Burkhardt Lindner

Prof. Dr. Burkhardt Lindner war Professor für Neuere deutsche Literatur und für Geschichte und Ästhetik der Medien der Goethe-Universität Frankfurt. Er leitete die Benjamin-Arbeitsstelle des dortigen Instituts für Theater-, Film- und Medienwissenschaft, das er mitbegründet hat. Von ihm erschienen zahlreiche Publikationen zu Jean Paul, Bertolt Brecht, Peter Weiss, Theodor W. Adorno, zur Rezeptionsgeschichte des Holocaust, zur Ästhetik, zur Medientheorie und zu Freud. Er war Initiator und Sprecher des Graduiertenkollegs „Zeiterfahrung und ästhetische Wahrnehmung“ (1998-2007). Zu seinem 60. Geburtstag erschien: Harald Hillgärtner/Thomas Küpper (Hg.): „Medien und Ästhetik. Festschrift für Burkhardt Lindner“, Bielefeld: transcript 2003. Einen besonderen Forschungsschwerpunkt stellt das Werk Walter Benjamins dar, zuerst begonnen mit dem Benjaminheft der Reihe Text + Kritik (1971). Er ist Herausgeber des Benjamin-Handbuchs (Metzler: Stuttgart 2006, Sonderausgabe 2011). 2008 erschien im Suhrkamp-Verlag der Band Walter Benjamin: „Träume“. Im Rahmen der kritischen Benjamin-Gesamtausgabe „Werke und Nachlaß“ ediert er die Bände „Berliner Kindheit um neunzehnhundert“ und „Das Kunstwerk im Zeitalter seiner technischen Reproduzierbarkeit“ (Berlin 2013).
Siehe auch das Gespräch mit Alexander Kluge , dctp. 7.4.2013.

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Burkhardt Lindner starb am 7.Januar 2015 in Frankfurt am Main.
Nachruf von Martin Lüdke

erstellt am 01.2.2014

Burkhardt Lindner
Burkhardt Lindner. Foto: Wolfgang Becker