Anneke Brassinga

Anneke Brassinga, die 1948 in Schaarsbergen geboren wurde, studierte an der Universität von Amsterdam literarisches Übersetzen. Sie übertrug Werke von Oscar Wilde, Jules Verne, Samuel Beckett, Patricia Highsmith, W. H. Auden, Jean Jacques Rousseau, Marcel Proust, Ingeborg Bachmann und Sylvia Plath ins Niederländische, auch Vladimir Nabokovs „Die Gabe“, wofür sie den Martinus-Nijhoff-Preis erhielt, den sie aber nicht annahm, weil sie die Meinung vertrat, die Jury habe zu wenig Auswahl gehabt.
Während der Übersetzung von Hermann Brochs ‚Der Tod des Vergil’ begann Brassinga, Gedichte zu schreiben. 1974 konnte sie in der Zeitschrift ‚De Revisor’ unter dem Pseudonym A. Tuinman Prosa und Gedichte veröffentlichen. 1987 hatte ihr Debüt als Lyrikerin mit dem Band Aurora, dem 1989 Landgoed und 1991 Thule folgten. Neben fünf Büchern mit Prosa und essayistischen Arbeiten brachte sie elf Gedichtsammlungen heraus, deren letzte, Het wederkerige, 2014 erschien. Anneke Brassinga, die zu den prominenten Autorinnen zeitgenössischer Lyrik der Niederlande gehört, lebt in Amsterdam.

erstellt am 20.8.2015

Anneke Brassinga
Anneke Brassinga. Foto: Peter Wesly