Visualisierte Musik - Frankfurter Kunstverein 2013 from seweryn zelazny on Vimeo.

Visualisierte Musik: Romantik

Sahest du nie die Schönheit im Augenblick des Leidens

Künstlerisch, musikalisch und literarisch gehört die Romantik zu den aufregenden Epochen. Vorbereitet vom Zeitalter der neuen Empfindsamkeit beginnt sie mit Stürmen und Drängen, wendet sich gegen den Vernunftprimat des Barock, wertet Trieb und Gefühl auf und rebelliert gegen die ständischen Regeln der jungen bürgerlichen Gesellschaft. Zeitgleich mit der Industrialisierung werden in den Künsten Mensch und Natur zu theatralischen Gegenständen tragischer oder märchenhafter Konflikte. Blaue Blumen und gebrochene Herzen bewegen das Publikum. Nicht nur mit Blitz und Donner fährt die Kontingenz in die biedermeierliche Lebensplanung. Katastrophen und Revolutionen verändern radikal gesellschaftliches Leben, zugleich finden wir eine kulturelle Blüte ohne Beispiel in Europa. Doppelbödigkeit und die Ironie kommen gegen Napoleon und Metternich ins Spiel und bleiben darin bis zur schwarzen Romantik, ja bis ins Fin de siècle.

Studierende des Faches Mediengestaltung an der FH Mainz und Instrumentalisten und Kompositionsstudenten der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst haben auf Initiative und mit Hilfe des Staatstheaters Wiesbaden ihr Romantik-Projekt „Sahest du nie die Schönheit im Augenblick des Leidens“ im Frankfurter Kunstverein aufgeführt. Ernst-August Klötzke (Wiesbaden), Tjark Ihmels (Mainz), Gerhard Müller-Hornbach (Frankfurt a.M.) und Bernd Leukert haben das Projekt verantwortet. Das Zeitraffer-Video erstellte Seweryn Żelazny.

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erstellt am 13.11.2013

Sahest du nie die Schönheit im Augenblick des Leidens? Dann sieh bei Schiller nach! In der „visualisierten Musik“ haben sich Mediengestalter aus Mainz und Musiker aus Frankfurt mit der Romantik auseinandergesetzt. In einem Zeitraffer-Video treibt sie eilends dahin.