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12.12.2017 - Freund der Finanzen

Dass beim Geld die Freundschaft aufhört, ist so wahr, wie eine Freundschaft, die beginnen kann, weil das Geld alle Fragen für unwesentlich erklärt hat, die sie belastet hätten.

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11.12.2017 - Keine Angst!

Der größte Feind der Freiheit ist nicht der Zwang, sondern die Angst.

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10.12.2017 - Übergang zur Tagesordnung

Jene alten Geister, die wie Platon oder Aristoteles den Beginn des Denkens ins Staunen legten, haben ein heimliches Plädoyer gehalten für die Kraft der Naivität, Anfänge zu setzen. Nur der… Weiterlesen

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09.12.2017 - Freiheit, die ich meine

Die Frage, ob künstliche Intelligenz und Maschinen, die sich ihrer bedienen, den Menschen je werden ablösen können, entscheidet sich dort, wo seine Freiheit sich den größten Spielraum leistet: in der… Weiterlesen

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08.12.2017 - Der Ton macht die Musik

Zur Ironie gehört nicht nur, dass ein Satz anders gemeint ist, als er gesagt wurde, sondern der versteckte Wille zum Wortgefecht. Sie will zum Widerspruch reizen, ohne sich erklären zu… Weiterlesen

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07.12.2017 - Kein Lächeln für die Fotografen

Wenn die schlechte Laune theoretisch wird, heißt sie Dogmatismus. Wird die Verbiesterung politisch, tritt sie als Extremismus auf. Sie kann grinsen und zynisch auflachen, nie aber vermag sie zu lächeln.… Weiterlesen

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06.12.2017 - Bankenrettung

Die Zukunft der Digitalisierung ist das Analoge. Aber nicht als Rückkehr in alte Zustände, sondern als Entdeckung, dass es in ihr weniger um eine technische Differenz und ihre Folgen geht,… Weiterlesen

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05.12.2017 - Die Prämie des Schadensfalls

Nichts lässt uns das Leben gewisser versäumen als der krampfhafte Versuch, es in ihm unbedingt richtig zu machen.

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04.12.2017 - Aggregatzustand

Wunderliches Organ: Ein gebrochenes Herz ist selten die Folge eines verhärteten Herzens, das fallen gelassen wurde, als vielmehr das Unglück eines, das einmal sehr weich gewesen ist.

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03.12.2017 - Verpackungsmüll

In Zeiten der Fassadentechnik Marketing ist die Verpackung entweder alles, weil dem Inhalt alles fehlt, oder nichts wert. Dabei weiß jeder, der sich über ein Geschenk noch kindlich freuen kann… Weiterlesen

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02.12.2017 - Verpasst, verprasst

Der Vielfahrer, der mit der Bahn unterwegs ist, kennt das Gefühl: Atemlos überspringt er die letzte Treppenstufe zum Bahnsteig und hört das dumpf klackende Geräusch mit dem die Türen des… Weiterlesen

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01.12.2017 - Glücksmoment

Nach zwanzig Jahren Ehe stellen sie ernüchtert fest, dass die einzige gemeinsame Veranlagung, die sie haben, vom Finanzamt kommt.

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30.11.2017 - Nullwörter

Nullwörter sind Ausdrücke, denen der Inhalt fehlt und die über nichts als ihre Form vermitteln wollen, was sie nichtsagend zu sagen haben. Geht das? Eine kleine Liste solcher Sprachhülsen: Gelegentlich… Weiterlesen

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29.11.2017 - Aufs Neue

Eine der wichtigsten „Nebenwirkungen“ von Vergebung: die Wiederkehr des eigentlich Irreversiblen, der Naivität. Sie, die mit wachsender Erfahrungsfülle meist abnimmt, gewinnt durch die auferweckte Lust, abermals anzufangen. Sie kehrt zurück,… Weiterlesen

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28.11.2017 - Keine Zukunft

Ein furchtbarer Gedanke: eine Person in sich selbst zu vernichten, indem man die Erinnerung an sie auslöscht. Und doch ist es manchmal besser, sie zu verdrängen, als an ihr und… Weiterlesen

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27.11.2017 - Macht der Anmut

In die Männerdomäne des Dirigenten tritt eine Frau*, klein, aber nicht unscheinbar, voller Energie, aber nicht energisch. Sie betritt das Podest, hebt kurz den Taktstock zur anfänglichen Sammlung der Musiker… Weiterlesen

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26.11.2017 - Der edle Masochist

Es lässt sich nicht leugnen, dass ohne selbstquälerische Schritte kein kluger Geist vorankommt. In jeder Enttäuschung verbirgt sich die Hoffnung, aus ihr zu lernen, ja erfahrener zu werden. Sie ist… Weiterlesen

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25.11.2017 - Es muss sein

Das Gefühl, gezwungen zu sein, ist das Mindeste, was Pflicht und Sucht einander verwandter erscheinen lässt, als es dieser lieb sein mag und jener angenehm ist.

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24.11.2017 - Versteckspiel

Eine Beobachtung: Er redete meist nur in Sinnsprüchen. Statt einer Antwort, gab er einen scheinklugen Satz, wie aus einem täglichen Abreißkalender voller Alltagsweisheiten. Er wollte nicht, dass Menschen ihm zuhörten;… Weiterlesen

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23.11.2017 - Sag’s noch einmal

Das, was man nicht oft genug betonen kann, ist auch das, was in dem Maße abstrakter wird, wie man es wiederholt. Die meisten Worte entleeren sich durch ihren häufigen Gebrauch… Weiterlesen

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22.11.2017 - Märchenonkel

Das macht die gut erzählte Geschichte aus, dass sie immer nur zur Hälfte wahr ist. Ganz gelogen, steckten wir sie ins Reich der reinen Phantasie; ganz wahr, verlören wir vor… Weiterlesen

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21.11.2017 - Vertrauensverlust

Die Einsicht, es fehle in einer Beziehung das Vertrauen, kann nur als Eingeständnis genommen werden, davon selber nicht genügend geschenkt zu haben. Vertrauen ist immer ein riskantes Verhalten, das in… Weiterlesen

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20.11.2017 - Wie geht’s, wie steht’s?

Am Ende jeder Prüfung, ob man zueinander passt, kann nur ein Gefühl den Ausschlag geben, nie die neu erworbene Kenntnis der bestehenden Verhältnisse nach langer Sondierung: Nichts ist gewisser als… Weiterlesen

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19.11.2017 - Führungskraftvoll

In Zeiten flacher Hierarchien und der Wiederentdeckung des coworking ist das Subsidiaritätsprinzip der Inbegriff erfolgreichen Managements. Aus dem Führungsanspruch ergibt sich die Unterstützungspflicht des Größeren (sprich: Erfahreneren, Mächtigeren, Älteren, Verantwortlichen, Listigeren …)… Weiterlesen

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erstellt am 03.2.2017

Kolumne

NOTIZEN von Jürgen Werner

In der Kolumne NOTIZEN schreibt der Philosoph Jürgen Werner täglich Gedankensplitter nieder, nicht auf Papier, aber in seinem Blog. Faust-Kultur gibt sie regelmäßig in Auszügen wieder. Die Kurzform ist die Kunst derer, die keine Zeit haben. Aber auch das Maß der Verdichtung, das ein Gedanke oder eine Beobachtung verträgt. So mag sich später entscheiden, ob der rasch skizzierte Satz nach einer Auslegung verlangt, die beiläufige Bemerkung vertieft werden will. Notizen sind unentschlossen. Am meisten faszinieren sie, wenn der Zufallsfund genau konstruiert ist und die knappe Art aussieht, als sei alles gesagt. Von Jürgen Werner ist jüngst im Frankfurter Verlag tertium datur das Buch »Tagesrationen. Ein Alphabet des Lebens« erschienen, ein Band, der mit erhellenden Reflexionen und aphoristischen Pointen dem Selbstverstehen des Menschen den Weg bereitet. (Texte © Jürgen Werner)