23.02.2018 - Gegenwind

Solange sie Widerspruch erzeugen, sind Gedanken lebendig.

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22.02.2018 - Grenzüberschreitung

Aus dem noch ungeschriebenen Roman: Er strahlte sie an, als sähe er sie zum ersten Mal wieder nach langer Abwesenheit. „Ich liebe dich. Grenzenlos“, sagte er im Überschwang. Sie trat… Weiterlesen

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21.02.2018 - Fehlerintoleranz

Die Maxime, nur keinen Fehler zu machen, provoziert den größten Fehler überhaupt, indem sie Menschen so lähmt, dass sie nicht handeln. Richtlinien und Regulationen sind inzwischen derart detailliert formuliert, dass… Weiterlesen

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20.02.2018 - Melodie des Lebens

Nicht zu den Melodien müssen die Lebensgeschichten erzählt werden, an die sie erinnern, sondern von der Musik. Die Sprache der Töne ist vollkommener als die Sprache der Worte, wenn es darum geht, Erlebnisse… Weiterlesen

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19.02.2018 - Selbstverschuldete Unmündigkeit

Der Versuch, im Boardrestaurant des Zugs ein Glas zu erhalten für das gekaufte Pils, wird von der Servicekraft der Bahn abgewehrt mit der Begründung, sie sei nicht zuständig. Einigermaßen irritiert… Weiterlesen

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18.02.2018 - Vertrautes Misstrauen

Vertrauen ist nie das Resultat einer vertrauensbildenden Maßnahme, sondern immer der Prozess, dessen Ergebnis ein Handeln in schönster Selbstverständlichkeit darstellt, ein Dasein in großer Gelassenheit. Es ist nie Ende und… Weiterlesen

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17.02.2018 - Ganz und gar

“Soll das alles gewesen sein?“ Die Frage verrät, wie groß die Ernüchterung gewesen ist: Das Ganze soll mehr als „alles“ sein, obwohl es alles ist, was wir ganz und gar… Weiterlesen

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16.02.2018 - Sinn und Bedeutung

„Hat man sein warum? des Lebens, so verträgt man sich fast mit jedem wie?“* Nietzsches starker Satz, der zum Besten gehört, was sich über den Lebenssinn bedeutungsvoll sagen lässt, mag auch… Weiterlesen

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15.02.2018 - Schnee von gestern

Es hilft nicht gegen den Hunger, sich daran zu erinnern, schon einmal gegessen zu haben.

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14.02.2018 - Ich will nicht

Worin wir uns für unfähig erklären, ist meist nichts als die faule Ausrede der Unwilligkeit.

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13.02.2018 - Körpergefühl

Der Körper gehorcht dir im Kleinen genau so lang, wie du ihm im Großen folgst.

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12.02.2018 - Weiter so

Ob Macht auch souverän ist, zeigt sich an ihrer Entschlossenheit, sich selbst ein Ende zu setzen.

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11.02.2018 - Helau

Das Faszinierende an der Maske ist stets die Frage, ob sich hinter ihr ein Gesicht verbirgt. Das Fragliche an einem Gesicht ist die versteckte Furcht, es könnte nur eine Maske… Weiterlesen

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10.02.2018 - Genial!

Disziplin ist die unscheinbarste, aber wichtigste Bedingung von Kreativität. Wer das Außergewöhnliche will, muss das Gewöhnliche – und sich im Gewöhnlichen – beherrschen. Der geniale Geist zeigt, was möglich wäre,… Weiterlesen

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09.02.2018 - Ganz schön kritisch

Die Krise ist jene Lebendigkeit, die ihre eigene Ausdrucksform noch nicht gefunden hat. Das gilt für individuelle Nöte wie für gesellschaftliche Misslichkeiten. Man löst Krisen nicht; man lässt sie hinter… Weiterlesen

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08.02.2018 - Die Nummer eins

Qualität: das Erste, das Beste. Quantität: das Erstbeste.

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07.02.2018 - Zum Abschalten

Anfang einer zeitgenössischen Allegorie: Als es der Langeweile in der Kultur zu bunt wurde, ist sie in die Politik ausgewandert …

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06.02.2018 - Verfehlt

Die gefährlichste Entfremdung zwischen Politikern und den Bürgern, die von ihnen parlamentarisch vertreten werden, ist die Asynchronität. Wenn die Regierung in einer anderen Zeit lebt als das Volk, in ihren… Weiterlesen

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05.02.2018 - Das böse Wort

Die Faszination der Sprache, ihr Reichtum, ihre Plastizität, ihre Wirkungsmacht, verleitet zu der allzu schlichten Annahme, dass die Änderung eines Worts auch das Problem zum Verschwinden bringt, das sich an… Weiterlesen

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04.02.2018 - Schmerzende Herzen

Aus der Serie „Dialoge, wie sie nicht besser hätten erfunden werden können“ „Ich schicke dir mein Herz“, flüsterte er in sein Smartphone, das er dicht ans Ohr gepresst hielt. Die… Weiterlesen

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03.02.2018 - Professionelle Autisten

Ein schlichtes, dennoch wirksames Mittel der Qualitätssicherung ist die Fähigkeit, sich in einen anderen – den Kunden, den Zuhörer, den Patienten – zu versetzen. Ohne dieses empathische Talent ist es… Weiterlesen

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02.02.2018 - Wo wohnt die Freiheit?

Wenn Freiheit in der Sprache einen Ort hat – und sie sollte dort auch zu Hause sein –, dann lebt sie in der Metapher. Dieses Stilmittel, das dauernd changiert zwischen… Weiterlesen

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01.02.2018 - Fix, und fertig

Vielleicht ist Ungerechtigkeit nichts als ein allzu schnelles Urteil, das wir über andere fällen.

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31.01.2018 - Fass dich kurz

Das Leben in drei knappen Sätzen: 1. „Kein Stress.“ (meist ermunternder Appendix zur Bitte, die eine Sache zu erledigen einfordert); 2. „Kein Problem.“ (oft die Standard-Erwiderung auf einen Dank); 3. „Alles… Weiterlesen

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erstellt am 03.2.2017

Kolumne

NOTIZEN von Jürgen Werner

In der Kolumne NOTIZEN schreibt der Philosoph Jürgen Werner täglich Gedankensplitter nieder, nicht auf Papier, aber in seinem Blog. Faust-Kultur gibt sie regelmäßig in Auszügen wieder. Die Kurzform ist die Kunst derer, die keine Zeit haben. Aber auch das Maß der Verdichtung, das ein Gedanke oder eine Beobachtung verträgt. So mag sich später entscheiden, ob der rasch skizzierte Satz nach einer Auslegung verlangt, die beiläufige Bemerkung vertieft werden will. Notizen sind unentschlossen. Am meisten faszinieren sie, wenn der Zufallsfund genau konstruiert ist und die knappe Art aussieht, als sei alles gesagt. Von Jürgen Werner ist jüngst im Frankfurter Verlag tertium datur das Buch »Tagesrationen. Ein Alphabet des Lebens« erschienen, ein Band, der mit erhellenden Reflexionen und aphoristischen Pointen dem Selbstverstehen des Menschen den Weg bereitet. (Texte © Jürgen Werner)