Manifeste 14 ist eine zunächst lose Ansammlung von Manifesten der Künstlerinnen und Künstler Jos Diegel, Tarik Goetzke, Norman Hildebrandt, Timon Jansen, Hannahlisa Kunyik, Gian Spina und Jonas Englert zur Relevanz von Kunst. Im nächsten Schritt soll eine Symbiose entstehen, die die Rechtfertigung beziehungsweise Infragestellung der Existenzberechtigung von Kunst zum Inhalt hat. Die Manifeste materialisieren sich in Text, bewegtem Bild und Ton.

Manifeste 14 wurde von Jonas Englert für Faust-Kultur initiiert.

Timon Jansen

Manifeste #1-27

Wir verstehen Kunst als eine Maschine. Zum Beispiel eine, die alles in Marmor haut, manchmal eine Säule, manchmal ein Supermarkt. Der Plastikgeruch von der Billigkette ist feinster Carrara-Marmor, dafür brauchen wir nicht nach Ferrara, sollten es aber tun.

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jonas englert

Rede #1

Die Revolutionen haben letztendlich deshalb versagt, weil sie versuchten ein System an Stelle eines anderen zu stellen und nicht die absolute Idee eines Systems selbst in Frage zu stellen und einen Paradigmenwechsel herbeizuführen, hin zu synthetisierendem Wahrnehmen! Hierzu muss die Kunst ihren Beitrag leisten.

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jos diegel

Der Publikumskauf – Keine Manifeste mehr, nur noch ein letztes und zwar jetzt oder auf Anfrage

Toll wäre doch, wenn ich mit Wut und Leidenschaft Investoren finde. Wir leben in einem reichen Land. Geschichten sind deine Art, das Publikum zu regulieren. Das ist halt Marktwirtschaft. Schade. Wer an den Markt glaubt, soll nach seinen Regeln tanzen.

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erstellt am 09.3.2014

Die Probleme, die die eine Generation erregen, erlöschen für die folgende Generation nicht, weil sie gelöst wären, sondern weil die allgemeine Gleichgültigkeit von ihnen absieht.

Cesare Pavese (1908-1950)

Hannahlisa Kunyik

Moneyfest

In ihrem als Szenenspiel angelegten Beitrag zu Manifeste 14 reflektiert Hannahlisa Kunyik die prekären Lebens- und Arbeitsbedingungen der jungen Künstlergeneration.

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tarik goetzke

Kategorie Kunst

Heutzutage werden die Begriffe 'Kunst' und 'Künstler' inflationär gebraucht. Es scheint so, als wäre jeder Mensch ein Künstler. Dem ist aber nicht so.

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gian spina

The Return of The Poet

What is art? What is its influence in our lives? The idea of this text is to discuss why we have not been able to answer such questions and have still managed to construct a coherent and precise institutionalized art world.

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jonas englert und norman hildebrandt

Mütter, lasst uns wieder nach Hause kommen! Diese Freiheit macht uns Angst.

Sehr geehrte Damen und Herren, dieser Text berichtet von einer Generation, welche, unverdrossen dem Mutterleib entsprungen, unmittelbar mit dem Verfremdungseffekt konfrontiert wurde. Mit sich selbst, wie sie sich beim Wahrnehmen zuguckt.

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