Mit „Valentyne Suite“ von 1969 ist Colosseum in die Rockgeschichte eingegangen. Jetzt ist die Band wieder da, hat eine vierwöchige Tournee durch Deutschland und Österreich absolviert und eine CD auf den Markt gebracht, berichtet Thomas Rothschild.

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Colosseum is back

Von Thomas Rothschild

Colosseum war eine jener Superbands, die Ende der sechziger Jahre Elemente des Jazz in den Rock aufnahmen. Ihre „Valentyne Suite“ von 1969 ist in die Rockgeschichte eingegangen. Über Jon Hiseman und Barbara Thompson, die auch von Anfang an in Wolfgang Dauners United Jazz + Rock Ensemble mitspielten, hatten sie einen guten Draht nach Deutschland und eine beträchtliche Anhängerschaft. Jetzt ist Colosseum wieder da, hat eine vierwöchige Tournee durch Deutschland und Österreich absolviert und eine CD – die erste nach dem Live-Album vor sieben Jahren und nach der letzten CD mit neuem Material vor elf Jahren – auf den Markt gebracht.

Die Saxophonistin Barbara Thompson, die vor mehr als zehn Jahren an Parkinson erkrankt und dadurch eingeschränkt war, ist wieder dabei, und ihre Fans dürfen sich menschlich und musikalisch darüber freuen. Von den Bandmitgliedern der frühen Jahre spielen außerdem Jon Hiseman (dr) und Dave Greenslade (keyboards) sowie Clem Clempson (g, keyboards) und Mark Clarke (b) mit, und auch der unverwechselbare Sänger Chris Farlowe, mittlerweile 74 Jahre alt, ist mit von der Partie. Dick Heckstall-Smith, der zu den Gründungsmitgliedern gehörte und dessen Saxophon den Sound der ursprünglichen Band prägte, ist 2004 gestorben.

Zehn Titel enthält die CD, rockige und langsame, bluesige, balladeske. Den Abschluss macht eine siebeneinhalbminütige Live-Version der polyrhythmischen „Morning Story“ des kürzlich verstorbenen Bassisten Jack Bruce. Was, im gegenwärtigen Rock, könnte das überbieten?

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erstellt am 23.11.2014

Colosseum
Time On Our Side
CD; Ruf 1209

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