Schopenhauer – 75. Todestag 2010

Schopenhauer und die Frauen

Von Otto A. Böhmer

Im Alter, meinen wir, nimmt die Gelassenheit zu und sorgt für eine nachsichtige Betrachtung der Dinge des Lebens. Dazu gehört auch die Liebe, der wir von jeher große Bedeutung beimessen. In ihrer leidenschaftlichen Form gilt sie als Spielart der Jugend, während das Alter sich auf eine herabgestimmte Variante der Liebe einzustellen hat, die der verminderten Leistungsfähigkeit entspricht, mit der man es mit den Jahren zu tun bekommt. Schopenhauer ist dies, vom Stand seiner Altersweisheit aus betrachtet, nur recht; er hat die Liebe, glaubt er, ohnehin nie für himmelstürmend gehalten. Da fällt er allerdings einem Verdrängungskunststück anheim: Als junger Mann nämlich war er in einem Maße liebes- und leidenschaftsfähig, das es ihm schwermachte, sich zur Mäßigung anzuhalten. Er hat einige Male heftig geliebt, erträumte sich auch bei passender Gelegenheit ein privates Familienglück, das ihm jedoch, vielleicht auch, weil er zu rigorose Anforderungen stellte, nicht beschieden war. Als sich diese Stürme seines Lebens legten, wußte er zunächst nicht, was er davon halten sollte. Zunächst reagierte er mit Unfreundlichkeiten dem anderen Geschlecht gegenüber, das er unter Generalverdacht stellte. Mit den Frauen, fand er, ist es noch nie weit her gewesen, was schon beim Äußeren anfängt: „Schon der Anblick der weiblichen Gestalt lehrt, daß das Weib weder zu großen geistigen, noch körperlichen Arbeiten bestimmt ist. Es trägt die Schuld des Lebens nicht durch Tun, sondern durch Leiden ab, durch die Wehen der Geburt, die Sorgfalt für das Kind, die Unterwürfigkeit unter den Mann, dem es eine geduldige und aufheiternde Gefährtin sein soll.“
Schon mit dieser Aussage macht Schopenhauer klar, daß er zum Frauenbeauftragten nicht taugt. Er hält das andere Geschlecht für minderbemittelt, was für ihn in der Natur der Sache liegt und keinesfalls als Ungerechtigkeit anzusehen ist. Eine Frau hat sich nicht selbst zu verwirklichen, sondern an der Seite eines Mannes auszuharren, der das Sagen hat, auch wenn ihm seine Lebensgefährtin sagt, wo es lang geht. Solch zementierte Machtverhältnisse in Frage zu stellen, kommt Schopenhauer nicht mal ansatzweise in den Sinn, weswegen er auch dem Betätigungsfeld des anderen Geschlechts von vornherein enge Grenzen setzt: „Zu Pflegerinnen und Erzieherinnen unserer ersten Kindheit eignen die Weiber sich gerade dadurch, daß sie selbst kindisch, läppisch und kurzsichtig, mit einem Worte, Zeit Lebens große Kinder sind: eine Art Mittelstufe, zwischen dem Kinde und dem Manne, als welcher der eigentliche Mensch ist. Man betrachte nur ein Mädchen, wie sie, Tage lang, mit einem Kinde tändelt, herumtanzt und singt, und denke sich, was ein Mann, beim besten Willen, an ihrer Stelle leisten könnte.“

Gäbe es ein von Männern dominiertes Laiengericht, das über die Frauen zu urteilen hat, wäre Schopenhauer als selbsternannter Vorsitzender wegen Befangenheit abzulehnen, zumal er sich nicht nur unfreundlich äußert, sondern regelrecht gehässig werden kann: „Das niedrig gewachsene, schmalschultrige, breithüftige und kurzbeinige Geschlecht das schöne nennen, konnte nur der vom Geschlechtstrieb umnebelte männliche Intellekt: in diesem Triebe nämlich steckt seine ganze Schönheit. Mit mehr Fug könnte man das weibliche Geschlecht das unästhetische nennen. Weder für Musik, noch Poesie, noch bildende Künste haben sie wirklich und wahrhaftig Sinn und Empfänglichkeit: sondern bloße Äfferei, zum Behuf ihrer Gefallsucht, ist es, wenn sie solche affektieren und vorgeben. Das macht, sie sind keines rein objektiven Anteils an irgend etwas fähig … Man darf nur die Richtung und Art ihrer Aufmerksamkeit im Konzert, Oper und Schauspiel sehen, mit der sie, unter den schönsten Stellen der größten Meisterwerke, ihr Geplapper fortsetzen.“

Zum Frauenversteher taugt Schopenhauer nicht, er fühlt sich berufen, weiblichem Anspruchsdenken ganz uncharmant entgegenzutreten: „Es wäre sonach sehr wünschenswert, daß auch in Europa dieser Nr. 2 des menschlichen Geschlechts ihre naturgemäße Stelle wieder angewiesen und dem Damen-Unwesen … ein Ziel gesetzt würde: wovon die Folgen, in gesellschaftlicher, bürgerlicher und politischer Hinsicht, unberechenbar wohltätig sein würden … Die eigentliche Europäische Dame ist ein Wesen, welches gar nicht existieren sollte; sondern Hausfrauen sollte es geben und Mädchen, die es zu werden hoffen, und daher nicht zur Arroganz, sondern zur Häuslichkeit und Unterwürfigkeit erzogen werden.“
Schopenhauer ist nicht zimperlich, wenn es gilt, die „Weiber“, von denen er sich zu Lebzeiten mißachtet, auf jeden Fall aber unter Wert behandelt sieht, auf ihr Normalmaß zurechtzustutzen. Daß seine Geschlechterstudien, zumindest aus heutiger Sicht, allenfalls amüsante Spiegelfechtereien sind, muß ihn nicht schrecken, im Gegenteil. Fast könnte man meinen, daß er die ihm vorenthaltenen Liebesgeschichten von ihrem mutmaßlichen Ende her aufrollt und sich einen Blick zurück im Zorn gönnt, der mit der Zeit allerdings, auch das eine Sache des weisen Alters, weniger streng ausfällt. Im Grunde können Männer und Frauen nicht anders, sie müssen ausleben, was die Natur für sie vorgesehen hat. So nehmen auch die Rituale der sich anbahnenden Liebesspiele einen vorhersehbaren Verlauf, wobei auch hier der Mann die eindeutig besseren Karten hat, während die Frauen eigentlich nur auf einen Trumpf setzen können, der ihnen mitgegeben wurde: „Mit den Mädchen hat es die Natur auf das, was man, im dramaturgischen Sinne, einen Knalleffekt nennt, abgesehn, indem sie dieselben, auf wenige Jahre, mit überreichlicher Schönheit, Reiz und Fülle ausstattete, auf Kosten ihrer ganzen übrigen Lebenszeit; damit sie nämlich, während jener Jahre, der Phantasie eines Mannes sich in dem Maße bemächtigen könnten, daß er hingerissen wird, die Sorge für sie auf Zeit Lebens, in irgend einer Form, ehrlich zu übernehmen …“

Der Liebreiz der Frauen verwelkt schnell, meint Schopenhauer, wobei er an den eigenen Liebreiz keinen Gedanken verschwendet; warum auch; schließlich hat der Mann, glaubt er, genügend andere Werte, die überzeugend wirken müssen. Daß die Anziehungskraft der Frauen manchmal schneller schwindet, als die Männer gucken können, ist hinzunehmen und läßt sich mit künstlichen Nachbesserungsmaßnahmen nicht aufhalten; auch im zwischenmenschlichen Bereich sollte man der Natur, die allerdings für vieles herhalten muß, was eher in unserer Verantwortung liegt, nicht ins Handwerk pfuschen: „Sonach hat die Natur das Weib, eben wie jedes andere ihrer Geschöpfe, mit den Waffen und Werkzeugen ausgerüstet, deren es zur Sicherung seines Daseins bedarf, und auf die Zeit, die es ihrer bedarf; wobei sie denn auch mit ihrer gewöhnlichen Sparsamkeit verfahren ist. Wie nämlich die weibliche Ameise, nach der Begattung, die fortan überflüssigen, ja, für das Brutverhältnis gefährlichen Flügel verliert; so meistens, nach einem oder zwei Kindbetten, das Weib seine Schönheit; wahrscheinlich sogar aus demselben Grunde.“
Immerhin ist Schopenhauer großzügig genug, den Frauen ein Rede- und Beratungsrecht zuzugestehen, ja, er empfiehlt es sogar:

„In schwierigen Angelegenheiten, nach Weise der alten Germanen, auch die Weiber zu Rate zu ziehen, ist keineswegs verwerflich: denn ihre Auffassungsweise der Dinge ist von der unsrigen ganz verschieden und zwar besonders dadurch, daß sie gern den kürzesten Weg zum Ziele und überhaupt das zunächst Liegende ins Auge faßt, über welches wir, eben weil es vor unserer Nase liegt, meistens weit hinwegsehn; wo es uns dann Not tut, um die nahe und einfache Ansicht wieder zu gewinnen. Hinzu kommt, daß die Weiber entschieden nüchterner sind als wir; wodurch sie in den Dingen nicht mehr sehn, als wirklich da ist; während wir, wenn unsere Leidenschaften erregt sind, leicht das Vorhandene vergrößern oder Imaginäres hinzufügen.“
Bei den Eigenschaften, die Schopenhauer als Geschlechterbetrachter auflistet, hätte man, aus heutiger Sicht, eine andere Zuordnung erwartet: Hält man nicht die Frauen für phantasiebegabter und leidenschaftsfähiger, während Männern eine eher nüchterne Sicht der Dinge zugeschrieben wird? Da solche Verallgemeinerungen aber ohnehin nicht beweispflichtig sind und es umfassende Einzelfallprüfungen nicht gibt, lassen sich immer nur Tendenzen angeben, die einem bekannt oder weniger bekannt vorkommen:
„Aus derselben Quelle ist abzuleiten, daß die Weiber mehr Mitleid und daher mehr Menschenliebe und Teilnahme an Unglücklichen zeigen als die Männer; hingegen im Punkte der Gerechtigkeit, Redlichkeit und Gewissenhaftigkeit diesen nachstehn.“
Zwischen den Geschlechtern besteht eine natürliche Anziehung, die der Liebe vorangeht und ständig bedient werden will. Was meist spielerisch beginnt, wird schnell zur ernsten Sache, die vollen Einsatz verlangt. Wer in die Liebe fällt, kommt daraus, so oder so, nicht mehr unbeschadet hervor, es geht immer ums Ganze. Es muß demnach gute Gründe dafür geben, daß die Liebe zum alles beherrschenden Thema unseres Sinnens und Trachtens geworden ist: „Wenn man … die wichtige Rolle betrachtet, welche die Geschlechtsliebe in allen ihren Abstufungen und Nuancen, nicht bloß in Schauspielen und Romanen, sondern auch in der wirklichen Welt spielt, wo sie, nächst der Liebe zum Leben, sich als die stärkste und tätigste aller Triebfedern erweist, die Hälfte der Kräfte und Gedanken des jüngern Teils der Menschheit fortwährend in Anspruch nimmt, das letzte Ziel fast jedes Bestrebens ist, auf die wichtigsten Angelegenheiten nachteiligen Einfluß erlangt, die ernsthaftesten Beschäftigungen zu jeder Stunde unterbricht, bisweilen selbst die größten Köpfe auf eine Weile in Verwirrung setzt, sich nicht scheut, zwischen die Verhandlungen der Staatsmänner und die Forschungen der Gelehrten, störend, mit ihrem Plunder einzutreten, ihre Liebesbriefchen und Haarlöckchen sogar in ministerielle Portefeuilles und philosophische Manuskripte einzuschieben versteht, nicht minder täglich die verworrensten und schlimmsten Händel anzettelt, die wertvollsten Verhältnisse auflöst, die festesten Bande zerreißt, bisweilen Leben oder Gesundheit, bisweilen Reichtum, Rang und Glück zu ihrem Opfer nimmt, ja den sonst Redlichen gewissenlos, den bisher Treuen zum Verräter macht, demnach im Ganzen auftritt als ein feindseliger Dämon, der Alles zu verkehren, zu verwirren und umzuwerfen bemüht ist“.
Die Liebe kennt kein Maß und kein Ziel, so scheint es, aber das ist nicht wahr, wenn man genauer hinschaut und die Frage der Fragen stellt:
„Wozu der Lärm? Wozu das Drängen, Toben, die Angst und die Not? Es handelt sich ja bloß darum, daß jeder Hans seine Grete finde: weshalb sollte eine solche Kleinigkeit eine so wichtige Rolle spielen und unaufhörlich Störung und Verwirrung in das wohlgeregelte Menschenleben bringen?“
Die Antwort ist einfacher, als man meint, und macht deutlich, daß die Liebe zwar maßlos sein mag, aber vordergründig sehr wohl ein Ziel kennt: „Es ist keine Kleinigkeit, worum es sich hier handelt; vielmehr ist die Wichtigkeit der Sache dem Ernst und Eifer des Treibens vollkommen angemssen.“ Denn: „Der Endzweck aller Liebeshändel … ist wirklich wichtiger als alle andern Zwecke im Menschenleben, und daher des tiefen Ernstes, womit jeder ihn verfolgt, vollkommen wert. Das nämlich, was dadurch entschieden wird, ist nichts Geringeres als die Zusammensetzung der nächsten Generation … Die sämtlichen Liebeshändel der gegenwärtigen Generation zusammengenommen sind demnach des ganzen Menschengeschlechts ernstliche Überlegung hinsichtlich der Zusammensetzung der künftigen Generation, vor der wiederum zahllose Generationen.“

Liebe also als Mittel zum Zweck; das klingt ernüchternd, leuchtet aber auch ein: Schließlich hat fast jeder schon am eigenen Leib gespürt, was es heißt, aus der Liebe wieder herauszufallen und ins Liebesleid abzustürzen. Die Enttäuschung sitzt tief, man sieht das Höchste der Gefühle auf einmal nur noch skeptisch, wird gar verbittert. Auch und gerade in Liebesdingen kann man zum gebrannten Kind werden, was die meisten jedoch nicht daran hindert, ihr Glück immer wieder neu zu suchen. Eine Liebe stirbt, aber insgesamt ist sie nicht totzukriegen: sie dient der gemeinsamen Sache. Dem Einzelnen ist das, erfreulicherweise, nicht bewußt; sonst wäre sein ganz persönliches Verliebtheitsabenteuer, mit dem alles anfängt, vergleichsweise witzlos, auf jeden Fall nicht so schön, wie es zunächst den Anschein hat. Die Dramaturgie der Liebe ist fast immer an ein Täuschungsmanöver gekoppelt, das man besser nicht durchschauen sollte, wenn man sich den Spaß nicht verderben will: „Was … im Bewußtsein erscheint als ein auf ein bestimmtes Individuum gerichteter Geschlechtstrieb, das ist an sich selbst der Wille, als ein genau bestimmtes Individuum zu leben. In diesem Fall nun weiß der Geschlechtstrieb, obwohl an sich ein subjektives Bedürfnis, sehr geschickt die Maske einer objektiven Bewunderung anzunehmen und so das Bewußtsein zu täuschen: denn die Natur bedarf dieser [Kriegslist] zu ihren Zwecken. Daß es aber, so objektiv und von erhabenem Anstrich jene Bewunderung auch erscheinen mag, bei jedem Verliebtsein doch allein abgesehn ist auf die Erzeugung eines Individuums von bestimmter Beschaffenheit, wird zunächst dadurch bestätigt, daß nicht etwa die Gegenliebe, sondern der Besitz, d.h. der physische Genuß das Wesentliche ist … Daß dieses bestimmte Kind erzeugt werde, ist der wahre, wenn gleich den Teilnehmern unbewußte Zweck des ganzen Liebesromans; die Art und Weise, wie er erreicht wird, ist Nebensache.“
Die schönste Hauptsache der Welt wird zwar weitgehend in wohltuender Absichtslosigkeit betrieben, bedarf aber doch, nicht zuletzt im Interesse der „künftigen Generation“, einer gewissen Sorgfalt; also Augen auf bei der Partnerwahl. Mag sich die Liebe auch zunächst nur als wahlloses Vergnügen darstellen, an dem alle teilhaben können, so gibt es doch beträchtliche Unverträglichkeiten, die meist erst im nachhinein auffällig werden. Vor dem Scheitern einer Liebe ist niemand gefeit; es gibt allerdings, weiß der vor allem theoretisch beschlagene Liebes- und Lebensberater Schopenhauer, deutliche Qualitätsunterschiede, die zu beachten sind: „Die wachsende Zuneigung zweier Liebenden ist eigentlich schon der Lebenswille des neuen Individuums, welches sie zeugen können und möchten; ja, schon im Zusammentreffen ihrer sehnsuchtsvollen Blicke entzündet sich ein neues Leben und gibt sich kund als eine künftig harmonische, wohl zusammengesetzte Individualität … Umgekehrt ist die gegenseitige, entschiedene und beharrliche Abneigung zwischen einem Mann und einem Mädchen die Anzeige, daß was sie zeugen könnten nur ein übel organisiertes, in sich disharmonisches, unglückliches Wesen sein würde.“
Von einer Heirat, die unter solch ungünstigen Vorzeichen stattfinden soll, ist abzuraten, wie man überhaupt in den Bund der Ehe keine übertriebenen Erwartungen setzen sollte: „Heiraten heißt sein Möglichstes tun, einander zum Ekel zu werden.“
Schopenhauer wußte bereits zu Lebzeiten, daß er sich mit seiner Liebeslehre, die auf vorübergehenden Lustgewinn im Dienst der Gattung setzt, nicht viele Freunde machen würde: Der Mensch braucht romantische Idealvorstellungen, er möchte sich seine allseits beliebten Herzschmerzgeschichten, die am besten immer glücklich ausgehen sollten, nicht ausreden lassen, zumal er sich ja ohnehin der ständigen Einrede von Wohlmeinenden ausgesetzt sieht, die miesmachen, was ihm Freude macht. Schopenhauer zeigt sich davon unbeeindruckt, er hat der Liebe, glaubt er, genau die Würdigung angetan, die sie verdient:
„Wie laut auch hier die hohen und empfindsamen, zumal aber die verliebten Seelen aufschreien mögen, über den derben Realismus meiner Ansicht; so sind sie doch im Irrtum. Denn, ist nicht die genaue Bestimmung der Individualitäten der nächsten Generation ein viel höherer und würdigerer Zweck, als jener ihrer überschwänglichen Gefühle und übersinnlichen Seifenblasen? Ja, kann es, unter irdischen Zwecken, einen wichtigeren und größeren geben? Er allein entspricht der Tiefe, mit welcher die leidenschaftliche Liebe gefühlt wird, dem Ernst, mit welchem sie auftritt, und der Wichtigkeit, die sie sogar den Kleinigkeiten ihres Bereiches und ihres Anlasses beilegt. Nur insofern man diesen Zweck als den wahren unterlegt, erscheinen die Weitläufigkeiten, die endlosen Bemühungen und Plagen zur Erlangung des geliebten Gegenstandes der Sache angemessen.“

Otto A. Böhmer
(Auszug aus seinem Buch: Schopenhauer oder Die Erfindung der Altersweisheit)
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erstellt am 15.10.2010

Arthur Schopenhauer

Arthur Schopenhauer. Illustration von
Alfred Schüssler