinnerungen? Kann „organisierter Klang“ (was ja auch ein anderes Wort für komponierte Musik sein kann) eine Perspektive (auch Lebens-Perspektive) entwerfen?

In der Zeit des Projektes „Lebensentwürfe“ vom im Jahr 2007 wurde im Haus im Park (Bremen) ein MusikLabor eingerichtet.
Die Besucher hatten dort die Möglichkeit, für sie wichtige KLINGENDE Dokumente und Erinnerungen ihrer eigenen BioSonie (eben in Ergänzung zur BioGraphie) anzugeben:

Das konnte geschehen durch schon vorhandene Ton-Dokumente (CD, LP, MC etc.) oder Sie konnten direkt im MusikLabor von ihren klingenden Erinnerungen erzählen oder sie nachmachen.
Eine Recherche nach evtl. „verlorenen“ Dokumenten war natürlich auch möglich.

Aus allen diesen Beiträgen wurde ein großes Hör-Stück erstellt – eine Sammlung klingender Erinnerungen aller Beteiligten. Das Stück wurde am 8. Dezember 2007, bei der großen Abschlussveranstaltung des Projekts im Haus im Park, uraufgeführt.

Erinnerung als Klang. Ein Projekt von Christoph Ogiermann
Klangregie: Michael Rebhahn
6 Kanal Elektronik, ca. 60'

erstellt am 01.9.2011