Wie soll man sich heute Künstlern oder Autoren gegenüber verhalten, die den Nationalsozialismus als aktive Fürsprecher, als Propagandisten begrüßt und unterstützt haben? Das Theater Konstanz hat sich dieser Problematik gestellt und zeigt mit „Der Jude von Konstanz“ ein 1905 vom späteren NSDAP-Mitglied Wilhelm von Scholz geschriebenes Drama.

Theater

Man hat die Juden immer im Verdacht

„Der Jude von Konstanz“ und sein Autor Wilhelm von Scholz

Von Thomas Rothschild

Der Maler Caravaggio war ein Mörder. Sollen seine Bilder deshalb nicht ausgestellt werden? Muss der Fluch, der der bösen Tat gilt, auch den Täter treffen? „'Nicht gedacht soll seiner werden!'/ Aus dem Mund der armen alten/ Esther Wolf hört ich die Worte,/ Die ich treu im Sinn behalten.// Ausgelöscht sein aus der Menschen/
Angedenken hier auf Erden,/ Ist die Blume der Verwünschung –/ Nicht gedacht soll seiner werden!“ So beginnt ein berühmtes Gedicht von Heinrich Heine. Soll der moralisch verwerfliche Mensch und mit ihm sein Werk dem Vergessen anheim gegeben werden?

Mit dem zeitlichen Abstand wächst die Bereitschaft, moralische Maßstäbe zu vernachlässigen. Wie aber ist es, wenn, was zu verurteilen ist, gerade 70 Jahre zurück liegt? Konkret: wie soll man sich Künstlern oder Autoren gegenüber verhalten, die den Nationalsozialismus begrüßt und unterstützt haben, nicht als kleine Mitläufer, nicht als ganz normale Opportunisten oder Feiglinge, die keinen Widerstand zu leisten wagten, sondern als aktive Fürsprecher, als Propagandisten, die ungefragt und freiwillig ihren Beitrag leisteten zu einem mörderischen System? Soll ihrer gedacht werden? Soll ihr Werk gepflegt, der Öffentlichkeit angeboten werden? Wie geht man mit Hans Pfitzner um, mit Leni Riefenstahl, mit Arno Breker?

Die Antwort ist schwieriger als die Frage. Gleich zwei neue Publikationen beschäftigen sich mit dem Schriftsteller Wilhelm von Scholz, auf den diese Frage zutrifft: „Wettlauf mit dem Schatten. Der Fall (des) Wilhelm von Scholz“, herausgegeben von Manfred Bosch und Siegmund Kopitzki und „Der Konstanzer Dichter Wilhelm von Scholz“ von Hendrik Riemer. Und die Antworten der diversen Autoren fallen denn auch unterschiedlich aus, vom Versuch, die Vorwürfe zu entkräften oder zu relativieren über eine rigid ablehnende Haltung bis hin zum Argument, dass Geschichte nur nutzbar gemacht werden könne, wenn man sie, auch in ihren negativen Ausprägungen, am Leben erhält, also ihrer im Widerspruch zu Heines Fluch gedenkt.

Ursula El-Akramy zitiert in ihrem Buch „Die Schwestern Berend. Geschichte einer Berliner Familie“ von 2001 Wilhelm von Scholz, der mit der jüdischen Schriftstellerin Alice Berend über Jahre hinweg befreundet gewesen war: “Ich wähnte mich im äußeren Geltungskampf den auf der Bühne und in der Presse stets vorgezogenen jüdischen Schriftstellern mit meiner langsameren, tiefgründigeren, schwereren Art nicht gewachsen und hatte wie das hässliche graue Entlein das unbestimmte Gefühl, diese sogenannte 'moderne' Manier, mit der man dort den Erfolg machte, nicht zu können.” Weiter notiert El-Akramy: „Mit Genugtuung begrüßte Scholz den Ausschluss der jüdischen Schriftsteller aus der Sektion Dichtkunst in der Preußischen Akademie der Künste, wo er im Herbst die Loyalitätserklärung für Hitler geleistet hatte.“ Zur selben Zeit, als Oskar Maria Graf angesichts der Bücherverbrennungen forderte „Verbrennt mich“, fragt Wilhelm von Scholz rhetorisch, ob es nicht „etwas rasch geurteilt“ sei, „wenn man ein Absprechen herleiten will aus Einzelzügen der Bewegung, die vielleicht nach dem von Göring gebrauchten Wort zu den Spänen gehören, die eben fliegen müssen, wo gehobelt wird“.

Die Sache wird noch komplizierter mit Blick auf ein Drama, das das spätere NSDAP-Mitglied, das schon 1933 ein Treuegelöbnis an Adolf Hitler unterzeichnet und 1944 unter dem Titel „Eherne Tafel“ ein Huldigungsgedicht an Adolf Hitler veröffentlicht hat, 1905 geschrieben hatte und das kaum als antisemitisch verstanden werden kann. Zwar hat sich der Nationalkonservative Wilhelm von Scholz später selbst ausdrücklich von seinem „Juden von Konstanz“ distanziert („Ich war (…) noch keineswegs fähig, die Gefahr der wachsenden jüdischen Vorherrschaft in Wissenschaft, Kunst, öffentlichem Leben zu erkennen und richtig einzuschätzen“), aber reicht das aus, um das Stück für alle Zeit mit einem Bann zu belegen? Schwerer könnte ein anderes Argument wiegen: Lohnt eine Aufführung überhaupt? Ist das Drama literarisch hinreichend interessant, um es auf die Bühne zu bringen? Und wenn ja – in welcher Form? Kann man von der Biografie des weitgehend vergessenen Autors, den man mit dieser Inszenierung immerhin ohne Not in Erinnerung ruft, abstrahieren, oder soll, muss man sie in diesem Zusammenhang thematisieren?

Das Theater Konstanz hat sich dieser Problematik gestellt.

Die eigentlich wichtige und aktuelle Frage wäre: was macht aus einem Autor, der durchaus differenzierte und vernünftige Ansichten zur jüdischen Existenz in einer judenfeindlichen Umgebung hat, einen Sympathisanten eines Regimes, das sich die Ausrottung der Juden zum Ziel gesetzt hat. Ähnliche Wandlungen können wir ja heute in Ungarn und anderswo beobachten. Wer wollte sich dafür verbürgen, dass das hierzulande unter veränderten Bedingungen undenkbar wäre? Selbst die Reminiszenz an den Holocaust liefert dafür keine Garantie. Einen aufschlussreichen Hinweis gibt die zitierte Selbstaussage vom „äußeren Geltungskampf“ mit „den auf der Bühne und in der Presse stets vorgezogenen jüdischen Schriftstellern“. Man musste und muss bis heute nicht von Haus aus ein überzeugter Antisemit sein, um antisemitische oder auch ganz allgemein fremdenfeindliche Maßnahmen zu begrüßen und zu unterstützen: Sie schaffen unliebsame Konkurrenz aus dem Wege. Aber mit Fragen dieser Art ist das Theater wohl überfordert. Und so bleibt die Auseinandersetzung mit Wilhelm von Scholz und seinem „Juden von Konstanz“ notwendig eine halbe Sache, die sich gegen den Verdacht wehren muss, eher das Aufsehen als die Aufklärung im Visier gehabt zu haben. Was für die Aufführung spricht, ist einmal der lokale Bezug des Stoffes und dann das Spielzeitmotto des Konstanzer Theaters „Heimat“. Mit ihm hat das Stück tatsächlich wesentlich zu tun.

Im Jahr 1939 schreibt Wilhelm von Scholz, auf den „Juden von Konstanz“ zurück blickend: „Freilich musste ich dabei, da ich als Dramatiker einander entsprechende Gegner brauchte, die Juden etwas heroischer und stärker zeichnen, als sie je in der Geschichte oder der Kulturgeschichte waren.“ Ist das Camouflage (und wenn ja, wer hat sie ihm abverlangt?), oder glaubt er selbst daran? Das Drama jedenfalls bestätigt die Behauptung nicht. Die Juden sind darin weit über dramaturgische Notwendigkeit hinaus positiv gezeichnet. Wilhelm von Scholz muss 1905 mehr begriffen haben, als er dreißig Jahre später wahrhaben wollte.

Im selben Jahr wie „Der Jude von Konstanz“ entstanden Gerhart Hauptmanns „Und Pippa tanzt“, Frank Wedekinds „Hidalla oder Karl Hetmann, der Zwergriese“, George Bernard Shaws „Major Barbara“, ein Jahr davor Tschechows „Kirschgarten“, Gorkis „Nachtasyl“ und „Sommergäste“ waren ebenso bereits erschienen wie die bedeutenden Dramen Strindbergs. Der Expressionismus kündigte sich an, aber Scholz war nicht der einzige Dramatiker, der sich noch einem Klassizismus verpflichtet fühlte, der seine Wurzeln im 19. Jahrhundert hatte, bei Hebbel und Grillparzer, und der sich bewusst antimodernistisch gab. „Der Jude von Konstanz“ spielt im 14. Jahrhundert und, wie der Titel ankündigt, in Konstanz, er verarbeitet mehrere historische Quellen. Er ist in gebundener und einer archaisierenden Sprache, im „hohen Stil“ abgefasst. Verse wie die folgenden sind kennzeichnend für das Stück und gewiss nicht typisch für die Dramatik des 20. Jahrhunderts: „Ich mag nicht töten. Auch in Qual und Schmerz/ fließt dunkelgolden noch das Dasein weiter;/ sich selbst erfüllend wehrt es noch dem Tode.“

Dramaturgisch ist das Stück geschickt gebaut. Der Autor beherrscht sein Handwerk. An Avantgarde ist ihm nicht gelegen. Er hält sich an die klassischen Regeln, versteht es aber, Spannung zu erzeugen und auch Interesse an den Figuren. Es gilt, wie für die Sprache: wüsste man nicht, dass das Drama kurz vor dem Ersten Weltkrieg entstanden ist und nicht fünfzig Jahre zuvor, könnte man ihm Anerkennung nicht verweigern.

Der Titelheld, der Jude Nasson, wird unverkennbar als später Verwandter von Lessings weisem Nathan gezeichnet. Sogar der Name beschwört durch seinen Anklang die zentrale Bühnenfigur der Aufklärung. Gleich zu Beginn charakterisiert Nasson die Stimme der Vernunft, die der Leichtgläubigkeit und dem Aberglauben widerspricht. Er ist Arzt und als solcher dem rationalen Denken verpflichtet. Dass der Beruf auf einen anderen Juden der dramatischen Literatur vorausweist, auf „Professor Bernhardi“, konnte Scholz 1905 nicht ahnen. Arthur Schnitzlers Protagonist kam erst sieben Jahre später zur Welt.

Der Besucher Nassons bemerkt beiläufig: „Es ist halt so:/ man hat die Juden immer im Verdacht.“ Das klingt im Zusammenhang bedauernd. Antisemitisch ist es nicht, eher eine Anklage gegen antisemitische Vorurteile. Scholz benennt auch, historisch zutreffend, eine der Ursachen der Judenverfolgungen: dass man bei ihnen Geld geliehen hatte und die Zinsen nicht bezahlen wollte. Hat er das 1933, als jüdische Wohnungen und Geschäfte „arisiert“, ihre Mieter beraubt und verjagt wurden, vergessen? Den Juden Asarjah lässt Scholz sagen: „O hütet euch! Glaub' mir, sie schlafen nur,/ und irgend einmal bricht es wieder los.“ Hat er diese Warnung verdrängt, als in der Reichspogromnacht die Synagogen brannten?

Nasson ist zum Christentum übergetreten, um das Heimatrecht zu erhalten und ein Krankenhaus gründen zu können. Er soll den todkranken greisen Bischof retten, der die Juden vor der Verfolgungslust der Christen schützt. Nach einem judenfeindlichen Stück einer fahrenden Schauspielertruppe kommt es fast zum Pogrom. Als ein junger jüdischer Eiferer, der dafür plädiert, dass sich die Juden bewaffnen und gegen ihre Peiniger wehren – eine Stelle, die heute, nach den Erfahrungen des Nationalsozialismus ein ganz neues Verständnis provoziert –, einen christlichen Rivalen getötet hat, bricht der Pogrom tatsächlich aus. Als auch noch Nassons Braut, die zur Taufe bereit ist, von dem Juden, der sie zuvor verteidigt hat, erstochen wird, warnt Nasson seine früheren Glaubensgenossen vor der drohenden Gefahr. Der – modern gesprochen: assimilierte – Jude, der zwar die Gebete noch kennt, aber nicht gläubig ist, kehrt in der Stunde der Verfolgung zu jenen zurück, zu denen er einst gehörte; nicht aus einem diffusen Gefühl der kollektiven Zugehörigkeit heraus, sondern eben weil sie verfolgt werden. Das ist ja der nachvollziehbare tiefere Grund für die Feindseligkeit, die Nasson nach seiner Konversion seitens einiger Juden entgegenschlägt: Er hat sich nicht bloß für den vermeintlich falschen Glauben entschieden und damit sein Seelenheil verspielt – er hat auch die Gemeinschaft der Verfolgten verlassen und ist zu deren Unterdrückern übergelaufen. Das ist mehr als etwa der Übertritt von der katholischen zur evangelischen Kirche. Das muss in dem historischen Zusammenhang wie ein Verrat wirken. Jetzt kehrt er zu den Gefährdeten zurück. Für sich selbst sucht Nasson den Tod. Seine letzten Worte lauten: „Ich habe keine Heimat, keine Heimat,/ auch nicht als Asch' und Staub, wie ihr doch alle.“

Dieser Schluss ist mehrdeutig. 1939 schreibt Wilhelm von Scholz, er habe, als er den „Juden von Konstanz“ schrieb, „schon die völlige Unvereinbarkeit des Juden mit unserem Volke“ empfunden und dargestellt: „getrennt auf ewig, für alle Zeiten Feinde!“ So kann man, muss man aber das Trauerspiel nicht lesen. Der heimatlose, wandernde Jude – das entspricht dem antisemitischen Klischee von Ahasver, dem ewigen Juden. Aber die Logik des Dramas zeigt das Gegenteil, nämlich wie den Juden die Heimat von den Christen vorenthalten wird. Die Klage am Ende bezieht sich dann auf eine von Menschen bewirkte soziale, nicht auf eine existentielle Wahrheit. Und ist klüger als der Wilhelm von Scholz von 1939. Dass die Konversion zum Christentum nicht die Lösung des Problems ist, hat spätestens der rassische Antisemitismus Hitlers bewiesen. Die Taufe hat keinen Juden vor dem Gas gerettet. Und wie ergeht es jenen, denen man heute Integration abverlangt und die, so sehr sie sich darum bemühen mögen, dennoch ausgegrenzt werden? „Der Türke von Konstanz“ muss noch geschrieben werden.

Der Regisseur Stefan Otteni siedelt das Stück weder im Mittelalter noch im Nationalsozialismus an, noch transferiert er es aufdringlich in die Gegenwart. Er verzichtet auch darauf, die Biografie von Wilhelm von Scholz auf der Bühne zu diskutieren – das überlässt er seiner Dramaturgin im Programmheft. Stattdessen kontrastiert er die Wege der Schauspieler zu ihrer Arbeitsstätte in Konstanz mit den Wegen jüdischer Flüchtlinge von 1938 in umgekehrter Richtung. Zudem lässt er Nassons Haushälterin Miriam an einer Stelle einen Text von Charlotte Knobloch aus dem Jahr 2012 sprechen – und das ist keine so gute Idee. Die Frage, ob „dieses Land“ Deutschland die Juden noch haben will, ist entweder rhetorisch oder kokett. „Deutschland“ will die Juden oder will sie nicht haben, wie es den Superstar wählt oder bei Weltmeisterschaften für die deutsche Mannschaft zittert. Dieses „Deutschland“ ist eine Fiktion. Und die offenbar unvermeidliche Vermischung von antisemitischen und israelkritischen Ansichten erleichtert die Auseinandersetzung nicht gerade. Auch ist das Klischee vom palästinensischen Selbstmordattentäter um nichts weniger denunziatorisch als das vom raffgierigen Geldjuden.

Das Knobloch-Zitat ist keine gute Idee, weil die Erwähnung der Palästinenser in diesem Zusammenhang voraussehbar jene Reaktion provoziert, die die Politik des heutigen Israel gegen den Genozid an den Juden aufrechnet. Und gerade weil das unzulässig ist, muss man ergänzen: Gerne hörte man von der ehemaligen Präsidentin des Zentralrats der Juden, die sich mit der Politik Israels mehr als nötig identifiziert, und, da die Inszenierung Frau Knobloch nun einmal ins Stück eingebaut hat und die Palästinenser ohne Not in diesen Kontext bringt, von der Bühne des Konstanzer Theaters, dass Israel die Palästinenser zumindest ebenso „haben will“, wie Deutschland nach Charlotte Knoblochs Wunsch die Juden haben wollen soll. Man muss sich über antisemitische Einstellungen unter manchen Deutschen, die freilich nicht nur Juden, sondern auch andere „Fremde“ lieber „nicht haben“ wollen, keine Illusionen machen, aber wer selbst Ausgrenzung verharmlost oder gar rechtfertigt, hat den Anspruch auf Willkommen verspielt. Er gehört, einmal als Opfer, einmal als Täter, zu den Chauvinisten. Und so wenig Israel und die Palästinenser mit dem „Juden von Konstanz“ zu tun haben: indem die Regie das Thema zur Sprache bringt, erinnert sie auch daran, dass das Recht auf Heimat unteilbar ist. Das bleibt richtig, selbst wenn dieses Argument von Antisemiten, die gewiss keine Palästinenser in ihrer Nachbarschaft haben wollten, taktisch eingesetzt wird.

Otteni und sein siebenköpfiges Kern-Ensemble, aus dem einige Schauspieler mehrere Rollen verkörpern, reduzieren Pathos und den klassizistischen Ton des Textes zugunsten einer plausiblen Alltäglichkeit. An manchen Stellen vervielfacht die Regie einzelne Stimmen und deutet so an, dass es sich nicht um individuelle, sondern kollektive Haltungen handelt. Als anonymes Kollektiv machen sich auch unverblümt antisemitische Zwischenrufer aus dem Zuschauerraum bemerkbar – eine nicht mehr ganz neue Idee, die aber hier intelligent umgesetzt ist.

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erstellt am 25.6.2013

Szenenfoto Theater Konstanz: Ilja Mess

Der Jude von Konstanz
Trauerspiel in fünf Aufzügen
von Wilhelm von Scholz

Regie Stefan Otteni
Ausstattung Anne Neuser
Dramaturgie Miriam Reimers

Premiere am 7. Juni 2013

Theater Konstanz

Szenenfoto Theater Konstanz: Ilja Mess

Szenenfoto Theater Konstanz: Ilja Mess

Szenenfoto Theater Konstanz: Ilja Mess