Eine junge Autorin wagte es, über ein Thema zu schreiben, das bereits unzählige Male literarisch behandelt wurde. Das Ergebnis ist eine gefühlvolle, tiefe und neu aufgefasste Kartographie der Charaktere – in schwierigen Zeiten.
Ihr Roman könnte ein Krimi sein, wenn er nicht gleich nach den ersten Kapiteln in eine faszinierende Geschichte mit einer starken Protagonistin mutiert wäre. Sie ist von Episoden derer, die die Hauptfigur auf bestimmten Etappen ihres Lebens begleiten, flankiert und ausgefüllt. Insgesamt bietet der Roman von Jakuba Katalpa beides: Spannung und Tiefe.
Die Handlung beginnt um das Jahr 2000. Geschwister, zerstreut in der ganzen Welt, treffen sich in Prag wieder. Ihr Vater wird bestattet. Die Tochter und namenlose Erzählerin vermisst bei der Bestattung die deutsche Verwandtschaft. Niemand lud sie ein. Die Mutter ihres Vaters war eine Deutsche, die das kleine Kind nach dem Krieg einer befreundeten Prager Familie anvertraute und jedes Jahr regelmäßig aus Deutschland Päckchen zusandte. Die Enkelin entscheidet sich, Antworten auf die ungeklärten Fragen zu suchen. Sie fährt nach Deutschland, findet dort die Familie und auch die Großmutter, die demenzkrank ist und niemanden mehr erkennt.
In diesem Moment springt die Handlung in die Vergangenheit, in das Jahr 1912, Geburtsjahr der Großmutter Klara Rissmann. Klara wächst gut behütet auf, studiert und wird Lehrerin. Inzwischen kommt Hitler an die Macht und mit ihm später der Zweite Weltkrieg. Da Klaras Schule schließt, sucht sie sich eine Stelle in den tschechisch-deutschen annektierten Sudeten. Hier spielt sich der überwiegende Teil des Romans ab.
Klaras vergebliche Bemühungen, sich in diesem neuen Deutschland zu verankern und akzeptiert zu werden, sind von Anfang an zum Scheitern verurteilt. In der psychisch wie auch physisch brutalen Umgebung begegnet sie fast ausschließlich gezeichneten Charakteren, die ebenfalls ihre Spuren hinterlassen.
Von Geburt an hatte Klara die besten Karten; im Laufe ihres Lebens verspielt sie eine nach der anderen. Die Geschichte und auch Klaras Leben enden in der Gegenwart.

Eva Novak sprach mit der Autorin über ihren neuen Roman, der noch nicht auf Deutsch erschienen ist.

Interview mit Jakuba Katalpa

Die aus Deutschland – Geographie des Verlustes

Von Eva Novak

Frau Katalpa, als ich anfing, ihr Buch zu lesen, konnte ich nicht mehr aufhören. Wenn ich nicht gewusst hätte, dass sie Tschechin sind – Ihr Name, bzw. Ihr Pseudonym klingt nicht gerade tschechisch – hätte ich gedacht, der Roman wurde aus dem Deutschen ins Tschechische übersetzt. Es ist Ihnen meisterhaft gelungen, die damalige Zeit, Milieu und Charaktere zu erfassen. Im Tschechischen verwirrt der Romantitel(*) – Die Deutschen. Geographie des Verlustes – ein wenig. Man könnte vermuten, es handelt sich um eine soziologische Studie. Warum gerade dieser Romantitel?

Mit Romantiteln ist es nicht so einfach. Ich wählte letztendlich diesen, da ich mich in dem Roman nicht ausschließlich mit einer Person befasse, sondern mit vielen anderen Charakteren, und alle sind Deutsche. Der zweite Teil des Titels – Geographie des Verlustes – deswegen, weil es in meinem Buch permanent um Verluste geht. Es kommen alle möglichen Arten von Verlust vor. Neben des Gebiets- und Materialverlustes leiden meine Charaktere unter einem Verlust der Verwandten, Freunden und auch unter dem Verlust der persönlichen, privaten Vergangenheit. Vor, während und nach dem Krieg kam es grundsätzlich zur Unterbrechung der natürlichen Kontinuität. Konkret in Grenzgebieten: Die Menschen lebten hier seit Generationen und plötzlich wurde ihnen der Anschluss an ihre Vergangenheit brutal weggenommen. Und nicht zuletzt – Klara erleidet einen der schwersten Verluste – sie verliert ihren kleinen Sohn. Es handelt sich de facto um Kinderdiebstahl – sie überlässt ihr Kind guten Freunden in Prag, in der Hoffnung, es später abholen zu können.

Das war einer der außergewöhnlichsten Verluste, die Sie in ihrem Buch präsentieren. Ich möchte nicht viel verraten, aber dieser Abgang könnte man auch als ein höchst untraditionelles Kidnapping bezeichnen.

Ja, das stimmt.

Ihr Roman spielt überwiegend im ehemaligen Sudetenland während der 30er- und 40er-Jahre. Wieso gerade dieser Schauplatz in dieser Epoche? Warum das ‚dünne Eis’? Wurde über dieses Thema nicht schon genug geschrieben?

Das Thema begleitet mich mein Leben lang. Auch in meinen vorherigen Romanen kommt es vor – auch wenn nur fragmentarisch. Bis dato habe ich nicht einen ganzen Roman nur über dieses Thema geschrieben. Erst jetzt. Das ist vermutlich deswegen, weil ich in Sudeten groß geworden bin. Meine Familie hatte dort ein Haus, und wir kamen dahin für Wochenenden und in den Ferien. Dadurch rutschte ich ganz natürlich in die sudetische Thematik. Als Kinder wussten wir, dass unser Haus ursprünglich einer deutschen Familie gehörte und dass unser Dorf vor dem Krieg zweihundert Häuser zählte. Nun standen da nur sieben. Wir Kinder haben die Hausruinen erkundet, haben in ihnen gespielt. Am interessantesten war, dass die Deutschen immer im Sommer in das Dorf zurückkehrten. Sie besuchten ihre eigene Vergangenheit.

Wann war das?

In den 70ern und 80ern, noch während des kommunistichen Regimes. Ein paar kamen auch nach der Samtenen Revolution. Wir Kinder wussten, dass die Deutschen, die ursprünglichen Besitzer, kommen und haben uns immer sehr auf sie gefreut. Es hatte einen plausiblen Grund: Sie haben jedesmal Süßigkeiten mitgebracht.

Sie sagten, dass sie zurückgekehrt sind, aber vorher haben sie über Hausruinen gesprochen. Was haben sie dort gemacht? Ruinenbesichtigung?

Sie haben die Häuser, die noch standen, besucht. Nicht alle waren zerstört. In der ersten Welle der Besiedlung nach dem Krieg kamen Roma, Ungarn und Slowaken. Die bekamen vom Staat die großen Bauernhäuser zugeteilt. Und die, bzw. ihre Nachkommen, haben die Deutschen besucht. Jeder Deutsche hatte seinen Tschechen, den er regelmässig besuchte.

Und wo stand ihr Wochenend- und Ferienhaus?

Nicht weit von Tachov (Tachau).

Ist die Geschichte von Klara Rissmann, die in Deuschland 1912 beginnt, Ihre Familiengeschichte?

Nein. Die Hauptfigur des Romans, Klara, ist vollkommen fabuliert. Ich war neugierig, was mit einem Menschen passiert, der in einen isolierten Ort geschickt wird, wo Menschen leben, die dieselbe Sprache sprechen. Es interessierte mich, wie Klara die Verpflanzung bekommt, wie sie reagiert.

Woher kommt Ihre Affinität zu den Deutschen?

Wie ich schon gesagt habe – größtenteils aus meiner Kindheit. Später lebte ich lange in Zbůch. Direkt vor dem Ort endete die Grenze von Sudeten, d.h. Zbůch sollte tschechisch bleiben. Da aber unter der Erde Braunkohle lag, wurde damals auch Zbůch annektiert. Auf der Karte sah es wie ein kleiner Bogen aus.
Dort lebte ich also einige Jahre und dann zog ich ein Stückchen weiter, lebe aber immer in dem damaligen Sudetenland. In meinem jetzigen Dorf wohnten vor und während des Krieges fast ausschließlich Tschechen, so dass nach 1945 niemand vertrieben wurde.

Das Thema der Sudetendeutschen und ihre Schicksale nach dem Krieg sind für die tschechischen Politiker immer noch sehr heikel. Die Fakten kann man nicht leugnen, und man sollte nicht vergessen, dass die Tschechische Republik und Deutschland die längste Grenze – jetzt in der EU sollten wir sagen – verbindet. Dieses Thema wird aber nur dann abgestaubt, wenn das der tschechischen Seite einen Nutzen bringen kann. Zuletzt blies den Staub der designierte tschechische Präsident Zeman während seiner Wahlkampagne weg. Was halten Sie davon?

Was für eine Schande! Ich denke, dass es enorm wichtig ist, vor allem zu schauen, wer den Staub – um Ihre Formulierung aufzugreifen – wegbläst und zu welchem Zweck. Weil das, was Herr Zeman machte, sich bestimmt nicht mit den Ansichten der Mehrheit der tschechischen Gesellschaft deckt – es lässt sich nicht verallgemeinern. Meiner Meinung nach ist es für das Verhalten von Herr Zeman typisch – allgemein gesagt ist die Ursache in einer engen, primitiven Denkweise. Herr Zeman tat es ausschließlich fürs Erreichen seines Ziels. Und wie wir wissen – mit Erfolg. Die deutsch-tschechische Beziehung ist in dieser Hinsicht ein neuralgischer Punkt. Jedes Mal, wenn er berührt wird, folgt eine ausgeprägte Reaktion. Es gibt noch viel zu klären und zu therapieren.

Denken Sie, dass in der Vergangenheit bereits ernst gemeinte Versuche unternommen worden sind, diesen neuralgischen Punkt einer wirksamen Heiltherapie zu unterziehen?

Ja. Václav Havel hatte das erforderliche Potenzial, die Denkweise der Tschechen in dieser Hinsicht zu beeinflussen. Er hatte auch genügend Noblesse, um die Entschuldigung zum Ausdruck zu bringen. Ich weiß nicht, ob man seinem designierten Amtsnachfolger glauben kann. Es ist ein Mensch, der seine Ansichten nicht von Tag zu Tag, sondern von Stunde zur Stunde ändert. Die Tatsache, dass er bei seiner Wahlkampagne das sogenannte ‚Sudetische Argument’ nutzte – er musste doch wissen, welche Reaktionen es hervorruft – spricht gegen ihn. Für mich existiert diese Person nicht mehr.

Ihr Roman bietet – außer der starken Geschichte der Protagonistin Klara – auch ein ganzes Kaleidoskop kleiner starker Stories über die Menschen aus ihrer Umgebung. Ohne die wäre auch Klaras Handlung nicht vollständig.
Hatten Sie eine inspirative Erzählquelle in einem der deutsch-tschechischen Dörfer? Ich stelle mir ein gepflegtes Mütterchen, das an Abenden vor dem Kaminfeuer erzählt, vor. Oder wühlten Sie in den Archiven?

Die Zeit, über die ich schreibe, brodelte vor sich überstürzenden Ereignissen. Ich wollte dies mittels vieler kleiner Geschichten demonstrieren. Mein Wunsch war, dass der Text zivil wirkt, aus der Sicht des Normalbürgers, so, wie er empfindet. Heute sagen wir: was für gigantische historische Geschehnisse! Dabei reflektieren wir weniger, dass ein Großteil dieser Ereignisse die gewöhnlichen Menschen waren, die es damals – mittendrin – nicht auf diese Art und Weise empfanden. Ich beabsichtigte, das Leben dieser Leute in Kontrast mit dem meiner Hauptfigur zu stellen. Klara fährt jeden Tag mit dem Zug – und ich wandte in diesem Fall als stilistisches Mittel eine Statistik an, indem ich schrieb, wie oft sie wen begrüßt und was sie ihm wievielmal gesagt hat. Als Gegenpol ihrer monotonen Zugreisen wirken dann die winzigen, ins kleinste Detail erzählten Minihandlungen.

Warum Sie diesen Romanabschnitt so komponierten, das haben Sie uns erklärt. Aber wir wissen immer noch nicht, woher die Minigeschichten kommen.

Es ist ganz einfach. Ich öffnete die ‚Chronik der Menschheit’, ein Wälzer, der bei mir im Regal steht, und wählte ein Paar Ereignisse für das entsprechende Jahr aus. Dann habe ich mir eine Story dazu einfallen lassen.

In Ihrem Roman präsentieren Sie originell in Zeitraffer den Zeitabschnitt 1931-1935. Für das schon tausendmal Beschriebene fanden Sie eine neue, nicht alltägliche Ausdrucksweise. Ein kurzer Abschnitt für unsere Leser:

„Ursula Engelmann hat noch nie eine brennende Taube gesehen. Ein vor Schmerzen schreiender Vogel flog vorbei und seine Feder am Rücken und den Flügelrändern glimmte. Ursula stand im Hof des Restaurants, hielt in der Hand einen Bottich mit Küchenabfällen und starrte in den Himmel … Plötzlich strich irgendwas ganz sanft an ihrer Wange. Sie schrie. Schlagartig hob sie den Kopf und sah schwarze verkohlte Papierstücke vom Himmel fallen. Der Horizont verfärbte sich rot, als ob die Sonne heute schon zum zweiten Mal untergehen würde. Als jemand von draußen schrie: Der Reichstag brennt, lies sie den Bottich fallen und lief auf die Straße.“

In den kurzen Kapiteln Ihres Romans, die Sie Zeitspaltung nennen, ist Ihre Sprache vielfältiger und bunter im Unterschied zum überwiegend sachlichen bis schroffen Ton in anderen Teilen des Buches. Zufall oder Absicht?

Meine Absicht war es nicht, eine Sage zu schreiben. Es war wahrscheinlich reine Intuition, ich dachte, es passt. Ich stellte mir die Ereignisse so vor, wie sie oft in Filmen beschleunigt dargestellt werden, wie die schnell vergehende Zeit – mittels einer unsichtbaren Hand, die die Kalenderblätter abreißt. Ich hoffte, dass auf die Art und Weise möglich wäre, kurz und trotzdem übersichtlich die fünf Jahre verbal zu bewältigen.

Und das ist Ihnen sehr gut gelungen. Einige tschechische Literaturkritiker werfen Ihnen gerade Ihre zu hohe stilistische Sachlichkeit – im Vergleich zu Ihren vorherigen Romanen – vor. Sie halten Ihnen sogar eine höhere Lesbarkeit vor. Ich vermute, dass Sie sich nicht mit deren merkwürdiger Logik identifizieren. In einer Gleichung würde sie folgendermaßen aussehen: lesbares, metaphernloses und substanzielles Schreiben gleich niedrigeres Niveau und Einschmeicheln beim Leser. Sind Sie mit Ihrem Buch zufrieden?

Das bin ich. Bei uns ist die Literaturkritik eindeutig in der Männerhand. Falls sich überhaupt eine Kritikerin äußert, steht sie dermaßen unter dem Einfluss des maskulinen Sehens, dass auch sie das Haar in der Suppe sucht. Die Kritiker sprechen darüber, wie sich das Buch gelesen hat, was war angenehm und was nicht. Kaum jemand sagt was Konkretes zum Text. Nach meinem ersten Roman war ich in Augen der Kritiker eine hässliche, böse Feministin und Männerhasserin. Nach dem zweiten Buch herrschte überwiegend Schweigen. Und wenn sich jemand dazu äußerte, dann nur so, das Buch sei zu kompliziert, eine schwere Lektüre, postmodern und: damit habe ich nur bewiesen, dass ich denke, ich sei was Besonderes. Gut, habe ich gedacht, das dritte Buch ist für den Leser zugänglicher, sehen wir mal, was die Kritik diesmal sagt. Und das Ergebnis? Das Erstlingswerk war wunderbar, das neueste schwach. Es geht nicht darum nur gute Kritiken zu bekommen, aber hauptsächlich Kritiken, die zur Sache sprechen.

Ist Ihnen während des Schreibens aufgefallen, dass das Thema zweifelsfrei sehr geignet für die Übersetzung ins Deutsche wäre?

Nein, überhaupt nicht. Einerseits bin ich unfähig, beim Schreiben darüber nachzudenken, was die Leute dazu sagen, das würde mich bremsen. Diese Gedanken schalte ich völlig ab. Erst wenn das Buch fertig ist und ich es meinem Verleger sende, sehe ich, was passiert. Dieses Buch habe ich sogar mit Scheu geschrieben, da ich dachte: du schreibst als Tschechin über Deutsche. Die Kritiker könnten dir dann vorwerfen, dass die Deutschen in diesen Situationen anders fühlen oder sie anders erleben würden, als du es schilderst. Interessant, dass Sie sagen – es käme Ihnen so vor, als ob eine Deutsche den Roman geschrieben hätte. Hier schrieb ein Kritiker, es sei eindeutig, dass eine Tschechin für Tschechen geschrieben hat.

Bestimmt eine Ansichtssache. Ich beurteile Ihren Roman sicher auch aus der Sicht einer gebürtigen Tschechin, die viele Jahre in Deutschland lebt. Ich hatte sogar beim Lesen teilweise den Eindruck, dass Sie die Deutschen begünstigen.

Dass war nicht meine Absicht, ich wollte neutral schreiben.

Sagen wir so – es war nicht eindeutiges Protegieren, aber doch ein bisschen mehr als Verständnis.

Das Unrecht kann man nicht übersehen. Das Mitgefühl mit den Leidenden, das ist glaube ich das, was ich beabsichtigte auszudrücken.

Schreiben Sie einen neuen Roman? Worauf können wir uns freuen?

In den vergangenen sechs Jahren schrieb ich drei Bücher. Nun würde ich gerne ein wenig schweigen und zuhören.

Ich kann mir gut vorstellen, dass auch einige andere Leser so neugierig sind wie ich und gerne wissen würden, wie Ihr aussergewöhnliches Pseudonym entstanden ist?

Ich wollte schon immer unter Pseudonym schreiben, da ich der Meinung bin, dass nicht der Autor, sondern der Text wichtig ist. Das private Leben des Autors ist unwichtig. Sein Produkt hingegen, der Text, ist es nicht. Im ersten Schritt habe ich meinen zivilen Namen – Tereza Jandová – abgelegt. Danach habe ich einen maskulinen Vornamen, der keine feminine Version im Tschechischen besitzt, ausgewählt, und ihn ‚unerlaubterweise‘ feminisiert. Es ist Jakub (Jacob) und daraus war Jakuba. Als Nachname nahm ich Katalpa (Catalpa), weil mich das Wort faszinierte. Katalpa ist eine Baumsorte, ein Baum mit großen Blättern und riesigen langen Schoten, die wie überdimensionale Bohnen aussehen. Und so war meine neue Identität komplett.

Frau Katalpa, ich danke Ihnen für das Gespräch.

Mein Vorschlag des deutschen Romantitels: ‚Die aus Deutschland‘. Wortwörtliche Übersetzung wäre Die Deutschen. (Autorin ist einverstanden).

Eva Novak wurde in Prag geboren und hat in Frankfurt Kunstgeschichte, Archäologie und Slawische Philologie studiert. Sie arbeitete als  Marketingkoordinatorin und freiberufliche Autorin u.a. für die Wochenzeitung „Literarni novinv“ in Prag und im deutschsprachigen Feuilleton.

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erstellt am 04.3.2013

Jakuba Katalpa

Jakuba Katalpa (Tereza Jandová) ist 1979 in Pilsen geboren. Sie studierte an den Universitäten in Prag und Hradec Králové die Fachbereiche Tschechisch sowie Literatur und Sprach- und Literaturkultur. Anfangs publizierte sie Erzählungen und kurze Texte in regionalen Verlagen. In Prag debütierte sie 2006 mit dem Roman Je hlína k snědku? (Kann man Erde essen?), der für den renommiertesten tschechischen Literaturpreis ‚Magnesia litera’ nominiert wurde und gleichzeitig auf der Longlist des Josef-Švorecký-Preises stand. Zwei Jahre später wurde ihr nächster Roman Hořké moře (Bitteres Meer) für Jiří-Orten-Preis vorgeschlagen. Der neueste Roman – Die aus Deutschland; Geographie des Verlustes – erschien im Dezember 2012 in Prag. An der Übersetzung ins Deutsche hat der Diogenes-Verlag Interesse signalisiert.

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