Ausstellung in Wiesbaden

Junge Malerei seit 1987

Adam Jankowski stellt gemeinsam mit Absolventen seiner Malereiklasse im Nassauischen Kunstverein aus

Donnerstags um zehn zu Adam Jankowskis Klassenbesprechung zu gehen, hieß immer sich auszusetzen. Eine fordernde, zum Denken förmlich zwingende Atmosphäre herrschte bei den Treffen der HfG-Malereiklasse. Nicht immer wurden Arbeiten von Studierenden besprochen, manchmal diskutierte man munter über das Weltgeschehen, die Hochschulpolitik, die Provinzialität Offenbachs. Es war vielleicht tatsächlich ein exterritorialer Raum, den man wöchentlich im Isenburger Schloss aufsuchte. Jankowski verstand stets, die eingefahrenen Denk- und Wahrnehmungsweisen der meistens aus der Region stammenden Studierenden zu irritieren.

Anlässlich der Beendigung seiner Professur ist im Nassauischen Kunstverein Wiesbaden ein Überblick über das Schaffen Jankowskis und seiner Schüler aus mehr als fünfundzwanzig Jahren HfG-Malereiklasse zu besichtigen. Die Heterogenität der ausgestellten Positionen zeugt von der Möglichkeit der ungehinderten Entfaltung der Individualität der Studierenden. Mehrere Künstlergenerationen haben sich in Wiesbaden versammelt, von der mittlerweile etablierten Sabine Moritz über aufstrebende Maler wie Henning Strassburger bis hin zu jungen, noch unentdeckten Positionen wie Dorothee Diebold. Zur Ausstellung ist ein informativer, reich bebilderter Katalog erschienen, der einen zusätzlichen Eindruck von Jankowskis Lehre verschafft.

Eine Installation von Xenia Lesniewski

Kommentare

Kommentar eintragen









erstellt am 14.5.2013

Adam Jankowski: Atelierwand mit “Fenster Nr. 1”, 2012

Bis 16. Juni 2013

Freie Sicht: Adam Jankowski und Künstler aus seiner Malereiklasse an der HfG Offenbach 1987-2013

Nassauischer Kunstverein

Hochschule für Gestaltung Offenbach

Performance der Gruppe “Die Segel”