Wirtschaft in Dubai

Silberstreif am Schuldenhorizont

Von Michael Backfisch

Selten ging ein Plan so schief wie das Schulden-Kalkül der Regierung von Dubai. Am späten Nachmittag des 25. November 2009 baten die Behörden des Emirats um einen Teil-Zahlungsaufschub für den mit insgesamt 59 Milliarden Dollar belasteten Staatskonzern Dubai World. Dubai World, das ist die Finanzkrake, die sich an der amerikanischen Kasinogesellschaft MGM Mirage beteiligt hatte. Auch der Immobilienriese Nakheel hing mit drin – jene Entwicklungsgesellschaft, die gigantomanische Inselprojekte wie The Palms, The World und The Universe in den Persischen Golf zaubern wollte und sich dabei völlig übernahm.(1) 26 Milliarden Dollar sollten sechs Monate später als vereinbart zurückgezahlt werden, lautete der Dubaier SOS-Notruf. Die Rechnung war einfach: Das Land befand sich geistig schon in der Ferienwoche rund um das islamische Opferfest. Nach einigen Tagen hätten die Gläubiger die bittere Pille geschluckt, dachten die Scheichs.

Weit gefehlt! Keine 24 Stunden später krachten die Börsen weltweit in den Keller. Das mit mehr als 100 Milliarden Dollar(2) in der Kreide stehende Dubai gewann für die internationalen Investoren eine Bedeutung, die weit über das klamme Emirat hinausreichte: Mit der Bitte um ein Schuldenmoratorium verbreitete sich die Schocknachricht, dass die Finanzkrise noch nicht überwunden sei, dass im globalen System weitere Zeitbomben schlummerten, die jederzeit hochgehen könnten. Auch die rohstoffreichen Länder des Nahen Ostens gerieten plötzlich in den Negativsog. Die Kreditausfallversicherungen für Anleihen von liquiden Adressen wie Abu Dhabi, Katar und Saudi-Arabien stiegen deutlich an. Das heißt, die Gläubiger mussten tiefer in die Tasche greifen, um sich gegen Zahlungsausfälle abzusichern. Das bislang sakrosankte Prinzip, dass der Staat im Notfall für öffentliche Firmen einspringt, hatte durch den Dubai-Absturz einen Knacks bekommen. Nach wochenlangem Schweigen zog Abu Dhabi dann doch die Reißleine: Die Zentralbank der Vereinigten Arabischen Emirate machte im Dezember 2009 einen 10 Milliarden Dollar schweren Scheck locker. Dubai konnte so im letzten Moment eine 4 Milliarden Dollar teure Anleihe des Immobilienriesen Nakheel zurückzahlen. Prompt beruhigten sich die Börsen der Region, und die Finanzierungskosten schrumpften um die Panikaufschläge.

Einige hatten das Unglück kommen sehen, doch ihre Warnungen wurden ignoriert.(3) »Zu lange hat man in Dubai versucht, die Gesetze der Schwerkraft auszublenden: Was aufsteigt, muss später zwangsläufig herunterkommen«, sagt ein Insider der Regierung des Emirats mit bitterem Lächeln. »Es wurde zu viel auf Pump finanziert.«(4) Nicht nur bei Immobilien und Infrastruktur wurde kräftig geklotzt, auch bei den staatlichen Investmentgesellschaften des Emirats saß das Geld sträflich locker. Im Gegensatz zu den sehr strategisch vorgehenden Scheichs in Abu Dhabi(5) kauften die Dubaier Finanzakrobaten ein wild zusammengewürfeltes Portfolio zusammen: So erwarb der Fonds Dubai International Capital (DIC) etwa Anteile an dem Londoner Wachsfigurenunternehmen Madame Tussauds, der kanadischen Zirkustruppe Cirque du Soleil, dem europäischen Luftfahrtkonzern EADS und der britischen Großbank HSBC.(6) Alle Beteiligungen wiesen einen hohen Anteil an Fremdkapital auf. Es war wie eine Wette auf ewigen Sonnenschein. Als die Finanzkrise die Zockerfantasien verhagelte und den Börsenwert der Firmen dezimierte, hatte Dubai ein massives Problem. Das Emirat benötigte immer mehr neues Kapital, um seine Verbindlichkeiten zu begleichen. Doch die Banken machten die Schotten dicht oder verliehen weitere Mittel nur gegen horrend hohe Risikoaufschläge.

Im Frühjahr 2010 zog Dubais Herrscher die Notbremse: Scheich Mohammed besetzte wichtige Schaltstellen im Emirat neu. Einige seiner langjährigen Starunternehmer – die Garanten für Dubais hochtouriges, aber riskantes Wachstum – verloren stark an Einfluss. Dazu gehörten die Chefs einstiger Vorzeigefirmen wie der Bau-Entwicklungsgesellschaft Emaar und des Investmentkonzerns Dubai World, Mohammed Alabbar beziehungsweise Sultan bin Sulayem sowie Mohammeds rechte Hand Mohammed Al Gergawi. Alle drei behielten zwar ihre Funktionen, aber sie büßten an Strahlkraft ein, gehörten nicht mehr zu den Gestaltern an der Seite des Scheichs. Eine arabische Lösung, bei der es immer auch darum geht, das Gesicht zu wahren. Die neuen Köpfe kamen aus der alten Kaufmannschaft Dubais: Konservative Naturen wie Ahmed Al Tayer, Vorstandsvorsitzender von Emirates NBD, Ibrahim Al Shaibani, Chef der Investmentgesellschaft Investment Corporation of Dubai (ICD), sowie Scheich Ahmed bin Said Al Maktoum, Vorsitzender der erfolgreichen Fluglinie Emirates Airlines. Alle drei sitzen im Gremium zur obersten Finanzaufsicht, das von Scheich Ahmed geführt wird. Das Komitee soll den Finanzgesellschaften in Dubai auf die Finger schauen und dazu beitragen, dass die exorbitante Verschuldung des Emirats zurückgefahren wird. »Sie stehen für den neuen Stil Dubais: mehr Substanz – weniger Glamour«, bringt es ein Insider der Regierung auf den Punkt.(7)

Die abgespeckte Strategie scheint erste Früchte zu tragen. Nach monatelangen Verhandlungen erreichte Dubai im September 2010 einen wichtigen Meilenstein bei der Entschärfung seines Verschuldungsproblems: Die Regierung einigte sich im Oktober 2010 mit allen r Gläubigern von Dubai World.(8) Der Deal sieht vor, dass 24,9 Milliarden Dollar der Außenstände in einem Zeitraum von fünf beziehungsweise acht Jahren zurückgezahlt werden. Beide Varianten werden mit 1 Prozent pro Jahr verzinst, im Fall der achtjährigen Laufzeit gibt es noch eine zusätzliche Zinszahlung am Schluss sowie eine begrenzte Ausfallgarantie des Staates. Gemessen an den marktüblichen Zinsen und angesichts des Inflationsrisikos gehen viele Banken de facto von einem Verlust von 20 bis 30 Prozent aus.

Dennoch sind die Kreditinstitute dem schuldengeplagten Emirat nicht gram. Am 30. September 2010 legte die Regierung von Dubai eine 1,25 Milliarden Dollar schwere Anleihe auf, um die sich die internationalen Investoren förmlich rissen: Die Papiere, die je nach Laufzeit mit 6,7 beziehungsweise 7,75 Prozent verzinst wurden, waren vierfach überzeichnet.(9) »Dubai hat dem Markt damit signalisiert: Wir sind wieder da. Die Botschaft ist angekommen«, kommentiert Ralph Nitzgen, Chef des Nahostbüros der Commerzbank in Dubai.(10) »Die Investoren setzen ihr Geld auf die Erholung Dubais«, resümiert auch Farouk Soussa, Chefökonom der Citigroup in Dubai.(11) Und tatsächlich, der gesteigerte Risiko-Appetit kam weltweit wieder auf: 35 Prozent der Gläubiger kamen aus Asien und je 30 Prozent aus Europa und dem Nahen Osten.(12) Die Kreditausfallversicherungen für Anleihen aus Dubai sanken auf den tiefsten Stand, seit das Emirat am 25. November 2009 die Welt mit der Bitte um einen Zahlungsaufschub geschockt hatte.(13)

Nach Angaben des Dubaier Finanzchefs Abdul Rahman Al Saleh fließen die Mittel vor allem in »sehr wichtige und strategische Projekte« wie den Ausbau der beiden Flughäfen. Das Emirat, so scheint es, hat seine Lektion gelernt: Windige Anlagen sind künftig tabu. Was zählt, sind Finanzspritzen für langfristig rentable Infrastrukturvorhaben – das, was die Stärke der Handelsmetropole ausmacht. Gute Voraussetzungen, um die Schuldendämonen zu bannen, und einen sanften Wiederaufstieg des gefallenen Engels Dubai voranzutreiben.

Dennoch dürfte die Reparatur des ramponierten Finanzsektors eine Zeit lang dauern. »Die Abschreibungen und Wertberichtigungen der Dubaier Kreditinstitute werden bis weit ins Jahr 2011 hineinreichen«, schätzt ein westlicher Spitzenbanker in der Stadt.(14) Schließlich müssen sie nicht nur die Ausfälle der zahlungsunfähigen Immobilienspekulanten verkraften, sondern auch die faulen Darlehen vieler Zulieferbetriebe aus dem Baubereich – ein Dominoeffekt.

All dies kann jedoch nicht darüber hinwegtäuschen: Trotz spekulativer Fieberschübe hat keine Kernschmelze des Wirtschaftsstandorts Dubai stattgefunden. Die Geldhäuser vertrauen nach wie vor auf die Dynamik des Emirats inmitten einer ökonomisch kraftvollen Region. »Dubai kann es schaffen, in drei bis fünf Jahren seine Schuldenlast auf ein gesundes Maß zurückzuschrauben«, prognostiziert der Spitzenbanker. »Wenn die Weltwirtschaft mitspielt, ist das Emirat in der Lage, aus florierenden Unternehmen wie Emirates Airlines, DP World oder der Jebel Ali Freihandelszone die entsprechenden Mittel zu erwirtschaften. Natürlich muss die Regierung auch eisern sparen.«

Die alteingesessenen Unternehmer Dubais wissen das schon lange. Von Panikstimmung ist dort wenig zu spüren. Der 80-jährige Juma Al Majid gehört zu ihnen – ein Urgestein, das den wirtschaftlichen Aufstieg Dubais wesentlich mitgeprägt hat. Der drahtige Mann steht der Al-Majid-Gruppe vor, die Geschäfte mit Möbeln, Immobilien und Tourismus macht und die Artikel der Autohersteller Hyundai, Kia und Isuzu sowie der Elektronikkonzerne Samsung und Panasonic exklusiv vertreibt. Mit rund 10 000 Angestellten ist das Konglomerat eine der größten Familienfirmen auf der Arabischen Halbinsel. »Natürlich wurde Dubai durch die Finanzkrise getroffen, weil die Stadt mit der Welt verflochten ist wie kaum eine andere«, sagt Al Majid.(15) »Aber so, wie uns diese Offenheit zuerst nach unten gerissen hat, wird sie uns danach von Nutzen sein. Dubai wird sich erholen, bevor die Weltwirtschaft wieder Atem schöpft.«Al Majid sitzt bewegungslos auf einem mintfarbenen Wildledersofa im ersten Stock seines Büros im Stadtteil Abu Hail. Er spricht mit heller Stimme, unaufgeregt, den Gesprächspartner mit wachen Augen fixierend. Er ist körperlich fit und schwimmt noch immer fast jeden Tag im Persischen Golf. Der Mann, der die traditionelle weiße Kandura mit Turban trägt, hat die Aura eines Unerschütterlichen, wozu die eher schlichte Ausstattung seines rund 30 Quadratmeter großen Arbeitsraums passt. Die Wände sind mit dunklem Holz getäfelt, auf dem langen aufgeräumten Schreibtisch stehen ein Computer und zwei Telefone. Sogar in der verrückten Boomperiode 2005 bis 2008 habe sein Unternehmen lediglich 2 bis 3 Prozent pro Jahr an Umsatz zugelegt, unterstreicht Al Majid. »Wir wachsen organisch, gemäß unserer Kapazität«, schiebt er nach. Waghalsige Finanztransaktionen, astronomische Profitraten sind Al Majid fremd. »Dubai ist groß geworden, indem es sich Geld geliehen hat, um das Land aufzubauen: Wir haben Seehäfen, Flughäfen und Freihandelszonen angelegt und erfolgreiche Unternehmen wie Emirates Airlines gegründet. Auf dieser Spur werden wir weitermachen«, betont Al Majid.

Der Unternehmer, der das Tagesgeschäft an seinen Sohn Khalid abgegeben hat, wurde mit 18 Jahren Geschäftsmann. »Mein Onkel aus der berühmten Ghurair-Familie gab mir 700 Rupien, um mit Textilien zu handeln. Am Ende des Jahres hatte ich einen Gewinn von 2 000 Rupien. So fing es an«, erinnert sich Al Majid. Er gründete seine eigene Firma, die er Zug um Zug ausbaute und erweiterte. Später wurde er stellvertretender Vorsitzender der Zentralbank der Vereinigten Arabischen Emirate sowie der Emirates Bank. Seit 2003 leitet er den Wirtschaftsrat in Dubai. Darüber hinaus engagiert er sich stark im Rahmen von Corporate Social Responsibility. Er finanziert eine Universität, die Studenten der Arabischen Halbinsel eine kostenlose Ausbildung ermöglicht sowie für Arme ein Stipendium zur Verfügung stellt. Zudem unterhält Al Majid direkt neben dem Unternehmen eine Bibliothek mit Büchern, kostbaren Koran-Kaligrafien sowie mehrere 100 Jahre alten Gemälden. Der Bücherbestand umfasst etwa eine Million Titel, die er digital erfassen lässt.

»Die Forschung gehört der ganzen Menschheit«, begründet er seinen Einsatz.

Der Unternehmer Ahmed bin Sanad Al Suwaidi hat mit Immobilien viel Geld verdient – und verloren. Pleite ist er jedoch nicht, und er bleibt seiner wichtigsten Branche auch treu. »Die Preise für Häuser und Apartments sind am Boden, jetzt ist eine gute Zeit zu kaufen«, meint der 48-Jährige optimistisch.(16) Er sitzt in einem hellen Ledersessel in seinem Büro im Stadtteil Deira. An der Wand hängt ein riesiger Flachbildschirm, über den der arabischsprachige Wirtschaftssender CNBC laufend die neuesten Aktienkurse einblendet. »Ich investiere auch ein bisschen in lokale Firmen wie die Bau-Entwicklungsgesellschaft Emaar und den Telefonkonzern Etisalat. Von internationalen Papieren halte ich mich aber fern«, verrät er und lächelt. Dass der Grundstücksmarkt wieder anzieht, steht für Al Suwaidi fest. »Mit der wirtschaftlichen Erholung kommen neue Firmen nach Dubai: Sie brauchen Wohnraum für ihre Angestellten, in einigen Stadtteilen steigen die Preise wieder leicht an. Aber das wird sehr viel langsamer passieren als in der Vergangenheit«, betont er. Er spricht knappe Sätze, richtet die Augen prüfend auf sein Gegenüber, bevor er antwortet.

Ob die Dubaier Immobilienwirtschaft allerdings tatsächlich so schnell die Talsohle überwindet, scheint fraglich. Im Durchschnitt sind die Apartmentpreise im dritten Quartal 2010 um mehr als 8 Prozent gegenüber dem zweiten Quartal gefallen.17) Und der Druck nimmt keineswegs ab: Nach Berechnungen des Beratungsunternehmens Jones Lang LaSalle kommen 2011 noch einmal knapp 31.000 neue Wohneinheiten auf den Markt.(18)

Al Suwaidi ist ein Selfmademan. Bis 2006 flog er als Pilot Hubschrauber für die Polizei. Das Rüstzeug hierfür bekam er 1988 in einer mehrmonatigen Ausbildung in Ingolstadt. Seitdem hegt er eine innige Liebe zu Bayern: Jedes Jahr hält er sich drei- bis viermal pro Jahr in München oder am Tegernsee auf. Sein eigenes Geschäft startete Al Suwaidi 2000. Neben dem Verkauf und der Vermietung von Häusern betreibt er eine kleine Aluminiumgießerei und eine Fabrik zur Fertigung von Türen. Und bald will er noch ein paar Restaurants in den alten Stadtteilen Deira und Bur Dubai eröffnen. »Das ist ein reines Cash-Geschäft, man muss nicht wochenlang auf seine Schecks warten«, sagt er und grinst.

Ende 2010 machte sich in Dubai ein neuer Pragmatismus breit. »Zurück zu den Wurzeln«, lautet die neue Devise. Die Goldgräberstimmung ist aus der Stadt entschwunden, die Glückritter sind abgezogen. Nach dem Immobilienrausch kam der Kater. Jetzt, so scheint es, geht die einstige Glitzer-Metropole mit weniger Tempo, dafür mit mehr Augenmaß ans Geschäft. Wird die Linie beibehalten, hat Dubai gute Chancen, sich zu konsolidieren und die Weichen für einen gesünderen Wachstumskurs zu stellen.

  • 1 In den Boomjahren 2004 bis 2007 glich der Immobilienmarkt Dubais einer einzigen großen Gelddruckmaschine: Investoren kauften häufig Villen oder Apartments »off plan«, also vom Bauplan. Danach leisteten sie eine Anfangszahlung von 5 Prozent des Kaufpreises, oftmals auf der Basis eines lächerlich billigen Hypothekenkredits ohne Eigenkapital. Wenige Wochen später stießen sie das Objekt mit einem satten zweistelligen Profit wieder ab. Das ging gut, solange die Immobilienpreise nach oben schossen. Zwischen dem vierten Quartal 2008 und Sommer 2010 stürzten die Preise jedoch um mehr als 50 Prozent ab. Plötzlich konnten die Investoren ihre Objekte nicht mehr weiterverkaufen und mussten ihre Baudarlehen zurückzahlen. Wer keine Eigenmittel hatte, war zahlungsunfähig: Am Ende saßen die Banken finanziell auf dem Trockenen und mussten Milliardenverluste abschreiben.
  • 2 Der Internationale Währungsfonds (IWF) beziffert die Gesamtschuldenlast Dubais auf 110 Milliarden Dollar.
  • 3 So wurde der ehemalige Dubaier Finanzchef Nasser Al Shaikh im Mai 2009 entlassen. Nach Angaben westlicher Wirtschaftskreise mit guten Verbindungen zur Regierung des Emirats hatte Al Shaikh zu deutlich vor den Folgen der Finanzkrise und den Gefahren eines Crashs gewarnt. Westliche Topmanager bei großen einheimischen Banken in Dubai hätten aus den gleichen Gründen gehen müssen, heißt es. Der offensive Umgang mit der Wahrheit widerspreche dem arabischen Kulturverständnis, betont man in oben genannten Wirtschaftskreisen. Siehe http://www.economist.
    com/node/13687129/print.
  • 4 Exklusivinterview mit dem Autor. Der Informant bat wegen der Sensitivität des Themas um Anonymität.
  • 5 Mehr zur eher konservativen Investmentphilosophie Abu Dhabis im Kapitel »Arabische Staatsfonds: Die neuen Sterne am globalen Investmenthimmel«
  • 6 Mittlerweile haben die staatlichen Investmentgesellschaften Dubais einen Teil ihrer Assets abgestoßen, um die Schulden der Regierung zu vermindern.
  • 7 Exklusivinterview mit dem Autor. Der Informant bat wegen der Sensitivität des Themas um Anonymität.
  • 8 Siehe Gulf News, 28. Oktober 2010.
  • 9 Die Anleihe besteht aus zwei Tranchen. Die Papiere mit einer Laufzeit von fünf Jahren haben ein Volumen von 500 Millionen Dollar und werden mit 6,7 Prozent verzinst, 542,7 Basispunkte über dem aktuellen Satz für US-Staatsanleihen. Der Bond über zehn Jahre umfasst ein Volumen von 750 Millionen Dollar und wird mit 7,75 Prozent verzinst, 527 Basispunkte
    über dem aktuellen Satz für US-Staatsanleihen. Siehe Gulf News, 2. Oktober 2010.
  • 10 Ralph Nitzgen im Exklusivinterview mit dem Autor.
  • 11 Siehe Gulf News, 7. Oktober 2010.
  • 12 Siehe Gulf News, 2. Oktober 2010.
  • 13 Am 6. Oktober 2010 rutschte die Kreditausfallversicherung für Dubai- Anleihen mit 385,74 Basispunkten erstmals unter die kritische Marke von 400 Punkten. Am 17. Februar 2009, auf dem Höhepunkt der Schockwelle, betrug die Rate noch 977 Basispunkte. Das war kurz bevor die Zentralbank der Vereinigten Arabischen Emirate eine Dubai-Anleihe über 10 Milliarden Dollar zeichnete. Mit einer Kreditausfallversicherung trifft ein Gläubiger Vorsorge gegen den Zahlungsausfall eines Kunden mit minderer Bonität. Als Messlatte gilt die Londoner Interbankenrate (LIBOR). Je teurer die Kreditausfallversicherung, desto mehr Zinsen muss der Schuldner am Kapitalmarkt bezahlen, um frisches Geld zu bekommen. Wegen des erhöhten Risikos war es für Dubai lange Zeit praktisch unmöglich, sich neue Mittel zu beschaffen. Siehe Gulf News, 7. Oktober 2010.
  • 14 Exklusivinterview mit dem Autor. Der Informant bat wegen der Sensitivität des Themas um Anonymität.
  • 15 Alle Äußerungen von Juma Al Majid in diesem Kapitel stammen aus einem Exklusivinterview mit dem Autor.
  • 16 Alle Äußerungen von Ahmed bin Sanad Al Suwaidi in diesem Kapitel stammen aus einem Exklusivinterview mit dem Autor.
  • 17 Siehe The National, 4. Oktober 2010.
  • 18 Ebenda.

Auszug aus Michael Backfisch: Die Scheich-AG © Campus Verlag 2011

erstellt am 18.7.2011

Michael Backfisch
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