Hanna Diyāb, ein junger syrischer Christ, der in den Bazars Aleppos aufwuchs, wird 1708 zum polyglotten Begleiter des französischen Sammlungsreisenden Paul Lucas, der im Auftrag Ludwig XIV. orientalische Kostbarkeiten an den Hof des Sonnenkönigs bringt. Diyāb verdanken wir nicht nur die großen morgenländischen Erzählungen, sondern auch einen aufschlussreichen Reisebericht, den Gennaro Ghirardelli übersetzt hat. Wie es dazu kam, verrät er im Vorwort.

Originaltext

Von Aleppo nach Paris

Von Gennaro Ghirardelli

Als Jérôme Lentin mir im März 2013 bei einem Zusammentreffen in Paris von seiner Arbeit an der Übersetzung des Reiseberichts eines jungen syrischen Christen aus dem frühen 18. Jahrhundert erzählte, erinnerte ich mich wieder. Jahre zuvor hatte er beiläufig von einer Handschrift gesprochen, auf die er bei Recherchen in der Vatikanischen Apostolischen Bibliothek in Rom gestoßen war. Ich hatte vergessen, worum es sich handelte. Es war der Bericht einer Reise von Aleppo nach Paris, die der junge Aleppiner Hanna Diyāb 1708 zusammen mit dem vom französischen König Ludwig XIV. beauftragten Sammlungsreisenden Paul Lucas unternommen hatte. Jérôme Lentins Ausführungen zu dem Text verführten mich zu einem spontanen Vorschlag: Wenn die drei Herausgeber und Übersetzer, Paule Fahmé-Thiéry, Bernard Heyberger und Jérôme Lentin sich die Mühe machten, Hanna Diyābs Handschrift aus dem Arabischen ins Französische zu übersetzen, könnte man auch eine deutsche Übersetzung ins Auge fassen. Zu diesem Zeitpunkt blieb diese Idee für uns aber noch ein Luftschloss, un château en Espagne. Nach einiger Zeit erhielt ich eine Fassung des Übersetzungsmanuskripts samt einer digitalen Version der Handschrift aus der Vatikanischen Bibliothek, las den Text und war nach der Lektüre fest entschlossen, das Unternehmen in Angriff zu nehmen. Die französische Edition der Übersetzung von Hanna Diyābs Reisebericht ist außerordentlich sorgfältig von drei ausgewiesenen Sachkundigen übersetzt und kommentiert worden, sodass sich eine deutsche Ausgabe auf der Grundlage der französischen Übersetzung unter Heranziehung der arabischen Handschrift verantworten lässt. Meine Arabischkenntnisse sind ausreichend, dass ich in Zweifelsfällen, etwa bei der Entscheidung zwischen zwei Synonymen, den Originaltext heranziehen konnte; zumal der arabische Text stark vom Aleppiner Dialekt geprägt ist, mit dem ich dank längerer Aufenthalte in Syrien und vor allem in Aleppo besser zurechtkomme als mit dem sogenannten Hocharabischen. Bei meiner Arbeit stand ich dann in beständigem Kontakt mit Jérôme Lentin, dessen Kompetenz hinsichtlich historischen arabischen Dialekte der Levante außer Frage steht.

Ich machte mich an die Übersetzung und auf die Suche nach einem deutschen Verlag. Nach einigen Irrwegen und auf einen Fingerzeig Thomas Hettches hin gelangte ich an „Die Andere Bibliothek“. Der Verleger Christian Döring sah, las und siegte: Er entschloss sich von einem Tag auf den anderen, den Titel in sein Programm zu nehmen. Chapeau!

Den Linguisten und Dialektologen Jérôme Lentin hatte ich im Frühherbst 1976 in Mayadin, einer kleinen Stadt am unteren syrischen Euphrat, kennengelernt. Er hielt sich dort zu Studien des örtlichen Dialekts zusammen mit französischen Archäologen auf, die gern auch in eine Höhle auf der Burg über der Stadt stiegen, um dort nach »alten Dingen« zu suchen. Jérôme und ich hingegen setzten uns am ersten Abend nach meiner Ankunft an diesem heißen Tag auf das Dach des französischen Grabungshauses in der Stadt und kamen ins Gespräch. Wir sprachen in dieser Nacht am Euphrat aber nicht über „Geschichten aus Tausendundeiner Nacht“, nicht über „Aladdin und die Wunderlampe oder Schätze“, die man aus Höhlen birgt, sondern kurioserweise, wie ich mich bis heute erinnere, vor allem über Robert Musils Roman „Der Mann ohne Eigenschaften“. Ich fand es großartig, denn ich hatte gerade für eine ethnologische Feldforschung viele Wochen allein in einem kleinen Dorf am oberen Euphrat verbracht. Aus dieser Begegnung auf dem Hausdach in Mayadin wurde eine mittlerweile vierzig Jahre währende Freundschaft.

Doch kehren wir zu Hanna Diyāb zurück: Er hatte zweifellos Charme, dieser junge syrische Mann. Man kann sich vorstellen, dass manche der »in kostbare Kleider aus goldbestickter Seide« gekleideten Prinzessinnen, Hofdamen und »Zofen, schön wie Sterne« am Hof in Versailles entzückte Augen machten, wenn er in seinem pittoresken orientalischen Aufzug recht ungeniert durch die Flure und Säle des Schlosses flanierte. Dort hielt er sich mit seinem »Meister« Paul Lucas acht Tage lang auf, in denen Lucas dem Minister und dem König über die auf seiner Reise gewonnenen Erkenntnisse und die getätigten Erwerbungen Bericht erstattete und Hanna mit der Vorführung der mitgebrachten Wüstenspringmäuse, den gerboises, glänzte. Liest man seine Beschreibung der Episode, so gewinnt man den Eindruck, dass er selbst ganz begeistert war von seinen Auftritten: »In diesen acht Tagen spazierte ich im Palast herum, ohne dass mich irgendjemand daran gehindert hätte.«

Hanna Diyāb war einfacher Herkunft: Er war ein Sohn des Basars, dem der Umgang mit Europäern nicht fremd war, da er, wie sein älterer Bruder und andere orientalische Christen auch, bei levantinischen Niederlassungen europäischer Händler in Aleppo arbeitete. Aus dieser Umgebung, vom Basar der bedeutenden Handelsstadt, bezog er seine erstaunlichen Sprachenkenntnisse; er sprach neben seiner arabischen Muttersprache Französisch, wohl auch passabel Provenzalisch, Italienisch und Türkisch. Sie waren der Anlass seiner Begegnung mit Paul Lucas und dafür, dass dieser ihm offenbar auf der Stelle das Angebot machte, ihn als Übersetzer und Gehilfe nach Paris zu begleiten.

Es wurde zu Lande wie zu Wasser eine lange, beschwerliche und manchmal auch sehr gefährliche Reise via Zypern, Ägypten, dem libyschen Tripolitanien nach Tunis und von dort über das Mittelmeer nach Nordafrika. Besonders gefährlich war die Seereise über das Mittelmeer. Abgesehen von Stürmen und Flauten drohten Überfälle von Korsaren. Dieses »Meer der Mitte«, das Okzident und Orient verband, war einerseits ein Raum enger mediterraner Handelsverbindungen, in dem Menschen unterschiedlichster Herkunft, religiöser, ethnischer oder anderweitiger Zugehörigkeit als freie Personen miteinander in geschäftliche Verbindungen treten und Austausch pflegen konnten. Andererseits war es immer auch die Bühne, auf der interessierte Groß- und Regionalmächte ihre Imponierstücke aufführten. In deren Diensten agierten die Korsaren. Im Laufe des spanischen Erbfolgekriegs zu Beginn des 18. Jahrhunderts beherrschten auf europäischer Seite Frankreich und England mehr und mehr die Szene, von Osten her mischte nach wie vor das Osmanische Reich im Spiel um die Vormacht mit. Ausgeraubte Opfer dieser Verhältnisse wurden denn auch prompt Hanna Diyāb und Paul Lucas auf ihrer Überfahrt von Tunis nach Italien.

Paul Lucas erwähnt Hanna in seinem eigenen Bericht über die Reise nie. Doch aus Hannas Beschreibung wird deutlich, wie eng das Zusammenleben der beiden Männer über Monate in vielen schwierigen Situationen geworden war. Paul Lucas war sich dieser Lage wohl weniger bewusst, umso mehr dafür Hanna Diyāb, wie aus mehreren Bemerkungen hervorgeht, was denn aus ihm werden sollte, verlöre er seinen »Meister« unterwegs. Während der Reise wurde das Verhältnis zwischen den beiden zu einem der symbiotischen Ergänzung, denn auch Lucas war auf Hanna angewiesen, da er die Landessprachen nicht beherrschte und mehr als einmal als »Franke« und Ungläubiger in Gefahr geriet oder sich durch unbedachtes Verhalten selbst in Gefahr brachte. Beide waren daher in dieser Zeit bis zu einem gewissen Grad gegenseitig voneinander abhängig. Dieses Verhältnis änderte sich mit der Ankunft in Europa – und ganz besonders nach ihrem Eintreffen in Paris. Hier brauchte Paul Lucas den jungen Syrer nicht mehr, was letzten Endes den Ausschlag dafür gab, dass sich Hanna, der sich von den leeren Versprechungen Lucas’ hingehalten und um seine Hoffnungen auf eine vielversprechende Zukunft in Paris betrogen fühlte, nach längerem Aufenthalt wieder auf die Heimreise nach Syrien machte.

Dennoch bewegte sich Hanna Diyāb in Paris recht frei und unbekümmert und verbrachte dort eine anregende Zeit, über die er mehr zu berichten weiß, als man es sonst von weit gebildeteren Reisenden aus dem Orient kennt.

Hanna Diyāb zeichnet sich durch eine unbezähmbare Neugierde und Offenheit gegenüber neuen Eindrücken aus, durch lebendige Beschreibungen von Menschen und Lebensumständen und Lust an der Wiedergabe gehörter Berichte und Geschichten. Er geht auf fremde Menschen zu, egal, welcher Herkunft sie sind, spricht sie an und befragt sie. Er drückt sein Erstaunen über Neugesehenes aus und will sofort mehr darüber erfahren. Sein Interesse gilt allen Bereichen des öffentlichen Lebens, staatlichen wie sozialen Einrichtungen und ihrer Organisation, technischen Errungenschaften und Neuerungen in Paris und anderswo. Dabei entwickelt er eine zunehmende Vertrautheit mit der anfänglich fremden Umgebung: Wo er zunächst noch naiv und mit Erstaunen von all den Wunderdingen spricht, auf die er in den Ländern der »Franken« stößt, so meint man im Laufe seines Aufenthaltes nach so vielen Begegnungen mit Land und Leuten eine Veränderung hin zu einer aufgeklärteren Auseinandersetzung bei der Begegnung mit Ungewohntem und für ihn zunächst gar Unerhörtem feststellen zu können. Bei der hinreißenden Beschreibung seines Besuchs einer Aufführung von Lullys Oper Atys kommt fast schon der Verdacht auf, dass er selbst, und nicht nur seine Umgebung, sich über seine Naivität angesichts der »Wunder«, die sich auf der Bühne abspielen, lustig macht.

Auf dem Rückweg von Istanbul durch Anatolien nach Aleppo bringt Hanna sein neues »aufgeklärtes« Wissen zur Anwendung: Er gibt sich als fränkischer Arzt aus, kleidet sich auch so und kuriert von Etappe zu Etappe gicht- und magenkranke Provinzgouverneure und Paschas mit den Mitteln, die er bei dem in Belangen der Heilkunde von ihm bewunderten »Meister« Paul Lucas kennengelernt hatte. Dieser war nun freilich ebenso wenig wie Hanna ein echter Arzt, sondern eher ein experimentierfreudiger Kurpfuscher. Hanna hatte Erfolg damit, doch zeigt sich gerade hier die neue Selbsteinschätzung, die er sich auf seiner »Bildungsreise« angeeignet hatte: Es ist ihm bewusst, dass diese Rolle des fränkischen Arztes eine Anmaßung ist, und er hegt diesbezüglich Befürchtungen, man könnte ihm auf die Schliche kommen und ihn bestrafen. Die Listen, wie er sich jeweils aus der Affäre zieht, sind nun wieder ganz nach seiner Art. Mit kleinen Notlügen und gewitzten Einfällen hatte er bei aller christlichen Frömmigkeit schon auf der ganzen Reise mit Paul Lucas geglänzt. Und die Unbefangenheit, mit der er, stolz auf seine Erfindungsgabe, davon berichtet, nimmt einmal mehr für ihn ein.

Im Reisebericht gibt es zwei Ereignisse, die das Geschehen wie eine Klammer einfassen. Es sind zwei Höhlenepisoden – die eine vor Beginn der Reise in Keftin, auf der Strecke zwischen Aleppo und dem libanesischen Tripolis, die andere nach der Reise in einer Höhle bei Aleppo. Zwischen diese beiden Pole ist die Entwicklung von Hannas »Entdeckungs- und Bildungsreise« eingepasst. Es ist auch eine Reise vom Erkunden der Dinge bis hin zur Verifizierung von Sachverhalten, für Hanna mithin der Beginn einer Lehrzeit, in der er eine neue Art kennenlernt, die Dinge und den Lauf der Welt zu betrachten und sich anzueignen.

Bei der Höhle von Keftin handelte es sich eigentlich um ein Grab, das der unermüdliche Antikenjäger Paul Lucas – hier und in anderen Fällen wäre die Bezeichnung »Grabräuber« wohl eher angebracht – unbedingt erkunden wollte. Da er selbst nicht und auch sonst niemand aus seinem Gefolge, den Mut aufbrachte, hineinzugehen, bezahlte man einen vorbeikommenden Ziegenhirten für dieses Geschäft. Dies geschah am ersten Tag der Begegnung Hannas mit Paul Lucas, kurz bevor dieser Hanna aufforderte, sein Begleiter und Gehilfe auf der Reise nach Paris zu werden.

Das zweite gemeinsame Höhlenerlebnis der beiden fand am letzten Tag statt, den Hannas Bericht erwähnt. Bei einem neuerlichen Aufenthalt in Aleppo verlangte Paul Lucas von Hanna, der schon eine Weile wieder dort lebte, ihm eine Höhle etwas außerhalb der Stadt zu zeigen, um die sich viele Geschichten rankten. Deren Gang, so hieß es, solle bis nach ʿAintāb (das heutige Gaziantep in der Türkei) führen. Hanna beschwört nun seinen »Meister«, das Unternehmen zu lassen: »Was willst du an einem so gefährlichen und unheimlichen Ort?« Und obwohl Hanna die Höhle selbst nur von Legenden her kannte, die sich darum woben, vertritt er augenblicklich, was er vom Hörensagen weiß: »Bis auf den heutigen Tag ist niemand, der hineinging, lebendig wieder herausgekommen. […] Viele Leute sind hineingegangen und nicht wieder herausgekommen.« Worauf Lucas den entscheidenden Satz entgegnet: »Bist du hineingegangen? Hast du geprüft, ob es wahr ist oder nicht?« Und Hanna: »Alle sagen es. Ich weiß nicht, ob es die Wahrheit oder Lüge ist.« Lucas: »Ich will es mit eigenen Augen sehen, um zu wissen, was es damit auf sich hat.«

Hanna Diyāb und Paul Lucas begeben sich daraufhin zusammen mit anderen ansässigen Europäern und Einheimischen zu dieser Höhle; und auch hier hat die Begleitung Angst, hineinzugehen. Als sie aber sehen, dass Lucas hineingeht, folgen sie ihm. Bald gelangen sie ans Ende der Höhle und erkennen, »dass alles, was man erzählt hatte, Lüge war. […] Es war jetzt klar, dass alle, die behaupteten, dieser unterirdische Gang ende in ʿAintāb, gelogen hatten.« Nach einigen Erkundigungen und der Befragung von Ortsansässigen stellte sich heraus, was es mit dieser Höhle auf sich hatte. Sie war durch Kalksteinabbau und Herstellung von Kalk für den Bau der Häuser der Stadt Aleppo entstanden und soll auch eine strategische Bedeutung zur Herbeiführung von Truppen durch unterirdische Gänge gehabt haben. Letzteres hört sich nun freilich wieder eher nach einer Legende an, doch jetzt nach einer rational begründeten. »Diese Erklärungen […] hatten [Paul Lucas] überzeugt« – und offenbar auch Hanna Diyāb, der von den Sagen um die Höhle nichts mehr wissen will, sie sogar als »Lügen« bezeichnet und damit seinen Bericht schließt.

Mit der Annahme einer Veränderung von Hannas Weltsicht ist jedoch auch die beträchtliche zeitliche Entfernung zwischen Reise und Niederschrift des Reiseberichts in Betracht zu ziehen: Hanna Diyāb schloss seinen Bericht im Jahr 1764 als Familienvater und gestandener alter Tuchhändler im Basar von Aleppo ab. Er hatte in seinem jungen Leben viel gesehen und erlebt, mehr als die meisten anderen um ihn herum, was ihm in seiner Umgebung gewiss den Rang eines kenntnisreichen Mannes verliehen hat, dem man nicht so ohne weiteres etwas vormachen konnte. Davon erzählt er hier. Was es mit Höhlen und vielem anderem in diesem Buch sonst noch auf sich hat, erfahren die Leser aus dem gedanken- wie inhaltsreichen Nachwort von Bernard Heyberger.

Der Reisebericht beginnt mitten in einem Satz: »[…] ihren Tisch bis auf die Mönche und die Novizen«, weil mehrere Seiten davor fehlen. Wir begegnen Hanna Diyāb zum ersten Mal bei seinem Eintritt in das Kloster Mar Alischa (Sankt Elisa) im Libanongebirge. Er hat es dort nicht lange ausgehalten und nahm eine Erkrankung zum Anlass, nach Aleppo zurückzukehren, wo er seine Arbeit in der Niederlassung des französischen Händlers wieder aufnehmen wollte. Die Hoffnung zerschlug sich, und Hanna war bereits wieder auf dem Weg zurück zum Kloster, als er mit Paul Lucas zusammentraf, dessen Angebot, mit ihm nach Paris zu reisen, er nach kurzer Bedenkzeit annahm: »Durch Zufall traf ich diesen Reisenden, und in der Ortschaft Keftin habe ich meinen Plan, Mönch zu werden, aufgegeben.«

Sein mutiger Entschluss war, wenn man so will, ein literaturgeschichtlicher Glücksfall: Denn ohne ihn wären wir nicht in den Genuss dieser einzigartigen Reisebeschreibung aus jener Epoche gekommen, und die europäische Welt hätte vermutlich keine Kenntnis von einigen der bekanntesten Stücke der Weltliteratur, darunter „Ali Baba und die vierzig Räuber“ und „Aladdin und die Wunderlampe“. Der Name Hanna Diyāb war bereits bekannt, bevor sein Reisebericht in der Vatikanischen Bibliothek (wieder-)entdeckt wurde. Er war es, der dem Orientalisten Antoine Galland in Paris diese Geschichten erzählte und sie für ihn niederschrieb: »[…] ich erzählte ihm […] die Geschichten, die ich kannte. Er konnte sein Buch mit diesen Geschichten ergänzen und war sehr zufrieden mit mir.«

Vorwort aus: Hanna Diyāb, Von Aleppo nach Paris. Die Reise eines jungen Syrers bis an den Hof Ludwig XIV
Mit freundlicher Genehmigung © Die Andere Bibliothek, Berlin 2016

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erstellt am 04.8.2016

Aleppo – Stadtansicht, Kupferstich von 1754
Aleppo – Stadtansicht, Kupferstich von 1754

Hanna Diyāb
Von Aleppo nach Paris
Die Reise eines jungen Syrers bis an den Hof Ludwig XIV.
Aus dem Französischen übersetzt und mit einem Vorwort versehen von Gennaro Ghirardelli
Gebunden, 492 Seiten
ISBN: 9783847703785
Die Andere Bibliothek, Berlin 2016

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