Ben Willikens

1939 geboren in Leipzig
1962–1965 Studium der Malerei an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Stuttgart bei Heinz Trökes
1965/66 Studium in London an der Slade School
Stipendium der Studienstiftung des Deutschen Volkes
1970 Villa-Romana-Preis, Florenz
Einjähriger Aufenthalt in Florenz
1972 Villa-Massimo-Preis, Rom
Einjähriger Aufenthalt in Rom
1982 Professur für Malerei und Grafik an der Hochschule für Bildende Künste, Braunschweig
1983 Hans-Molfenter-Preis, Stuttgart
1991 Professur für Malerei und Grafik an der Akademie der Bildenden Künste, München
1999–2004 Rektor der Akademie der Bildenden Künste, München (emeritiert 2004)
2009 Kunstpreis der Helmut-Kraft-Stiftung
Ben Willikens lebt und arbeitet in Stuttgart und Wallhausen (Hohenlohe).

Sein Thema

Das Thema seines künstlerischen Werkes findet Willikens erst 1969 während eines längeren Klinikaufenthaltes. Nachhaltig beeindruckt vom unpersönlichen Inventar der medizinischen Einrichtung sowie der emotionalen Kälte ihrer Säle und Flure entwirft er die ersten Klinik-Interieurs. Die Hermetik solcher Räume sowie die Neutralität ihres Gebrauchsmobiliars beherrschen in den folgenden Jahren die großformatigen Zeichnungen und Leinwände der „Anstaltsbilder“.

Seine Technik

Die kühle Distanz, mit der die beklemmenden Bestandsaufnahmen an die Neue Sachlichkeit erinnern, wird durch die Technik der Grisaille verstärkt, einer Graumalerei, die Willikens wegen ihrer besonderen Stimmungswerte aufgreift. Dabei setzt er anfangs die Sprühtechnik der Spritzpistole ein, eine Technik, die er 1965 während seiner Zeit als Auslandsstipendiat der Studienstiftung des Deutschen Volkes bei Londoner Pop-Malern kennengelernt hatte, unter denen er sich mit Peter Phillips anfreundete. Schließlich entscheidet sich Willikens für eine flächige Acrylmalerei auf Leinwand.

Zahlreiche Einzelausstellungen und Veröffentlichungen siehe: www.benwillikens.de

erstellt am 06.7.2011

Ben Willikens
Ben Willikens

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