Ein Video-Clip von Harald Ortlieb zu Maria Lassnig – entstanden anlässlich der Ausstellung in den Hamburger Deichtorhallen

Kunst-Video

Maria Lassnig

Zu Beginn malt sie abstrakte Kompositionen, doch selbst darin sieht sie figurative Elemente. Der Übergang zu einer körperbezogenen, figurativen Malerei – etwa zur gleichen Zeit malen Baselitz und Schönebeck vom Krieg geschundene Leiber – erscheint daher als eine logische Entwicklung. Auch wenn sie sich von abstrakten, wie auch surrealen Elementen und Bildideen nie ganz lossagt. Ihre Farben: hell, leuchtend, Grün- und Rottöne, wo man sie nicht erwartet hätte – ist das Pop oder vielmehr Eigensinn? Und immer wieder setzt sie sich selbst ins Bild. Immer wieder versucht sie sich an einer schonungslosen malerischen Erforschung des eigenen Körpers – eines alternden, verwundbaren Körpers.

Die Bilder der 1919 geborenen, österreichischen Malerin Maria Lassnig taugen gewiss nicht als ästhetische Lebenshilfe. Eine umfangreiche Retrospektive in den Hamburger Deichtorhallen inspirierte Harald Ortlieb zu einer intensiven – wie reflexiven – Begegnung mit Lassnigs Kunst.
Eugen El

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erstellt am 10.9.2013