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OTIUM-Video © Coco Hackel

OTIUM heißt eine literarische Zeitschrift, die von Literaturstudenten aus Frankfurt herausgegeben wird. OTIUM (lat. Muße) erfordert vom Leser Ruhe, um ihrem Gegenteil, nämlich reger Denktätigkeit, Raum zu geben. OTIUM heißt auch: literarische Beschäftigung.

zeitschrift

OTIUM

Otium Heft 12
Otium Heft 12

Die Zeitschrift OTIUM ist ein Medium zur Publikation philosophischer und literarischer Texte. Seit den Studentenprotesten 2009 interveniert es halbjährlich für seinen Namen (otium = Muße). Dabei begreift sich OTIUM als Gespräch für Bildung: OTIUM fragt nach Bildern, fragt, wie diese entstehen, was sie zeigen und was sie verbergen.

Deshalb wird in OTIUM nicht über Philosophie und Literatur geschrieben, bestehende Positionen werden nicht einfach nachgedacht, OTIUM selbst besteht aus und für Literatur, Philosophie und Fotografie. Alle Beiträge der Zeitschrift entstehen in einem Redaktionsprozess, der einen Standpunkt fordert: der Produktionen und Haltungen zwingt, sich zu behaupten.

OTIUM steht für langsames Lesen, das es fordert und fördert. Es gibt keinen unmittelbaren, keinen kalkulierbaren Nutzen im Lesen von OTIUM. Jedes Wort ist der Muße gewidmete Zeit. OTIUM wurzelt im universitären Leben, hat aber den Anspruch, darüber hinaus wirksam zu werden, weil es glaubt, dass Lesen keine akademische Angelegenheit ist, sondern eine kulturelle Praxis, die Gewicht hat.

OTIUM ist vielfältig, formal wie stilistisch, indem es allen poetischen Formen einen Raum gibt: seien es Gedichte, Briefe, Essays, Kurzgeschichten, Aphorismen, Glossen oder Gespräche. Was die heterogenen Beiträge inhaltlich zusammenhält, was sie aufeinander verweist, ist, dass sie sich aneinander entwerfen und gegebenenfalls verwerfen: durch jeden Beitrag als selbständiges, geschlossenes Bruchstück einer Idee, die es ohne Zwang ausrichtet.

„Es entstand ein Hin und Her zwischen Melancholie und Ironie. „Beides war farblos und grau, wie Filme heute aussehen, wenn man zeigen möchte, wie schlimm es im Osten war, damals“, beschreibt Andreas Engelmann das Gesicht und die Haare seiner Protagonistin in „Stories about youth III“. […] Eine Zuschauerin brachte es so auf den Punkt: „Es war einfach gutes Entertainment. Und Literatur muss gutes Entertainment sein.““

Simone Stern, F.A.Z. 01.12.2015

zeitschriftotium.de
Otium in der Edition Faust

projekt Otium auf Faust-Kultur

GEWISS

Die Artikel des Lexikons GEWISS erscheinen in loser Folge in Faust-Kultur, und nichts wird so sein wie vorher. Denn die Wörter in diesem Lexikon laufen ihrer Deutung zu.

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erstellt am 18.8.2013

otium

Kooperationen und Projekte

In den vergangenen Jahren realisierte OTIUM neben dem Redaktionsbetrieb verschiedene kulturelle Projekte im Raum Frankfurt:

2016: Lesung „Exodus“ – zur Vernissage der 12. Ausgabe in der Ausstellungshalle 1A, Frankfurt
2016: Lesung/Performance „Die gesamte internationale Laage ist sehr sehr schlecht“, Campus Trinkhalle, Frankfurt
2015: Vernissage zur elften OTIUM-Ausgabe in der Kulturkirche Sankt Peter, Frankfurt
2015: Lesung „Verrate Dein Begehren nicht!” bei den Burgfestspielen Dreieich
2015: Happening und Lesung „Herabfallende Gegenstände” an der Goethe-Uni Frankfurt
2015: Projekt „Kneipen-Tour“. Literatur an Orten, vor denen sie die Augen schließt. In Zusammenarbeit mit Frankfurter Kneipen. Eine Deutschland-Tour steht in Planung
2015: Performance (‚off/spots‘) und Release des neuen Heftes (otium x) in der Buchhandlung Marx und Co und dem angrenzenden Stadtgebiet
2015: Performance beim MedienMittwoch der IHK Frankfurt in der Hochschule für Gestaltung (HfG), Offenbach
2014: Performance (‚evaluation‘) zum 30 Jährigen Jubiläum des Jungen Literaturforums Hessen-Thüringen im Mousonturm
2014: Mit dem Buchprojekt »Bildungsnähe(n)« (Axel Dielmann-Verlag: Frankfurt am Main 2014, in Vorbereitung) versammelt OTIUM acht Persönlichkeiten aus den Bereichen Kunst, Dichtung, Theater und Philosophie, um mit ihnen Perspektiven auf Bildung zu erschließen: Norbert Abels, Janina Audick, Jean-Luc Nancy, Sascha Nathan, Thomas Pletzinger, Rolf Riehm, Valery Tscheplanowa, Adam Zagajewski
2014: Lesung mit Ann Cotten – deutsche Schriftstellerin
2014: Beginn der Kooperation zwischen OTIUM und dem Jungen Literaturforum aus dem Hessischen Literaturforum Mousonturm
2014: Lesung und Performance von OTIUM im Günes-Theater bei der neuaufgeführten Performance-Reihe »1001«
2014: Lesung und Performance von OTIUM im Günes-Theater – Pixelkitchen
2014: Lesung und Vernissage von OTIUM zur 9. Ausgabe »Über den Punkt hinaus« im Hessischen Literaturforum Mousonturm
2014: Lesung und Performance von OTIUM zur Prerelease der 9. Ausgabe »Über den Punkt hinaus« in der afip-Offenbach – Moderation: Jannis Plastargias
2013: Interview mit Janina Audick – deutsche Bühnenbildnerin – veröffentlicht in Otium9
2013: Beginn des Beginn des enzyklopädischen Wörterbuchprojekts GEWISS auf Faust-Kultur
2013: Lesung von OTIUM im Rahmen des „4. Studierendenkongresses der Komparatistik“ in Frankfurt am Main zum Thema „Literatur und Wahnsinn“
2013: Lesung mit Oleg Jurjew – Schriftsteller
2013: Lesung von OTIUM im „Fenster zur Stadt / Margarete“ zum Thema „Verrückung“ – Moderation: Hans Jürgen Balmes
2012: Lyrische Flugblätter zu einer Skulpturen-Ausstellung mit Werken von Igor Mitoraj am Poelzig-Bau in Frankfurt am Main
2012: Interview mit Valery Tscheplanowa – Darstellerin am Schauspiel Frankfurt
2012: Lesung mit Yoko Tawada – japanisch-deutsche Schriftstellerin
2010: Lesung mit Adam Zagajewski – polnischer Schriftsteller
2010: Interview mit Adam Zagajewski – Veröffentlicht in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung am 31.05.2010

Otium

Redaktion

Alexandru Bulucz (ab), Alexandra Colligs (ac), Andreas Engelmann (ae), Viktor Fritzenkötter (vif), Ossian Hain (oha), Alexander Kern (ak), Sarah Schuster (sch), Marten Weise (mw)