Was sind schon 200 Jahre für jemanden, der ohnehin in anderen Dimensionen dachte! Richard Wagner, der nicht nur den enormen vierteiligen »Ring des Nibelungen«, sondern rund zehn andere Opern hinterließ, anderthalb Sinfonien, Lieder, Klaviermusik und eine Reihe kürzerer Orchesterwerke, der ebenso fleißig als ungeheurer Schriftsteller wirkte, hatte die selbst gestaltete Mythologie und den Nachruhm auf seiner Seite. Wagnerexperte Michael von Soden widmet ihm ein öffentliches Sendschreiben.

200. Geburtstag am 22. Mai 2013

Offener Brief an Richard Wagner

Von Michael von Soden

Sehr geehrter Herr Wagner,

Ihnen anlässlich der 200. Wiederkehr Ihres Geburtstages zu gratulieren oder gar etwas zu wünschen, kommt mir abwegig und völlig unpassend vor. Das größte Glück, das Ihnen widerfahren konnte, bestand darin, dass Sie nicht mehr erleben mussten, wie sich die Welt entwickelte, seit Sie von uns gingen.

Das unbeschreibliche Gegröle wegen der militärischen Siege über unseren Nachbarn Frankreich und das anhaltend nationalistische Getöse zur Reichsgründung im Jahre 1871 wird Ihnen sicherlich noch immer in den Ohren dröhnen, obwohl Sie damals weit ab vom Schuss und mit ganz anderen Dingen beschäftigt waren. Sie hielten, kurz nachdem das deutsche Heer bei Gravelotte wieder einen blutigen Triumph erfochten hatte, Hochzeit mit Cosima, frisch geschiedener von Bülow, mit der Sie bereits drei Kinder hatten, schrieben Ihren großen Aufsatz über Beethoven und komponierten an der „Götterdämmerung“.

„Geeinigt“ war Deutschland jetzt zwar, doch wie dies zugegangen und was dabei herausgekommen war, konnte jemandem wie Ihnen, dessen Herz noch immer vormärzlich pochte, durchaus nicht behagen. Sie hatten ja auch keineswegs vergessen, wer dieser Wilhelm war, der sich, wenn auch widerwillig, in Versailles zum Kaiser der Deutschen ausrufen ließ – gedrängt von Bismarck, den Sie nicht lange zuvor noch als „schlechte Copie des undeutschesten Wesens“ bezeichnet hatten. Aber die Ereignisse ließen auch Sie nicht unbeeindruckt, weswegen Sie, wie Ihr Kollege Johannes Brahms, ein größeres Orchesterwerk zur Feier der neuen Kaiserherrlichkeit zu Papier brachten.

Unmittelbar nach der Schlacht von Sedan schrieb die erzkonservative Neue Preußische Zeitung, die ja allgemein als „Kreuzzeitung“ bezeichnet wurde, „mit dem 2. September beginnt ein neues Zeitalter – die Hegemonie des germanischen Geistes.“ Außerdem stand dort, „als wir den Kaiser der Franzosen, seine Marschälle und Soldaten auf dem Schlachtfelde von Sedan gefangen nahmen, endete das Zeitalter französischer Gewalttaten, französischer Halbbarbarei und begann die Periode des deutschen Friedens und der deutschen Bildung.“

Sie und Nietzsche, Ihnen zu dieser Zeit noch ergebenst verbunden, waren entsetzt darüber, was sich nun zusammenzubrauen begann, denn diese waffenklirrende Selbstgefälligkeit hatte nicht das Geringste mit dem gemein, was sie beide unter Kultur und deutschem Geist verstanden, und Sie schrieben vehement dagegen an, was allerdings nicht half.

Als 1876 Ihr „Ring des Nibelungen“ in Bayreuth erstmals vollständig über die Bühne ging, fanden sich umgehend etliche patriotische Aktivisten, die enthusiastisch konstatierten, dass es Ihnen gelungen sei, den germanischen Mythos wiederherzustellen und dem deutschen Volke mit Ihrer Tetralogie endlich die ersehnte Nationaloper zu schenken, was weder stimmte, noch jemals beabsichtigt war. Hier hatte jene Begriffsstutzigkeit lautstark Premiere, deren Symptomatik bis heute nachwirkt.

Mit Ihrem „Parsifal“ und einigen kryptischen Aufsätzen hatten Sie dann noch eine letzte Anstrengung unternommen, eine Welt zu entwerfen, die keines Erlösers mehr bedarf, was Ihnen prompt als Religionsstiftung ausgelegte wurde, Sie aber keineswegs mehr überraschte. Kurz darauf wurden die Koffer gepackt. Es ging wieder nach Venedig, wo Sie aber bald der Tod ereilte, und ich hoffe, dass Ihnen tatsächlich zuvor noch jene Zärtlichkeiten des Zimmermädchens zuteil wurden, von denen später gemunkelt wurde.

Dass Sie berühmt sind, weiß heute jeder, man hält Sie aber allgemein eher für berüchtigt und findet das auch viel interessanter als einen alterierten Terzquartakkord. Auch wer noch nie ein Opernhaus betreten oder etwas von Ihnen gelesen hat, ist davon überzeugt, es bei Ihnen mit einem nimmersatten Erotomanen, einem verschwenderischen Halunken und einem sächselnden Plagegeist zu tun zu haben, der alles besser wusste und anstrengende Musik hervorbrachte.

Sie merken: Allzu viel hat sich nicht verändert. Das 21. Jahrhundert ist kaum klüger geworden, und die gesellschaftlichen Konstellationen sind cum grano salis die gleichen.

Nach wie vor haben Sie ein miserables Image, wie man heute sagt. Dazu haben übrigens keineswegs nur Ihre Gegner beigetragen, sondern auch renommierte Bewunderer wie Thomas Mann, der für Sie das Bonmot vom „Bombentalent mit dem schäbigem Charakter“ prägte. Es wird immer wieder gern zitiert. Ich vermute, dass Sie, wie ich selbst, dahin tendieren, derlei Ansichten als diejenigen von philiströsen Krabbelwesen und affirmativen Spießern abzutun – solchen Zeitgenossen also, die weder in der Lage noch willens waren und sind, Ihnen auf jene intellektuellen Höhenwanderungen zu folgen, die Sie zuerst allein, dann zeitweilig mit Nietzsche unternahmen. Außerdem: „Charakter“ hat man nicht wie etwa eine Glatze oder einen Leberfleck, sondern es handelt sich hierbei um ein chimärisches Phänomen, das im Wesentlichen aus Wahrnehmungen von anderen Leuten besteht und dann weitergetratscht wird.

Doch auch Sie selbst haben sich einen irreparablen Schaden zugefügt, und zwar durch Ihren törichten Aufsatz „Das Judentum in der Musik“. Wäre es doch dabei geblieben, was Sie 1850 in aufgestautem Frust und Ärger nebenher so hingefetzt und pseudonym veröffentlicht haben. Es hätte kaum mehr bewirkt als die thematisch ähnlich akzentuierten Einlassungen anderer Zeitgenossen, beispielsweise die von Karl Marx und Bruno Bauer, wenngleich diese beiden nur politisch-emanzipatorische Intentionen verfolgten, während Sie auch ästhetisch-physische Aversionen ins Spiel brachten und sich hierbei einer geradezu ekelerregenden Metaphorik bedienten.

Doch es trieb Sie, dieses zu recht perhorreszierte Pamphlet knapp 20 Jahre später erneut zu verbreiten, diesmal unter Ihrem Klarnamen und mit einer rechtfertigenden Einleitung versehen. Dieser Text fand dann auch Eingang in Ihre ab 1871 erschienenen „Gesammelten Schriften“.

Von jenem aggressiven, nunmehr biologisch argumentierenden Antisemitismus, der sich in den 1880er Jahren zu formieren begann, haben Sie sich zwar öffentlich distanziert, wovon bis heute allerdings kaum jemand Notiz genommen hat; privatim konnten Sie sich jedoch auch weiterhin Ihre gehässigen Bemerkungen über Juden nicht verkneifen, wie in den Tagebüchern Ihrer Gattin ja nachzulesen ist. Manches spricht dafür, dass dies mitunter geschah, um der Fragilität Ihres Ehefriedens entgegenzuwirken. Es wird mir aber immer rätselhaft bleiben, was Sie überhaupt dazu gebracht hat, sich mit dieser Frau zu verbinden, die zwar fließend Französisch sprach, auch „hoch“ gebildet war, ansonsten aber dünkelhaft, von Ressentiments bestimmt, schrecklich bigott und völlig humorlos, zudem wohl nur wenig von jener Weiblichkeit hatte, nach der Sie sich immer so sehnten.

Um Ihnen plausibel zu machen, warum Ihr Antisemitismus, der doch zu Ihrer Zeit zur mentalen Grundausstattung breiter Bevölkerungskreise gehörte, auch und besonders der geistigen Elite, heute mehr denn je die Gemüter erregt, sind noch einige historische Fakten nachzutragen.

Nach dem ersten Wilhelm folgte später ein zweiter. Der hielt nichts von diplomatischen Feinheiten, sondern entließ seinen Ministerpräsidenten Bismarck, war selbst ein bösartiger Antisemit und umgab sich mit solchen, war ansonsten fasziniert von moderner Technik, die er zielstrebig förderte, und innerhalb einer Generation gelang es der in vielem verspäteten deutschen Nation, sich Weltgeltung zu verschaffen – militärisch, ökonomisch und wissenschaftlich. Ein geflügeltes Wort dieser Epoche lautete „Am deutschen Wesen soll die Welt genesen“. Hierzulande war man stolz auf diesen albernen Reim, die Welt empörte sich zu recht darüber, dass sie für krank gehalten wurde.

Dann, nach einer mehr als vierzigjährigen Phase relativen Friedens, kam es 1914 zu einem Krieg, der später als Urkatastrophe des 20. Jahrhunderts bezeichnet wurde. An seinem Zustandekommen war Deutschland maßgeblich beteiligt. Nach vierjähriger Metzelei, die zuletzt in nahezu 40 Ländern getobt hatte, waren mehr als 17 Millionen Opfer zu beklagen. Das zweite deutsche Kaiserreich brach zusammen, doch der Friedensschluss führte nicht zur Versöhnung.

Vierzehn Jahre später wurde ein „Drittes Reich“ ausgerufen, von jemandem, auf dessen Kopf diesmal keine Krone saß, sondern ein Hut. Der Mann hieß Adolf Hitler, erging sich als Halbwüchsiger in haltlosen Schwärmereien für Ihren „Rienzi“ und „Lohengrin“ und beschloss Anfang der 1920er Jahre Politiker zu werden, wobei er von Ihrer Verwandtschaft in Bayreuth nach Kräften unterstützt wurde.

Seine Pläne, die darauf hinausliefen, sämtliche Juden auszurotten und den Rest der Welt zu versklaven, waren zwar von vornherein bekannt, wurden aber nicht ernst genommen. Der Mann wurde demokratisch gewählt und frenetisch bejubelt.

Der Vernichtungskrieg, mit dem dieses Monstrum die Welt ab 1939 überzog, hinterließ die größten Verwüstungen der Geschichte und forderte über 70 Millionen Menschenleben, darunter 6 Millionen Juden, die mit industriellen Methoden ermordet wurden. Es waren Deutschlands finsterste Zeiten. Seither gelten wir als Volk von Tätern, die mit der Unfähigkeit zu trauern geschlagen sind – unvergesslich eingegraben in das kollektive Gedächtnis der Welt.

Das Verstörende in alledem ist die Kontinuität des Antisemitismus – vom Vorurteil bis zur Vernichtung. Darüber, an welcher Stelle dieser Skala Sie zu verorten sind, mag heute kaum irgendeiner noch einfühlsame Betrachtungen anstellen. Für die fatalen Verirrungen Ihrer Landsleute, die ja auch meine sind, können Sie zwar nichts, für Ihre eigenen aber durchaus. Was, frage ich also, soll von jemandem zu halten sein, der sich nicht selten auf Lessing berief, dessen Geist aber täglich zertrampelte.

Wie es nach alledem mit Ihrem Werk steht? Ernst zu nehmende Bemühungen um Ihre Hinterlassenschaft haben erst in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts eingesetzt. Bis dahin wurden zwar gigantische Gebirge an „Schrifttum“ zu Ihrem Wirken aufgetürmt, doch nur der geringste Teil davon war und ist der Lektüre wert. Nun aber ging es ans Aufräumen und Nachfragen. Einige linke Intellektuelle, hatten den Anstoß dafür gegeben. Sie hätten Ihre Freude daran gehabt und auch die längst verdiente Genugtuung empfinden können, weil es mit der völkischen Usurpation Ihrer Kunst ein Ende hatte und deren intentionaler Gehalt nun sichtbar wurde. Die kritische Gesamtausgabe Ihrer musikalischen Werke begann zu erscheinen, ebenso die Gesamtausgabe Ihrer insgesamt etwa 15.000 erhaltenen Briefe. Beide Unternehmungen sind allerdings noch nicht abgeschlossen. Jetzt, in Ihrem Jubiläumsjahr, wird zudem eine historisch-kritische Ausgabe Ihrer umfangreichen schriftstellerischen Arbeit begonnen. Für dieses Vorhaben wird ein Zeitraum von 16 Jahren veranschlagt, was wohl realistisch ist, wenngleich ich erhebliche Zweifel daran habe, dass sich im Jahre 2029 noch hinlänglich viele Abnehmer finden lassen, die sich mit den Vertracktheiten des 19. Jahrhunderts zu befassen wünschen, sofern sie überhaupt noch lesen können oder wollen.

Bühnenpraktisch gesehen, liegen die Dinge ein wenig anders. Ihre Werke gehören seit Generationen zu den meistgegebenen in der Welt, aber überall lässt sich heute besserer Wagner erleben als hierzulande und vor allem in Bayreuth. Nicht dass es an guten Voraussetzungen fehlte – im Gegenteil: Die kulturelle Infrastruktur im heutigen Deutschland mit seinen rund 250 Theatern, zahlreichen akademischen Ausbildungsstätten und einer öffentlichen Förderung, die in der ganzen Welt nicht ihresgleichen hat, überbietet bei weitem, was Sie damals nicht nur mit Ihrem königlichen Gönner, sondern auch mit Liszt, Bülow und Nietzsche unermüdlich erörtert und projektiert hatten. Es hapert an etwas anderem. Die heutige Generation weiß so gut wie nichts mehr von den geistigen Grundlagen und Zusammenhängen, die für Sie noch verbindlich oder fragwürdig waren – und will dies auch gar nicht.

Stattdessen werden, und das bereits seit Jahrzehnten, die Bühnen hierzulande nicht nur mit allerlei peinlichem Plunder aus finstersten Zeiten vollgestopft, sondern ebenso mit postmodernem Trash. Diesem quälenden Modernisierungsfuror ist es mittlerweile ziemlich gleichgültig, ob das jeweils präsentierte Werk etwas mit der Partitur zu tun hat, und sofern darin etwas stört, wird sie eben geändert. Doch das ist wohl ein spezifisch deutsches Problem. In London und Paris, Venedig, Mailand und New York amüsiert man sich darüber. Allerdings steht denen auch nicht so viel beklemmende Historie im Weg.

Momentan, in Ihrem Jubiläumsjahr, bietet Bayreuth ein beschämendes Bild: Das Festspielhaus bröckelt, weil inkompetente Amtsinhaber es versäumt haben (es handelt sich in diesem Fall einmal nicht um Ihre Ur-Enkelinnen), längst erforderliche Instandsetzungen ausführen zu lassen. Sofern sich nicht noch eine Art Königswunder ereignet, werden die zigtausend Besucher aus aller Welt, die natürlich auch diesmal wieder anreisen, das Festspielhaus in Bauplanen eingehüllt vorfinden. Doch das ist nicht alles. „Wahnfried“, Ihre noch immer beeindruckende Villa, die gewöhnlich von vielen Festspielgästen und sonstigen Touristen besichtigt wird, ist wegen Renovierung geschlossen. Ein neues, bereits seit einigen Jahren projektiertes Richard-Wagner-Museum ist nicht fertig geworden – schlimmer: es steckt noch in den Anfängen. Ein Teil des Baumbestandes auf „Ihrem“ Grundstück ist seit geraumer Zeit abgeholzt. Auf der neben Ihrer Grabstätte nunmehr sich dehnenden Brache soll ein funktionaler Glasbau entstehen mit allem, was modernes Archiv-, Museums- und Event-Know-how so aufzubieten hat. Doch zu sehen, geschweige denn zu nutzen ist noch nichts, und ehe es dazu kommt, dürfte noch ein trostlos langes Warten zu durchstehen sein. So feiert die Stadt Bayreuth jenes unbequeme Genie, ohne dessen Entscheidung, dort seinen jahrzehntelang gehegten Kunsttraum zu verwirklichen, sie bis heute jenes fast vergessene fränkische Provinznest geblieben wäre, das es zuvor war!

Mein Tipp: Heiter und gelassen bleiben! Sollte das Schattenreich über einigermaßen passable Bewirtungsmöglichkeiten verfügen, so rufen Sie doch jene Koryphäen zusammen, die Ihnen schon zu Lebzeiten über alles gingen, also Aischylos, Aristophanes, Shakespeare, Calderon, Mozart, Bach und Beethoven, auch Ludwig Feuerbach, Schopenhauer und Nietzsche, um nur die wichtigsten zu nennen, wenngleich sicher auch solche Weggefährten dazugehören, die Ihre ambitionierten Intentionen damals tatsächlich verstanden haben – ich denke vor allem an Theodor Uhlig, August Röckel, Hans von Bülow und Franz Liszt –, und lassen Sie reichen, wovon Sie selbst bei knapper Kasse und schlechter Gesundheit nur selten lassen konnten – Champagner, Austern und kräftigen Käse. Es wird reichlich zu lachen geben. Bei dieser Gelegenheit sollten Sie endlich, falls noch nicht geschehen, an den einen und anderen ein paar versöhnliche Worte richten (Sie wissen schon, wen ich meine), auch könnten alle zusammen später noch ein wenig Whist spielen und Zigarren dazu rauchen.

So, denke ich, sollte ein Ihnen und den herrschenden Zuständen angemessenes Geburtstagsfest vonstatten gehen!

Hochachtungsvoll
Michael von Soden

Kommentare


benitomussorgsky - ( 22-05-2013 11:31:36 )
Dank dem kenntnisreichen Liebhaber für die herzlichen Worte, denen ich mich anschließe.
dem großen richard mit dem löwenstarken herzen wird unzweifelhaft das grab weit und licht sein von dem liebenden gedenken derer, denen er hienieden etwas den Druck abgenommen hat.
Amen.

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erstellt am 02.5.2013

Richard Wagner, Paris 1867
Richard Wagner, Paris 1867